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Versteckspiel vieler Anbieter - Rechtswidrig!

schuerhaken / 23 Antworten / Flachansicht Nickles

Vor einiger Zeit beschwerte sich ein Nickles.de-User, dass er keinen 
telefonischen Kontakt zu AMAZON fand, um einen Garantiefall zu melden. 
In einem anderen Thema zu "Gettyimages" stellte sich (für mich!) heraus, 
dass der Anbieter allem Anschein nach kein vom TMG vorgeschriebenes 
Impressum auf seiner Webseite (erst recht nicht in der vorgeschriebenen 
Form) anbot. 

Was bei vielen Anbietern auch auffällt: 
Sie bieten keine Email-Adresse an, damit man sie kontaktieren kann, 
sondern nur ein "Kontakt-Formular"
Das ist rechtswidrig! 
Bei GOLEM stieß ich auf eine Meldung, die das sehr eindeutig belegt. 
Wer auf seiner Internetseite Waren oder Dienstleistungen anbiete, so 
berichtet GOLEM, müsse eine E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme 
angeben. Es reiche nicht, heißt es, nur ein Kontaktformular bereitzustellen,
weil der Nutzer die Aussendung nicht wirklich kontrollieren könne. 
Das Kammergericht Berlin habe so entschieden (Aktenzeichen: 5 U 32/13).
Das habe die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Das Urteil sei schon am
7. Mai 2013 gefällt worden, wurde aber erst jetzt bekannt.

Vor über einem Jahr also erfolgte dieser Richterspruch. Er scheint aber 
nicht sehr viel bewirkt zu haben. Denn das Versteckspiel vieler Anbieter, 
um sich "lästige" Nutzernachfragen vom Halse zu halten, geht lustig weiter. 

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Weiterführend HIER und HIER (Urteil).

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schuerhaken Ralf103 „soweit ich weiß, bedeutet 5.2 sofortige Kontaktaufnahme in ...“
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Wie kann jemand eine Domain im Internet haben ohne ein automatisch auch vorgegebenes elektronisches Postfach? 

Es gilt sogar als verpflichtend, in "angemessenen" zeitlichen Abständen das Email-Postfach durchzusehen und dabei auch einen etwa vorhandenen Spam-/Junk-Ordner darauf hin zu kontrollieren, ob er versehentlich wichtige persönliche Nachrichten enthält. 

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