Hallo Olaf,
ich habe nur sehr verkürzt (unter Auslassung der jeweiligen Gesprächsinhalte mit dem Kunden) meine Bedenken geäußert.
Gemeint ist: wenn beim Kunden eine Neuinstallation überhaupt nicht angesagt ist, weil er z.B. wegen einer defekten Grafikkarte gekommen ist, kann ich ihm nicht pauschal zum SP2 raten.
Und jetzt kommt noch folgendes hinzu: es ist leider so, dass die Mehrheit der Kunden wenig bis gar keine Ahnung von der Materie hat. Dafür haben sie erstaunlich oft aber erste Erfahrungen mit Leuten gemacht, die mit Halbwissen PC-Fehler nur verschlimmbessert haben.
Eine Mischung, die mich vorsichtig werden lässt.
Gerade im Erstkontakt mit dem Kunden gehe ich diesbezüglich keine unkalkulierbaren Risiken ein.
Ich will sie erst mal von meinen Fähigkeiten überzeugen - und das kann ich nicht, wenn gleich die Premiere in die Hose geht.
Dies hindert mich allerdings nicht daran, sie über die Sicherheitsbedenken deutlich zu informieren. Ich stelle die Gefahr des Scheiterns allerdings so dar, dass sie nach Möglichkeit es nicht meiner angeblichen "Inkompetenz" in die Schuhe schieben können, wenn diese Aktion schiefläuft.
Es ist ein Balanceakt, bei dem es mehrere Aspekte unter einen Hut zu bringen gilt.
Dazu gehört auch ein gewisses Gespür dafür, was für ein Mensch mein Gegenüber ist.
Und natürlich ist objektive Aufklärung bei manchen Kunden auch gleich zu Beginn der Geschäftsbeziehung im vollem Umfang möglich.
Ich sehe aber nicht ein, weshalb ich mich nicht vor Leuten schützen soll, die ich zwar (objektiv gesehen) genau richtig aufgeklärt habe, die aber so gestrickt sind, dass sie mich für das Scheitern dennoch verantwortlich machen - gemäß dem Motto:
Hätte der mich nicht auf das SP2 aufmerksam gemacht, wäre all dies nicht passiert.
Gruß
Shrek3