Linux 15.064 Themen, 107.451 Beiträge

Wer fürchtet sich vor Linux

Alekom / 18 Antworten / Flachansicht Nickles

Es gibt ja ein bekannte Kindermärchenfigur. 

Der schwarze Mann.

Und die betreffende Frage lautet dann ja: Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Mann.

Alle Kinder sollten dann rufen: Niemand.

Was ich jetzt aber nicht ganz glaube. Zumindest bei Linux.

Vor paar Tagen war ich in einer großen österreichischen Buchhandlung an einem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt.

Ich stöberte halt so bei den Büchern, ging immer ein bisschen weiter, bis mir 2 junge Mädchen, scheinbar noch Schülerinnen mir entgegenkamen.

Ich nahm folgenden Gesprächsfetzen auf:

"Ich habe Linux gesehen und habe mich gefürchtet"

Exakt so! Ich dachte mir....wtf...scheinbar schon zu lange an der micro-milchflasche genuckelt, weil die man meist mit dem als Erstes in Berührung kommt und so das Gehirn präpariert wird.

Alter: man fürchtet sich vor Software! ein Betriebssystem.

Ok eventuell lassen sich geliebte Spiele nicht mehr spielen...Wäre auch gut so! 

Ich verkleinere grad die Win-Partition auf meinem Laptop...für Linux. Zunge raus

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
bei Antwort benachrichtigen
... Goedeke Michel
RW1 Alekom „Wer fürchtet sich vor Linux“
Optionen
"Ich habe Linux gesehen und habe mich gefürchtet"

Kann ich nachvollziehen! 

Jahrzehnte des Ausprobierens und Warum Linux am eigenen Wildwuchs scheitert

Ich beschäftige mich seit den frühen 80ern mit Computern und Software, bin mit CP/M und MS-DOS 1.0 groß geworden und habe wirklich jede Ära mitgenommen. Aber nach all den Jahren muss ich konstatieren: Die Linux-Welt steht sich durch ihre Zersplitterung selbst im Weg.

Das größte Ärgernis ist das völlige Durcheinander bei der Software-Installation. Als Anwender steht man vor einem Rätsel: Soll ich jetzt auf Flatpak setzen, weil es isoliert und sicher ist? Brauche ich Snaps, die mir von Ubuntu aufgedrängt werden, aber das System beim Booten ausbremsen? Oder bleibe ich bei den klassischen nativen Paketen der Distribution, die aber oft veraltet sind?Selbst bei modernen Ablegern wie CachyOS oder dem einsteigerfreundlichen Linux Mint merkt man schnell: Es gibt keinen gemeinsamen Nenner.

Anstatt dass man wie bei Windows oder macOS eine Datei ausführt und fertig, muss man erst die Philosophie der jeweiligen Distro studieren. Diese Fragmentierung ist für jeden, der einfach nur effizient arbeiten will, eine unnötige Hürde. Linux mag technisch mächtig sein, aber solange man für einfache Setups erst zum „Paket-Experten“ werden muss, bleibt es für Umsteiger aus der Apple- oder Microsoft-Welt ein frustrierendes Erlebnis.

Und das ist auch der Grund warum Linux auch nach Jahrzehnten den Desktop-Standard verfehlt, obwohl es prinzipiell alle Voraussetzungen dazu hätte den beiden "Großen" ein Bein zu stellen. 

Deshalb kann ich die Aussage der jungen Damen mit ihrem Satz 

"Ich habe Linux gesehen und habe mich gefürchtet"

durchaus nachvollziehen. 

bei Antwort benachrichtigen