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Wissen die eigentlich...

Tommy22 / 34 Antworten / Flachansicht Nickles

http://www.tagesschau.de/ausland/marco6.html

...,was sie dem Jungen antun? Ich bin nur ein Jahr älter als er, daher lässt sich erahnen, was auf Marco noch alles zukommt. Ich war zu dem Zeitpunkt in der 11. Klasse, hätte dann ja diese noch beenden und den Anfang der 12. Klasse nachholen müssen, wobei das fast unmöglich ist, da es sich um die wichtigen Abiturstufen handelt, wahrscheinlich hätte ich die beiden Schuljahre komplett wiederholen müssen. Dazu kommen ja auch noch die psychischen Schäden und und und...

Ich meine, da werden einem Jungen nicht nur die wichtigsten Schuljahre weggenommen, was erschwerend für die (berufliche) Zukunft ist, sondern auch Teile der Kindheit und alle damit verbundenen Erlebnisse, Wünsche etc.

Ich habe den Eindruck, der Türkei geht es darum ein Exempel zu statuieren bzw. dieser englischen Familie irgendetwas zu gewinnen. Selbst wenn sich die Beschuldigungen bewahrheiten, sind die derzeitigen Bedingungen und Verfahren nicht würdig oder gerecht genug.
Hey Dr. Kleiner - Ja Gordon? - Guck mal! Ist das nicht ne schöne Brechstange!? Fass sie mal an!
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Blendgranate charlie62
Ventox hulk 8150 „Habt Ihr früher immer nach dem Alter gefragt? Ja..eigentlich schon..! hat mich...“
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audax31, er hat sie ja anscheinend nach ihrem Alter gefragt.
Oder sie hat ihm von sich aus gesagt, sie sei 15.
Hätte er sich etwa ihren Ausweis zeigen lassen sollen?
Kennt ihr schon diese Seite?
http://www.hilfe-fuer-marco.de/

" Der Fall Marco W. als Chronologie

Seit über einen halben Jahr sitzt der 17-jährige Marco aus dem niedersächsischen Uelzen in der Türkei in Untersuchungshaft.


Ihm wird sexueller Missbrauch einer 13-jährigen Britin vorgeworfen.

Der Fall "MarcoW." in chronologischer Reihenfolge.



April 2007

11. April 2007:
Nach einem Discoabend landen der 17-jährige Deutsche Marco W. und die 13-jährige Britin Charlotte im Hotelzimmer der 13-Jährigen. Die Initiative zu den Zärtlichkeiten sei von dem Mädchen ausgegangen, das sich als 15 Jahre alt ausgegeben habe, so Marco W.

12. April:
Marco W. wird im Hotel festgenommen, nachdem die Mutter des Mädchens Anzeige wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs erstattet hatte.

Juni 2007

22. Juni:
Der Fall wird öffentlich, als deutsche Medien darüber berichten. Die deutsche Regierung hat die Türkei bereits aufgefordert, den 17-Jährigen bis zur Verhandlung aus der Haft zu entlassen.

25. Juni:
Nachdem Marco W. in Untersuchungshaft bleibt, setzt sich Berlin für Hafterleichterungen ein.

26. Juni:
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier spricht mit seinem türkischen Amtskollegen Abdullah Gül über den Fall - ohne konkrete Ergebnisse.

27. Juni:
Die Staatsanwaltschaft Lüneburg nimmt Ermittlungen gegen Marco W. wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch auf.

28. Juni:
Ein Gericht in Antalya verhängt eine Nachrichtensperre für das Verfahren. Der Prozess findet nicht-öffentlich statt.

Juli 2007

6. Juli:
Nach eineinhalb Stunden wird der Prozess auf den 8. August vertagt. Das Gericht lehnt einen Antrag des türkischen Verteidigers von Marco W. auf vorläufige Haftverschonung ab, der 17-Jährige bleibt in Untersuchungshaft.

20. Juli:
Die türkische Zeitung "Sabah" berichtet von einem medizinischen Gutachten, nach dem Marco W. die 13-Jährige vergewaltigt haben soll. Die Anwälte des Deutschen weisen den Bericht zurück, und auch dem türkischen Gericht liegt das Schreiben nicht vor.

August 2007

6. August:
Der 17-jährige Marco W. befindet sich laut seinem Anwalt auf einem "psychischen Tiefpunkt".

8. August:
Am zweiten Verhandlungstag sagt ein Gutachter aus, dass das Opfer Charlotte nicht vergewaltigt worden sei. Auch ein weiterer Zeuge entlastet Marco W. Der Prozess wird auf den 6. September vertagt, Marco W. muss bis dahin jedoch weiter in Haft bleiben. "Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Marco nicht auf freien Fuß gesetzt wird", so sein Anwalt Nikolaus Walther dazu.

10. August:
Es wird bekannt, dass Marco W. der 13-Jährigen einen Brief geschrieben hat, in dem er sie bittet, die Anzeige zurückzuziehen. Der 17-Jährige hatte den Brief Ende Juni im Gefängnis auf Deutsch geschrieben und an seine Mutter gesendet. Eine Freundin hatte den Text ins Englische übersetzt und an Charlotte geschickt.

11. August:
Marcos Mutter sagt gegenüber dem Magazin "Focus", dass sie Angst um das Leben ihres Sohnes hat: "Hoffentlich tut sich Marco nicht etwas an."

September 2007

6. September:
Auch der dritte Verhandlungstag ist schnell zu Ende. Das Gericht gibt ein neues Gutachten in Auftrag, der Prozess wird auf den 28. September vertagt. Ein Antrag von Marco W.s Anwälten, den 17-Jährigen bis dahin auf freien Fuß zu setzen, wird abermals abgelehnt.

27. September:
Bei einer Befragung in Manchester erhebt die 13-jährige Charlotte schwere Vorwürfe gegen den Realschüler aus dem niedersächsischen Uelzen: "Ich ziehe meine Anzeige nicht zurück. Er hat mich gegen meinen Willen vergewaltigt. Ich will, dass er hart bestraft wird."

28. September:
Der Prozess wird auf den 26. Oktober vertagt. Marco W. bleibt weiter in Haft. "In Deutschland wäre es nicht möglich, dass ein Jugendlicher so lange in Haft gehalten wird", so einer der Anwälte des 17-Jährigen.

Oktober 2007

1. Oktober:
Marcos Anwälte legen Haftbeschwerde gegen die Untersuchungshaft ein.

4. Oktober:
Die zwei Uelzener Anwälte Jürgen Schmidt und Nikolaus Walther, die von Anfang an mit dem Fall von Marco W. befasst waren, legen ihr Mandat nieder. Sie bezichtigen die Anwälte der Gegenseite der Lüge. Der von Marcos Eltern später hinzugezogene hannoversche Anwalt Matthias Waldraff sagte hingegen, die Eltern hätten den Uelzener Anwälten das Mandat entzogen, weil sie die Interessen des Jungen nicht berücksichtigt hätten.

8. Oktober:
Das Gericht in Antalya lehnt die Anfang des Monats eingelegte Haftbeschwerde ab.

26. Oktober:
Die Aussage des Opfers lag nicht zum Termin vor. Da diese aber zunächst ins Türkische übersetzt werden muss, wird der Prozess erneut vertagt. Marco W. bleibt weiter in Haft.

Das Gericht hat sich am 26. Oktober schon wieder vertagt.

Marco ist jetzt über 200 Tage in U-Haft !

Der nächste Gerichtstermin ist der 20. November.


November 2007

1. November:
Marco W.s Anwälte legen erneut Beschwerde gegen die Untersuchungshaft ein. Zudem stellen sie einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht in Antalya.

6. November:
Die Haftbeschwerde wird erneut abgelehnt. Eine Reaktion auf den Befangenheitsantrag gibt es noch nicht, die Richter haben bis zum Beginn des nächsten Verhandlungstages am 20. November Zeit, sich zu äußern.

10. November:
Die 13-jährigen Britin konkretisiert den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung. Sie sagte, sie habe Zudringlichkeiten Marcos mit einem Schlag abgewehrt. Die Frage, ob das Gericht von einer Vergewaltigung oder einem weniger schlimmen Vergehen ausgeht, wird Auswirkungen auf das Strafmaß haben. Bei einer Verurteilung wegen sexuellen Kindesmissbrauchs muss Marco im schlimmsten Fall fünf Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Schenkt das Gericht der Aussage Marcos Glauben, die Britin habe sich als 15-Jährige ausgegeben, könnte der Straftatbestand des sexuellen Verkehrs mit Minderjährigen erfüllt sein. Das Strafmaß hier: zwischen 4 und 16 Monaten Gefängnis.

16. November:
Das Gericht in Antalya wartet weiterhin auf die Aussage des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers Charlotte aus Manchester. Der Anwalt des Mädchens, Ömer Aycan, vermutet, dass sich das Verfahren bis in das kommende Jahr hinziehen werde. Marcos Anwälte kündigen eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die fortgesetzte Untersuchungshaft des Jugendlichen an.

20. November:
Erneut wurde der Prozess vertagt. Marco muss bis zum 14. Dezember in türkischer Untersuchungshaft bleiben. Dann wird das Gericht erneut zusammentreten und den Fall verhandeln, vorausgesetzt es liegt zu dieser Zeit eine Aussage Charlottes vor. Marco kann nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden, Richter Abdullah Yildiz hatte entsprechende Anträge mit dem Hinweis auf einen "dringenden Tatverdacht" und eine Fluchtgefahr bei dem deutschen Angeklagten abgelehnt. Seine Familie und Anwälte fürchten um Marcos Gesundheitszustand.


[editiert: 25.11.07, 04:03 von Admin]"

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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