Soweit richtig, Tilo.
Aber bevor die erste Betriebssystemdatei "erweckt" wird, findet nach der Initialisierung der Hardware durch das BIOS der "Weckruf" des kleinen Progrämmchens statt, welches auf den ersten 512 KB des Festplattenanfangs zusammen mit der Partitionstabelle untergebracht ist.
Das erste, was dieses Programm macht, ist, am Ende der 512KB in die Partitionstabelle nachzuschauen, welche Partition "aktiv" ist und auf welchem Sektor der Festplatte diese Partition beginnt.
Mit diesen Infos greift es dann auf (ebenfalls) festgelegte Sektoren der Bootpartition zu und ruft dort die Bootdateien auf.
Damit ist seine Arbeit getan und es zieht sich wieder vom Betrieb zurück.
Es hat keine Anweisungen einprogrammiert bekommen, wie eine Bootdatei beschaffen sein muss und es hat keine Routine mit einprogrammiert bekommen, wie es die die Festplatte zu durchsuchen hat, falls in diesem Anfangssektor keine Bootdatei gefunden werden sollte.
Dies ist auch aufgrund der weniger als 512KB großen Speicherkapazität für dieses Programm nicht unterzubringen.
Um sich vorzustellen, wie unmöglich eine eigenhändige Suche nach Bootdateien ist, muss sich nur mal vergegenwärtigen, was es nicht alles an Infos braucht, um eine Bootdatei von anderen Dateien unterscheiden zu können.
Es müsste wissen, woran es Linux erkennt, Windows, Sun, und wie sie alle heißen.
Deshalb müssen Bootdateien auf ganz bestimmte Sektoren abgelegt werden.
Sind sie auch nur um einen Sektor verschoben, scheitert das Ganze.
Gruß
Shrek3