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feiertag weg? 40h woche?

GarfTermy / 42 Antworten / Flachansicht Nickles

...alles unsinn.


denkt mal einer bitte daran, das konsum (binnennachfrage) nur dadurch entsteht, das frei verfügbares einkommen vorhanden sein muß? wo bitte soll also kaufkraft herkommen, wenn man zwar länger arbeitet, aber nicht mehr verdient?


eine folge währe, das mal wieder nur die firmen, aktionäre und andere geldsäcke sich die taschen füllen. die errungenschaften der gewerkschaften sollen in´s 19. jahrhundert zurückgedreht werden.


helfen würde zb eine steuersenkung für kleine und mittlere einkommen...


aber wenn es um gerechtigkeit geht, dann ist kapitalismus, egal mit welcher regierung, blind, taub und stumm.


;-)

The two basic principles of Windows system administration: For minor problems, reboot For major problems, reinstall
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Dat stimmt. Kolti
Der Kreislauf Nasser
Tilo Nachdenklich GarfTermy „feiertag weg? 40h woche?“
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Dem Metro-Konzern geht es auch prächtig (zu luttyy).
Die Leute, die rechnen müssen, die kaufen das Brot bei Lidl...zähneknirschend, auch wenn sie nicht mögen, wie die Manager mit den Kassiererinnen umgehen. Ein 2-Pfund-Brot kostet 0,99 Euro. Roggen-Weizen-Mischbrot, Natursauerteig. Ein paar Cent mehr würden wir auch bezahlen, wenn der Konzern nicht so das Sozialsystem belasten würde und Menschen fertig macht. Da funktioniert das Zusammenspiel von Politik, Justiz und Gewerkschaften (die kommen bei Lidl nicht rein) nicht mehr. Im Moment funktioniert der kapitalistische Wettbewerb eindeutig zugunsten vom Firmen, die rüde vorgehen. Das schadet dem Gesamtsystem.

Die Statistik wird durch High-Tech-Produkte verfälscht. Da gibt es immer mehr Leistung fürs gleiche Geld, also einen Preisrückgang. Dass das Billigstsegment abgeschafft wird (Autos), bzw. unbrauchbare Produkte liefert (zu laute PCs usw.), wird nicht berücksichtigt. Die Wirklichkeit stellt sich für die Reichen und die Armen (oder einfach kinderreiche Familien) sehr unterschiedlich dar.
Und da zahlen Leute die gleiche Kaskoversicherung, Leute die ein altes Billigstradio im Auto haben, wie Leute denen öfter mal ein Qualitätsradio geklaut wird. Das in die Versicherung eingezahlte Geld fließt also von den Armen zu den Reichen.

Es gibt auch andere Transfers, die niemanden sofort einfallen. Z.B. jagen Leute die rechnen müssen (nicht zuletzt im Computerbereich) zeitaufwändig hinter jedem Sonderangebot her, setzen unoffizielle "Arbeitszeit" (man muss es Arbeitszeit nennen) ein, um preiswert einen optimalen/ausreichenden PC zusammenzubekommen. Die Reaktion darauf sind z.B. die "durchwachsenen" Aldi-PCs...auf die z.B. auch die "Besserverdienenden" in Zeitnot zurückgreifen...ohne jemals diese "Zusatzarbeit" aufzubringen. D.h. wenn es niemand geben würde der Zeit und Notwendigkeit hat, den Wettbewerb per dezidiertem Kaufverhalten zu befördern, dann würden die Preise und Inflation (Statistik!) heftigst anwachsen. Dahinter steckt natürlich Arbeit und letztlich ein Transfer von Arbeitskraft von unten nach oben. Oder meint Ihr Schröder und Merkel und Henkel und Köhler legen sich in der Hinsicht krumm? Ob die "Leistungsträger" nun billig oder zu teuer einkaufen (lassen), sie profitieren (unentgeldlich) vom Preiskrieg den andere austragen müssen, Händler und Kunden die mit dem Cent rechnen und sich dafür noch beschimpfen lassen müssen. Da wirkt sogar noch der faulste Sozialhilfeempfänger mit und rennt den ganzen Tag entnervt herrum, wenn er nicht gerade alles klaut, was er so zum Leben braucht.

Ich finde also der Klassenkampf von oben hat ein neues Perversionsniveau erreicht. Die Leute die Eigentum angehäuft haben, wollen nun Hauspersonal für wenige Euro die Stunde. Deutsches Hauspersonal, rechtschaffende Leute aus der Nachbarschaft, die sie kennen. Leute die in der Harz IV-Falle gelandet sind.
Als Eigentümer mit Kohle und teuerer Einrichtung hat man Angst vor herumreisenden Polen. Sonst könnte der Mann, der ihnen in Schwarzarbeit den Garten aufgeräumt hat, beim nächsten Urlaub der Familie, eine Polengang vorbeischicken, die das Haus leerräumt.

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