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Seltsame Probleme beim Installieren eines XP Prof

asj / 32 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo liebe Nickles-Gemeinde,

meine Pechsträhne reißt nicht ab. Ich habe mir nun einen komplett neuen Rechner zugelegt (GA-EP31-DS3L, e8500, 3 gig Ram, HD4870, 500 GB Hitachi HDD) und versuchte heute, Windows zu installieren. Das von Gigabyte mitgelieferte Startsystem machte erst einmal Spacken. Manchmal konnte ich nach nicht die Bootauswahl treffen, manchmal bootete der Rechner von allein auf der HDD und fand natürlich kein Windows vor, worauf er entweder automatisch neustartete oder sich aufhängte.
Hatte ich's mal geschafft, von einem der beiden Laufwerke (Multibrenner und DVD-Laufwerk) zu booten, begann folgendes: Mein einwandfreies (erst unlängst auf den Rechner eines Familienangehörigen aufgespieltes) XP Prof hängte sich manchmal während dem Ladevorgang auf (Datei: Kerneldebugger.dll), manchmal folgte bei folgenden Ladeschritten eine Fehlermeldung, die entsprechende Datei sei beschädigt. Einmal folgte die Fehlermeldung, es sei "Fehlercode 7" aufgetreten. Ich durfte einmal auch einen Bluescreen mit dem Fehlercode "Page Fault In Nonpage Area" bestaunen, eine .sys-Datei wurde als Ursache genannt (welche weiß ich leider nicht mehr). Ich griff in meiner Not auf mein altes XP Home zurück, das mal nicht bootete, sich mal aufhing, oder aber, alle Vorinstallationsschritte fehlerfrei abnudelte und dann einen Schwarzen Bildschirm aussandte.
Weil das Bios es mir nicht einfach machte, in der einfachen Vorauswahl per DVD-Laufwerk zu booten, änderte ich die Boot-Prioritätenreinfolge aufs DVD-Laufwerk. Beim nächsten Versuch gingen wieder alle Vorinstallationsschritte reibungslos vonstatten, doch dann folgte erneut ein Bluescreen: "Stellen Sie sicher, dass auf der Festplatte genug Speicher vorhanden ist".
Seit der Rückgängigmachung der Bootreihenfolge geht gar nichts mehr.

Einzige mögliche Fehlerquelle (beide XP-Varianten sind Originale, funktionieren andernortens einwandfrei): Der Händler hatte begonnen, ein XP aufzuspielen, brach dann aber die Installation ab, weil ich meine Serial nicht parat hatte (das heißt: Bei der Erstinstallation eines XP Home beim Händler lief alles bis hin zur Endinstallation problemlos). Kann es damit zusammenhängen und wenn ja, was lässt sich dagegen tun?

Ich bin gelinde gesagt verzweifelt und wäre für jede Hilfe außerordentlich dankbar.

shrek3 asj „Danke für die umfangreiche Hilfe! Könnte der Ram jetzt Schaden nehmen oder das...“
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Eine CHKDSK (/P und /R) meldete "mindestens einen nicht behebbaren Fehler". Spielt das eine Rolle?

Durch die Abstürze können immer Dateien beschädigt werden, was zu diesem Ergebnis des Scandisks führt.

Natürlich kann so etwas auch durch eine defekte Festplatte ausgelöst werden - angesichts der zahlreichen anderen Fehler und der Aussagen von Gigabyte und Teamgroup ist der RAM aber eindeutig die 1. Wahl.

Ferner, warum funktionieren die Reigel eigentlich recht gut mit Ausnahme des (hoffentlich nur bisher) einen Fehlers, sprich, warum geht es mal und mal nicht?

Inkompatibilität hat fließende Grenzen.
Im krassesten Fall wird der RAM noch nicht einmal vom BIOS erkannt.
Dann kommt die Stufe, dass er zwar erkannt wird, aber schon beim Hochfahren laufend BlueScreens erzeugt werden.

Das setzt sich immer weiter fort - bis hin zu gelegentlichen Abstürzen, die man gar nicht unbedingt mit dem RAM in Verbindung bringen würde.
Ein sehr schönes Beispiel dafür ist dieser Thread:
http://www.nickles.de/static_cache/538445964.html

Und dann gibt es noch die versteckteste Variante der Inkompatibilität - sie endet noch nicht einmal in einem BlueScreen, sondern äußert sich in gelegentlich hakelig arbeitenden Programmen, dass eine bestimmte Programmfunktion mitunter nicht aufrufbar ist, ein Brennvorgang scheitert oder in einer nicht ganz sauber abgeschlossenen Programminstallationen.

(Anmerkung: Natürlich gibt es auch andere Ursachen, weshalb z.B. ein Brennvorgang scheitert - das ist jetzt aber nicht das Thema. Es macht die Sache dann aber noch versteckter, weil niemand in so einem Fall den RAM auf der Rechnung hat.)

Dies passiert, weil bei jedem Vorgang Daten von der Festplatte in den RAM geschrieben und auch wieder ausgelesen werden.
Ist der RAM nicht 100% kompatibel, wird es immer wieder mal passieren, dass ein Bit falsch hineingeschrieben und/oder falsch ausgelesen wird, wodurch es eben zu diesen meist nicht reproduzierbaren Fehlern kommt.

Kritisch ist es, wenn so etwas bei Programminstallationen passiert - da verewigt sich ganz schnell ein Fehler.

Ich möchte zu gerne mal wissen, wie viel Prozent der "unerklärlichen Windows-Fehler" in Wirklichkeit nur darauf zurückzuführen sind.

In Zukunft den RAM immer nur nach der Kompatibilitätsliste des Mainboard-Herstellers auswählen oder diesen Glossareintrag benutzen: RAM-Kompatibilitätsliste

Gruß
Shrek3