für seine eigenen Handlungen die verantwortung zu übernehmen, heißt ja nicht "brav" zu sein. Im gegenteil. Wer immer brav ist, umgeht das Problem, indem er überhaupt keine Handlungen ausführt, deren Konsequenzen er dann tragen könnte.
Ich kenne aber viele (allerdings aus meiner "Generation" Jahrgang 77), die auf Teufel komm raus Blödsinn gebaut haben und sich dann von den Eltern ausm Dreck haben ziehen lassen. Wenn ich also sowas hör wie "ohne Rücksicht auf Verluste" etc. dann denke ich an eben diese Leute. zB. an Leute, die in der Psychiatrie gelandet sind (Drogenkonsum etc) und dann nichts besseres zu tun haben, als sich bei der nächsten Gelegenheit einen "zu geben", wobei natürlich die Therapie nach kurzer Zeit abgebrochen wird und die Leute wieder im krankenhaus landen. Daß das die Allgemeinheit jeden Tag hunderte an Euro kostet, interessiert sie nicht, hauptsache, sie haben ihren Spaß gehabt.
Was die geschichte betrifft: ja! Ich beschäftige mich auch mit dem alten Rom und lerne Latein. Aber das was wir in der Schule in Geschichte hatten, hab ich mir nicht gemerkt. Die knappe Schulzeit sollte mit wichtigeren Dingen ausgefüllt werden als immer das ewig gleiche (Franzlsische Revolution, Industrialismus). Da wäre es doch wesentlich wichtiger und interessanter, wenn ein direkter Bezug zu heutigen Ereignissen hergestellt würde. Und nicht Lehrpläne von vor über 100 Jahren verwendet würden. Gleiches gilt für die Literatur: ist heutige Literatur weniger wichtig oder warum muß man sich mit Werther quälen lassen? Warum nicht mal den Hitchhikers Guide lesen?
Schiller und Goethe sagen -behaupte ich mal- keinem Jugendlichen mehr was. Die Zeiten sind völlig andere und das sollte auch in den Lehrplänen berücksichtigt werden.