Hallo zusammen!
Den Film habe ich heute gerade zum zweiten Mal gesehen, Programmkino an der Ecke macht's möglich... sehr sehr eindrucksvoll, auch bedrückend und ziemlich traurig gegen Schluss, und alles so nah - ich kann jedem empfehlen, der ihn noch nicht gesehen hat, hinzugehen wenn noch eine Gelegenheit kommt.
Jetzt aber etwas ganz anderes.
Im Film ist mehrfach zu sehen, wie Stasi-Mitarbeiter Sicherheits(!!)schlösser an Haus- und Wohnungstüren öffnen. Dazu bedienen sie sich eines kleinen Gerätes, einer Art Bohrer. Er arbeitet irrsinnig schnell (nur wenige Sekunden pro Sicherheitsschloss), verursacht keine sichtbaren Beschädigungen und geht ziemlich geräuscharm zu Werke.
Frage an die Techniker/Heimwerker/Bastler unter euch: Geht das im wirklichen Leben etwa genau so einfach?? Ich war doch ein bisschen entsetzt über die vermeintliche Leichtigkeit, mit der man in durch Sicherheitsschlösser wirklich gut gesicherte Wohnungen einfach so "hineinspazieren" konnte.
Man bedenke außerdem: Der Film spielt in der DDR 1984/1985, technisch war man also auch noch nicht auf dem Stand von heute.
CU
Olaf
Off Topic 20.165 Themen, 223.774 Beiträge
Technisch war die DDR immer dann auf Weststandard, wenn man sie wollte/brauchte.
Es gab zwar verschiedene Ost- Embargos, so durften bestimmte Elektronikbauteile generell nicht dorthin exportiert werden. Deswegen waren z.B. Steuerungen für Werkzeugmaschinen aus der DDR noch mit Relais während im Westen alles bereits mit Siemens, Fanuc oder Heidenhain lief. Wollte man z.B. ein Bearbeitungszentrum da hin exportieren, mußte die Maschinensteuerung abgepeckt werden, damit bestimmte Elektronik-Bausteine nicht drin waren.
Aber wo ein Wille, war auch ein Weg und Herr Schalck-Golodkowski mit seiner KoKon (ein Stasi- Unternehmen) beschaffte es.
So bestimmt auch die im Film eingesetzten Schloßöffner.
Greetings
miro
