Viren, Spyware, Datenschutz 11.232 Themen, 94.485 Beiträge

Glaubensfrage: Paket deny oder return-reset

XPectIT / 37 Antworten / Flachansicht Nickles

Diese Frage ist so alt wie das Thema Paktefilter und dennoch stelle ich sie mal (wieder).
Angesichts der vielbesprochenen Wirmen (Würmer + Viren) stelle ich mir die Frage welche Vorgehensweise besser ist.
Soll ich die Pakete verwerfen und dem Sender keine Rückmeldung geben (vermutlich die gängige Praxis gerade von DTFWs) oder fein säuberlich jeder Paket mit einem "Ich will das nicht" beantworten (wie es AFAIK dem guten Anstand des Netzwerkes entspricht).
Vorteil der 1. Weise:
Ich verbrauche keine Bandbreite um Pakete an den Sender zurück zu schicken.
Der Sender weiß nicht ob ich das Paket erhalten habe und bekommt einen Timeout.
Vorteil der 2. Weise:
Ich gehe mit der RCF konform (bitte berichtigt mich wenn ich mich irre).
Die Pakete (gerade von Tauschbörsenclients) werden meist keine 4 mal sondern nur 1 oder 2 mal geschickt.

Gruss
XPectIT

bei Antwort benachrichtigen
xafford XPectIT „Nochmal etwas genauer, da hier viele wohl denken das ich einen Rechner mit/ohne...“
Optionen

ich denke die frage muß man auch im zusammenhang mit dem betreffenden netz sehen. das internet verschmerzt es bestimmt, wenn jemand bei seinem heimlan alle pakete mit DROP stillschweigend verwirft, so lange er selbst dadurch keine kommunikationsprobleme bekommt, siehe MTAs, aktves FTP, etc.
anders sehe ich das allerdings bei routern im internet. ich kenne kaum provider, deren router z.b. icmp droppen, da es tödlich für eine fehlerdiagnose ist, bzw diese immens erschwert. wobei ich mich hier jetzt allerdings auf ICMP beziehe, da tcp und udp bei diesen routern irrelevant ist, denn bei NAT sieht das ganze ja auch noch einmal etwas anders aus. deiner router ist ja der stellvertreter für deine maskierten lan-rechner, hier kann es schon sinnvoll sein, wenn der router für sie die abweisung gewisser pakete bestätigt, bzw der außenwelt klar ist, daß hier kein diest zu erreichen ist. mal ein kleines konstruiertes beispiel:
ein user hatte kontakt mit einem webserver, geht dann offline, ohne daß der socket getrennt wurde, ein anderer kommt mit der selben IP online und der server sendet weiter. lehnt der rechner oder router des neuen users die verbindung standardkonform ab, dann wird die verbindung sauber beendet, der server spart ressourcen. antwortet er überhaupt nicht, so dauert die zurücksetzung des sockets länger und es fließen mehr datenpakete durch das netz.
im einzelfall kein problem, multipliziert man das aber, so trägt es um "hintergrundrauschen" im netz bei.
ergo meine vorgehensweise wäre ein höflicher reject, da dein router selbst ohnehin nichts zur verfügung stellt, die ablehnenden pakete meist kompakter als weitere irrläufer sind und die rechner hintendran ziemlich unerheblich sind (außer es kommt jemand mit nmap) ;o)

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
bei Antwort benachrichtigen
3 Stimmen für Reject? Teletom