Moin Namensvetter,
hast du das eBay-Käuferschutzprogramm schon durchgezogen? Zumindest bleibt der Verlust dann auf EUR 25,- beschränkt (sofern es sich der Verkäufer nicht noch anders überlegt), aber, was meiner Meinung nach viel wichtiger ist, machen das zwei, drei Leute und der Verkäufer wird von eBay rausgeschmissen. Auch eine Meldung wegen Verstoßes gegen die eBay-AGB wären vielleicht noch zu überlegen, da der Verkäufer ware verkauft (hat), die er nicht am Lager hatte. Verbessert zwar nicht im Geringsten deine Rechtsposition, es könnte (die Betonung liegt auf "könnte") allerdings sein, daß auch dies eBay leichter dazu ermuntert, auf einen Verkäufer zu verzichten - natürlich ohne jede Garantie, denn der alte Spruch "Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand" müsste strenggenommen "Vor Gericht, vor eBay und auf hoher See..." lauten
Die Bewertungen selbst gehen eBay erfahrungsgemäß am A.....llerwertesten vorbei.
Eins könnte man noch versuchen, ist ein klein wenig Pokerspielen, überleg es dir einfach mal: Vielleicht kannst Du den Verkäufer damit noch überreden, mit Verzicht auf die negative Bewertung (das geht auch nachträglich, Rücknahme im beiderseitigen Einverständnis) dir doch noch dein Geld zu überweisen.
Falls Du auch mal bei eBay was verkaufen möchtest, würde ich noch einen zweiten Account anlegen, den du dann nur dazu verwendest. Behalte deinen jetzigen Account als reinen KAUF-Account, da interessieren negative Bewertungen zukünftige Verkäufer praktisch überhaupt nicht (oder nur im Ausnahmefall, falls sie überhand nehmen und alle von Verkäufern stammen - kommt ja eher seltener vor).
Jürgen
NACHTRAG: Und denk mal über eine Strafanzeige wegen Betruges nach. Das kostet nur noch einmal Porto an die Staatsanwaltschaft (oder einen Besuch bei der nächsten Polizeidienststelle). Mag zwar gut sein, daß das Verfahren eingestellt wird, aber da es kein Geld kostet, kann man so wenigstens noch ein wenig seinen Frust abbauen - vielleicht bringt's ja auch was.
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