Hallo weissnix!
Tut mir ja leid, wenn ich etwas zu polemisch war, aber es ist natürlich nicht ok Erlebnisse aus einem Kriegsgebiet auf eines der reichsten Länder zu beziehen, auch wenn die Differenzerfahrung schwer zu ertragen ist.
Von der Generationsgerechtigkeit her betrachtet kann ich Dir, was das Prinzip betrifft, nur zustimmen, nur die Vokabel "wir" mag ich nicht. Beispiel: Wenn ich die Ausstattung mit Rente mit der Ausstattung an Büchern an den Uni-Bibliotheken vergleiche, so sieht es katastrophal aus. Und da lassen sich viele andere Beispiele finden. Ursache: Die Parteien waren für sichere Wählerstimmen immer schon für jede Ungerechtigkeit zu haben.
Worauf ich meinerseits hinaus wollte: Eine Gesellschaft, die zuviel Ungleichheit zulässt, wird unproduktiv. Der vielgeschmähte Konsumterror wird doch arg begrenzt. Schröder in seiner oft wenig intellektuellen Art, vergisst was seine "Reformen" bewirken. Wenn das soziale Netz nicht mehr hält, werden die Leute ihr Geld zusammenhalten wie noch nie zuvor, der Wirtschaftsprozess wird abgewürgt. Nichts wirkt schockierender als diese Demontage, insgeheim sogar noch auf die Leute, die von ihr profitieren.
Auch die Komplizierung ist eine Zumutung und dass nun jeder seinen individualisierten Kampf führen muss:
Während man es beim Steuerrecht schon eingesehen hat, dass es zu kompliziert ist, aber eine Besserung nicht mehr schafft, ist man dabei, bei Gesundheitsversorgung und Arbeitslosenversicherung ein ähnliches Chaos zu schaffen. Das kommt spätestens, wenn sich die Gerichte mit einzelnen Unzuträglichkeiten beschäftigen müssen.