Hallo zusammen!
Das ein oder andre Mal ist auf diesem Brett über den Islam diskutiert worden. Dabei wurde gelegentlich die Forderung laut, in Deutschland lebende Moslems sollten doch einmal klar Stellung beziehen gegen die terroristischen Anschläge religiös motivierter Fanatiker.
Dieser Forderung stehe ich mit eher gemischten Gefühlen gegenüber. Mir scheint, dass einige nicht scharf genug zwischen Islam und Islamismus trennen. Das ist aber ein himmelweiter Unterschied. Rechtfertigen sollten sich Menschen wenn, dann nach meiner Auffassung nur für Dinge, die sie selbst zu verantworten haben - nicht aber für das, was andere tun, wenn eine Verbindung lediglich aufgrund gleicher ethnischer oder religiöser Gruppenzugehörigkeit herzustellen ist.
Dennoch finde ich es positiv, wenn Moslems in Deutschland in die Offensive gehen - gegen Terror und Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben. Die große Demonstration in Köln vor kurzem war ein Beispiel dafür. Nun findet diese Tage inder Hamburger Innenstadt eine Mahnwache statt: Noch bis Heiligabend gibt es jeweils dienstags und freitags vor der Petri-Kirche/Mönckebergstr. einen Informationsstand, wo in Hamburg lebende Moslems mit Passanten diskutieren und Prospekte der "SCHURA - Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V." verteilen. Im Prospekt heißt es unter anderem:
In mehreren Verlautbarungen haben wir Muslime [...] den Terror verurteilt und den Versuch, ihn religiös zu begründen, als vom Grundsatz her falsch und als unislamisch[!] dargestellt. [...] Heute möchten wir noch einmal ausdrücklich klarstellen:
Wir Muslime distanzieren uns vom Terror in jeglicher Form, sei es der am 11. September, der Anschlag in Madrid oder das Geiseldrama von Beslan. [...] Islam bedeutet Frieden.
Und an anderer Stelle:
Wir bekennen uns zur demokratischen Grundordnung und sehen hierin keinen Widerspruch zu den Prinzipien und Lehren unseres Glaubens. Als Bürger dieser Gesellschaft, in Anbetracht der Grundsätze der Menschenrechte und Demokratie [...], besteht für uns keine Unvereinbarkeit zwischen Grundgesetz und Scharia.
Unabhängig davon, wie man zur multikulturellen Gesellschaft steht, ob man sie liebt oder hasst oder nur ein gleichgültiges Schulterzucken dafür übrig hat:Die Begegnung mit muslimischen Nachbarn und Kollegen, Mitschülern und Kommilitonen, Dönerladenbesitzern und Gemüsehändlern ist, zumindest in Großstädten und Ballungsräumen, ein Stück unseres Alltags geworden. Man kann diesen Alltag friedlich, menschlich und unaggressiv gestalten, wenn man es will - einen Beitrag dazu müssen beide Seiten leisten.
Mir hat die Arbeit dieser Mahnwache gut gefallen, diese Leute sind engagiert und mutig. Sie haben viel getan gegen unnötige Vorbehalte, Schwarzweißmalerei und Klischeevorstellungen und für eine bessere Verständigung zwischen Moslems und Nicht-Moslems.
Ich poste das hier der Information halber und natürlich auch, weil ich an euren Meinungen interessiert bin und - da mache ich aus meinem Herzen keine Mördergrube - weil es mich bewegt.
CU
Olaf
Off Topic 20.377 Themen, 226.248 Beiträge
.........da sich der Thread geändert hat und mir diese Thema am Herzen liegt hier ein "Minikurs" betr. Islam........lohnt zu lesen!
http://www.evangelium.de/weltmission/religion/islam/minikurs/minikurs.htm
und hier noch:
der Koran und seine christlichen "Einflüsse"
"Jesus Christus ... geboren von der Jungfrau Maria" - diese Worte des
Apostolischen Glaubensbekenntnisses unterstreicht der Koran in seinen
Aussagen über die Geburt Jesu ganz deutlich.
In Sure 3,45-49 sowie in Sure 19, 16-21 lesen wir, wie der Koran die
Ankündigung der Geburt Jesu darstellt; was er über die Geburt selber zu
sagen weiß, finden wir in Sure 19, 22-35. - In unserer Darstellung
folgen wir Sure 19,16-35.
Sohn der Jungfrau Maria
Maria hat sich von ihrer Familie zurückgezogen; da sendet Gott einen
Engel (wörtlich: "unseren Geist"; in Sure 3,45 sind es mehrere Engel) zu
ihr in Gestalt eines Mannes, der sich ihr als Gesandter Gottes vorstellt
und ihr die Geburt eines "lauteren Jungen" ankündigt. Ähnlich wie im
Neuen Testament fragt Maria: "Wie sollte ich einen Jungen bekommen, wo
mich kein Mann berührt hat?" Sie erhält die Antwort: "Dein Herr sagt: Es
fällt mir leicht" - Wenn Gott etwas beschlossen hat, kann er es auch
ausführen.
Jesus wird im Koran als "Sohn der Maria" bezeichnet, um zu betonen, daß
er keinen menschlichen Vater hat, sondern einem Wunder Gottes sein Leben
verdankt.
Geschöpf Gottes
In Sure 3,47 wird das noch deutlicher ausgedrückt: "Das ist Gottes Art.
Er schafft, was er will. Wenn er eine Sache beschlossen hat, sagt er zu
ihr nur: sei!, dann ist sie." - Durch das Wort des allmächtigen
Schöpfers wird in Maria ein menschliches Wesen geschaffen. Sure 3,59
betont, daß es sich mit Jesus ähnlich verhält wie mit Adam; auch zu
diesem sagte Gott nur: "Sei!" und da war er.
Die Jungfrauengeburt ist nach dem Koran lediglich eine Demonstration der
Macht Gottes. Sie ist nicht ein zeichenhafter Hinweis auf einen
besonderen, für menschliche Sinne nicht wahrnehmbaren Vorgang von
heilsgeschichtlicher Bedeutung: daß das ewige Wort Gottes "Fleisch" wird
(Joh 1,14); daß der Sohn Gottes, der von Ewigkeit her in göttlicher
Gestalt war, menschliche Gestalt annimmt (Phil 2,6+7).
@ Charlie62 nüt schlächt........megarofl..... zur Strafe 10 Jahre *jeden* Tag Eisbein
mit Sauerkraut!......:-)
und nochmal, ich halte den Islam nicht für eine das Christentum + deren Werte gefährdende Religion, sondern für eine - leider eben ein größeres Proletariat vertretende (+ daraus foldende "Neben"erscheinungen) - ganz normale Religion.
Gruß
NANÜ
