Mit einer Quelle zu der Studie in Kaiserslautern kann ich leider nicht dienen, da diese nie online gestellt wurde, allerdings mit einem Link zu einer ähnlichen Erkenntnis in einer anderen Stadt:
Link
Wobei deren Erkenntnis etwas von der in Kl abwich. Hier waren zwar mehr, aber meist weniger schwere Unfälle in Bezug auf Sachschäden bei Unfällen mit PKW eingetreten. In Bezug auf Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern ging die Zahl jedoch nach oben. Bei Studien zu dem Thema gibt es leider alle Varianten an Ergebnissen, bei vielen Studien fehlt jedoch i.d.R. ein wichtiger Aspekt:
Das Verkehrsaufkommen.
Viele Studien kommen zu dem Ergebnis, daß sich in Tempo40 und Tempo30 Zonen das Verkehrsaufkommen verringert, so weit so gut, nur gehen sie nie den Schritt weiter:
Wo landet dieser Verkehr?
Nehmen wir eine mittelgroße Stadt die einige untergeordnete Durchgangsstraßen auf Tempo40 drosselt und eine Verringerung des Verkehrsaufkommens und einen Rückgang der Unfälle in diesem Gebiet registriert. Gehen wir nun einmal von der (rechtmäßigen) Annahme aus, daß sich das Gesamtverkehrsaufkommen nicht verringert ergibt sich, daß viele Autofahrer auf andere Strecken ausweichen und diese stärker belasten. Bezieht man diese Ausweichstrecken nun in die Untersuchung mit ein, so ist der ganze, schöne, positive Effekt wieder beim Teufel.
Nicht falsch verstehen, das Ganze bezieht sich nicht auf Wohngebiete, Anliegerstraßen, Erschließungsstraßen und Spielstraßen, sondern auf städtische Durchgangsstraßen. Ähnliche Effekte gibt es auch auf Ausfallstraßen, hier kann ich nur von einem Fall aus Kaiserslautern berichten und leider auch keine Quellen präsentieren, aber eine örtlche Ausfallstraße wurde von Tempo 70 auf Tempo 50 beschränkt und das in einem Bereich ohne Wohnbebauung. In der ganzen Zeit, die ich hier wohne erlebte ich dort keinen Unfall, seit der Geschwindigkeitsbeschränkung knallt es an der Hauptkreuzung regelmäßig trotz ständiger Geschwindigkeitsmessungen.