Off Topic 20.147 Themen, 223.569 Beiträge

Nächste Firma vom Einkauszettel gestrichen

Nörgler / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Angesichts dieser "netten" Nachrichten wird mit BenQ die nächste Firma vom Einkaufszettel gestrichen.

Gut, ich würde eh keine Notebooks, TFTs oder gar Handys dieser "feinen" Firma kaufen, die mit Siemens gemeinsame Sache macht und mehr als 3000 Arbeitsplätze einfach mal so killt.

Siemens bei der Geschichte zu unterstellen, sie hätten das alles nicht gewollt oder gar vorhergesehen ...
Wer's glaubt, der kann ja direkt wieder mit der Trommel um den Weihnachtsbaum laufen.

Auch und gerade deshalb mal wieder:

Armes Deutschland!
bei Antwort benachrichtigen
OWausK Nörgler „Aber man sollte doch langsam merken, wenn genau diese Firmen, ob wir uns jetzt...“
Optionen

Versteh mich nicht falsch!

BenQ hat Siemens wegen Patenten und der Namensrechten gekauft. Nicht um 3000 Leuten Arbeit zu geben.
Das ist wie bei Grohe, dem Bad-Armaturen Hersteller. Heuschreckenmentalität.
Etwas aus Deutschland mitnehmen und die Leutz hier auf die Strasse setzen...


Das schlimme ist aber, wir sind es selbst schuld. Bis zu einem gewissen Punkt hat z.B. Josef Ackermann einen fantastischen Job gemacht: Der hat die Deutsche Bank so gut aufgestellt, wie nie zuvor. Das er dann gleichzeitig Stellen streicht ist eine andere Diskusi...
Aber was hat er gemacht? Das, was 80% der Unternehmen in Deutschland fehlt: Ein stabile Aufstellung am globalen Markt. International ist Deutschland ein Schlaraffenland: Billig Unternehmen kaufen, billig besser aufstellen, kurzzeitig richtig Kohle machen und anschließend teuer verkaufen. Der Käufer fällt jetzt richtig auf die Schnauze, weil er merkt, das ihm die Kosten weglaufen. Also: ab nach Asien, Leutz in Deutschland auf die Strasse.

100fach so geschehen.

Und vor diesem Hintergrund sind zwei Dinge entscheidend:
Erstens, unsere "Manager" sind ihr Geld nicht wert. Sie machen keinen guten Job. Von 20.000 Leuten 5.000 zu entlassen und das Unternehmen sehr viel besser aufzustellen, ist ein guter Job und sichert 15.000 Arbeitsplätze. Aber 5.000 zu entlassen und anschließend wegen Unrentabilität zu verkaufen oder feindlich übernommen zu werden, auf dass die 15.000 auch ihren Job verlieren, das ist leider Realität.
Zweitens, ob Hatchfond oder Unternehmen, der Verbraucher könnte boykottieren. Er tut es aber nicht, denn jeder ist sich selbst am nächsten.
Es gibt noch heute eine Unzahl Amerikaner jüdischer Glaubensrichtung, die aus bekannten Gründen deutsche Produkte boykottieren. Die schaffen etwas über 60 Jahre, was bei uns nicht mal einen einzigen Tag klappen würde...

...und deshalb:

Armes Deutschland.


PS: Ich kaufe Trigema Polo-Shirts. Ich weiss warum, es nicht nur die Qualität.

Nicht die Probleme die wir haben belasten uns, sondern die Gedanken, die wir uns darüber machen!
bei Antwort benachrichtigen