Da gibt es doch tatsächlich in den USA einen Richter, der die Forderungen (750 Dollar für einen heruntergeladenen Song) der RIAA - also der amerikanischen Musikindustrie - für überzogen hält und diese auffordert, ihre Forderungen mal zu begründen!
Zum Bericht geht es hier: Klick
Ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt...
Gruß
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...bei den 750 $ handelt es sich ja um eine Schadenersatzforderung. Schadenersatz kann man aber nur fordern, wenn der Schaden tatsächlich entstanden ist. Bei einem Preis von 1 $ pro Musiktitel müssten also 750 Leute den Titel umsonst bekommen haben. Eine Zahl in dieser Größenordnung mag man vermuten oder für plausibel halten - so wie ich weiter oben im Thread - für eine Schadenersatzforderung müsste man es aber nicht nur überzeugend begründen, sondern vor allem auch beweisen können. Allein die Tatsache, dass der Downloader den Titel sehr bald aus seinem Filesharing-Ordner entfernt haben könnte und abgesehen davon sowieso nicht dauernd online ist, dürfte die "Beweisführung" erschweren.
Mir scheint, dass die Motivation der Musikindustrie eher im Bereich "Strafe und Abschreckung" zu sehen ist. Nur: Das sind keine Aspekte bei einem zivilrechtlichen Verfahren, das wäre ein Fall für den Staatsanwalt und somit eine hoheitliche Aufgabe und keine privatwirtschaftliche... auch wenn es in Mode zu kommen scheint, dies beliebig miteinander zu vermengen. Das beginnt beim Schwarzen Sheriff in der Fußgängerzone und endet bei der GVU.
CU
Olaf