Während wir uns hier die Köpfe heiß reden über Krawall und Gewalt von dieser oder jener Seite, tagen die G-8-Größen friedlich und von dem ganzen Getöse völlig unbehelligt in klimatisierten Räumen. Und ich finde das gut. Ich finde es richtig, dass sich die unbestreitbar Mächtigsten und Reichsten der Welt regelmäßig zusammen setzen. Mag sein, dass dabei nichts außer Worthülsen und Absichtserklärungen herauskommt. Viel schlimmer wäre es aber doch, sie würden überhaupt nicht miteinander reden.
Nach dem Krieg gab es die Großen Vier, später die G 7, und jetzt dürfen die Russen auch mitreden - also G 8. Und vielleicht lassen sie später ja auch mal die Leute mitreden, um die es geht, die Afrikaner zum Beispiel.
Was also soll dieses ganze Anti-G8-Gehabe? Attac - der Name ist Programm, auch wenn er eigentlich was ganz anderes bedeutet. Wem nützt es, wenn der G-8-Gipfel attackiert, diffamiert und diskreditiert wird? Und was würde besser, wenn es diese Gipfeltreffen nicht gäbe?
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Die Industrie hat kaum Interesse daran den Lebensstandard und die Bildung in diesem Land zu erhöhen, denn das ginge ja zu Lasten ihrer Gewinnmargen durch daraufhin steigende Lohnniveaus.
[...] Einem Land zu helfen gelingt eigentlich nur, wenn die Initiative dazu aus dem Land selbst kommt und sich eigene Wirtschaftszweige etablieren und dieses Land sich selbst um Bildung und Gesundheit kümmert.
China "produziert" derzeit Unmengen an Ingenieuren. Viele der Absolventen finden aber (noch) keinen qualifizierten Arbeitsplatz und müssen sich daher mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Das Problem in China ist allerdings, dass das Regime beschlossen hat, eine Wirtschaftsmacht werden zu wollen, koste es, was es wolle. Und solange es genügend "Humanressourcen" (=Arbeiter) gibt, sind der Regierung die Arbeitsbedingungen wohl eher egal.Hier könnte nur Druck von außen den Prozess beschleunigen, eben z.B. durch Strafzölle auf Importe, die nicht nachweislich nach europäischen Standards (Umwelt, Arbeitsbedingungen, soziale Grundsicherung) entstanden sind.
Insofern wäre eine gemeinsame Haltung der Abnehmerländer zu begrüßen - viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.
Warten wir mal ab was passiert, wenn die Kosten für Energie (v.a. Öl) so hoch geworden sind, dass sich der Transport der Waren von Asien nach Europa nicht mehr lohnt.
[...] Einem Land zu helfen gelingt eigentlich nur, wenn die Initiative dazu aus dem Land selbst kommt und sich eigene Wirtschaftszweige etablieren und dieses Land sich selbst um Bildung und Gesundheit kümmert.
China "produziert" derzeit Unmengen an Ingenieuren. Viele der Absolventen finden aber (noch) keinen qualifizierten Arbeitsplatz und müssen sich daher mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Das Problem in China ist allerdings, dass das Regime beschlossen hat, eine Wirtschaftsmacht werden zu wollen, koste es, was es wolle. Und solange es genügend "Humanressourcen" (=Arbeiter) gibt, sind der Regierung die Arbeitsbedingungen wohl eher egal.Hier könnte nur Druck von außen den Prozess beschleunigen, eben z.B. durch Strafzölle auf Importe, die nicht nachweislich nach europäischen Standards (Umwelt, Arbeitsbedingungen, soziale Grundsicherung) entstanden sind.
Insofern wäre eine gemeinsame Haltung der Abnehmerländer zu begrüßen - viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.
Warten wir mal ab was passiert, wenn die Kosten für Energie (v.a. Öl) so hoch geworden sind, dass sich der Transport der Waren von Asien nach Europa nicht mehr lohnt.
