Schwer nachzuvollziehen ist für mich, wie man es unter einen Hut bringen will, auf das "können" zu verzichten und gleichzeitig das "verstehen" zu entwickeln.
Die meisten Inhalte, die die Schule vermittelt, können Schüler nicht selbst praktisch anwenden. (Im besten Falle können sie sie jedoch verstehen!)
Lehrer sind seit jeher darin geschult, Wissen auch auf theoretischer Basis zu vermitteln ohne den Schülern den praktischen Umgang mit den Inhalten beibringen zu können.
Natürlich ist es schön, wenn bestimmtes Wissen durch praktisches Arbeiten vermittelt werden kann. Das stößt aber bei der immer komplexer werdenden Welt naturgemäß an Grenzen.
Wie soll der Physiklehrer die Kettenreaktion im Atomreaktor mit Schülern praktisch anwenden?
Selbst die Abläufe in einem Ottomotor kann man bestenfalls mit einem Modell zeigen, praktisch bauen kann ein Schüler einen solchen Motor deswegen noch lange nicht. Aber vielleicht kann er wenigstens verstehen, was da passiert?