Hallo zusammen!
Das ein oder andre Mal ist auf diesem Brett über den Islam diskutiert worden. Dabei wurde gelegentlich die Forderung laut, in Deutschland lebende Moslems sollten doch einmal klar Stellung beziehen gegen die terroristischen Anschläge religiös motivierter Fanatiker.
Dieser Forderung stehe ich mit eher gemischten Gefühlen gegenüber. Mir scheint, dass einige nicht scharf genug zwischen Islam und Islamismus trennen. Das ist aber ein himmelweiter Unterschied. Rechtfertigen sollten sich Menschen wenn, dann nach meiner Auffassung nur für Dinge, die sie selbst zu verantworten haben - nicht aber für das, was andere tun, wenn eine Verbindung lediglich aufgrund gleicher ethnischer oder religiöser Gruppenzugehörigkeit herzustellen ist.
Dennoch finde ich es positiv, wenn Moslems in Deutschland in die Offensive gehen - gegen Terror und Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben. Die große Demonstration in Köln vor kurzem war ein Beispiel dafür. Nun findet diese Tage inder Hamburger Innenstadt eine Mahnwache statt: Noch bis Heiligabend gibt es jeweils dienstags und freitags vor der Petri-Kirche/Mönckebergstr. einen Informationsstand, wo in Hamburg lebende Moslems mit Passanten diskutieren und Prospekte der "SCHURA - Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V." verteilen. Im Prospekt heißt es unter anderem:
In mehreren Verlautbarungen haben wir Muslime [...] den Terror verurteilt und den Versuch, ihn religiös zu begründen, als vom Grundsatz her falsch und als unislamisch[!] dargestellt. [...] Heute möchten wir noch einmal ausdrücklich klarstellen:
Wir Muslime distanzieren uns vom Terror in jeglicher Form, sei es der am 11. September, der Anschlag in Madrid oder das Geiseldrama von Beslan. [...] Islam bedeutet Frieden.
Und an anderer Stelle:
Wir bekennen uns zur demokratischen Grundordnung und sehen hierin keinen Widerspruch zu den Prinzipien und Lehren unseres Glaubens. Als Bürger dieser Gesellschaft, in Anbetracht der Grundsätze der Menschenrechte und Demokratie [...], besteht für uns keine Unvereinbarkeit zwischen Grundgesetz und Scharia.
Unabhängig davon, wie man zur multikulturellen Gesellschaft steht, ob man sie liebt oder hasst oder nur ein gleichgültiges Schulterzucken dafür übrig hat:Die Begegnung mit muslimischen Nachbarn und Kollegen, Mitschülern und Kommilitonen, Dönerladenbesitzern und Gemüsehändlern ist, zumindest in Großstädten und Ballungsräumen, ein Stück unseres Alltags geworden. Man kann diesen Alltag friedlich, menschlich und unaggressiv gestalten, wenn man es will - einen Beitrag dazu müssen beide Seiten leisten.
Mir hat die Arbeit dieser Mahnwache gut gefallen, diese Leute sind engagiert und mutig. Sie haben viel getan gegen unnötige Vorbehalte, Schwarzweißmalerei und Klischeevorstellungen und für eine bessere Verständigung zwischen Moslems und Nicht-Moslems.
Ich poste das hier der Information halber und natürlich auch, weil ich an euren Meinungen interessiert bin und - da mache ich aus meinem Herzen keine Mördergrube - weil es mich bewegt.
CU
Olaf
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"...Mir hat die Arbeit dieser Mahnwache gut gefallen, diese Leute sind engagiert und mutig. Sie haben viel getan gegen unnötige Vorbehalte, Schwarzweißmalerei und Klischeevorstellungen und für eine bessere Verständigung zwischen Moslems und Nicht-Moslems. ..."
das finde ich auch absolut richtig.
;-)
Aber wie sieht es mit der Glaubwürdigkeit der Organisatoren solcher Demonstrationen aus?
http://www.ndrtv.de/panorama/archiv/2004/1125/muslime.html
Hallo Olaf19,
geh mal davon aus, dass die "rechtschaffenden Muslims" bestenfalls temporär taktische Zugeständnisse machen, um letztendlich weiter zu kommen. Der Islam ist eine schreckliche Religion (wie die meisten Religionen) und hat das Mittelalter nicht überwunden. Auch das Christentum kann jederzeit zum Mittelalter zurückkehren, man braucht sich nur in den USA den Bibelgürtel anschauen. Die wollen doch Darwin im Biologieunterricht verbieten lassen.
Nach Stalinismus und Faschismus, Pol Pot usw. geht man merkwürdig milde mit den Religionen um. Man vergisst viel zu leicht, dass für den Katholizismus die Erde erst seit neuestem ein Kugel ist und dass in evangelischen Kirchen schon vor der Machtergreifung der Nazis für den Faschismus gepredigt wurde. Eine neue germanische Bibel sollte her, ohne das Alte Testament mit diesen schrecklichen Juden.
Tatsächlich war die ruinös-rückschrittliche Macht der Religion im revolutionären Rußland, in der Türkei oder in China nur durch äußerste Brutalität zu brechen. Mit Demokratie und guten Zureden war das nicht möglich. D.h. die heutige einigermaßen verträgliche und nützliche Präsenz der Religion ist ein hart erkämpfter (und erlittener) Sonderfall, erst nach 30-jährigem Krieg und der Abschaffung der Könige von Gottes Gnaden. Jetzt erst ist Toleranz zwischen Gläubigen und Ungläubigen einigermaßen gegeben. Die Kirchen tun so, als wäre das, was ihnen vor allem auch ungläubige aufgeklärte Menschen abgekämpft haben - die Toleranz - ihr Verdienst und zeigen gern mit dem Finger auf die Anderen.
Wollen wir dem Islam jetzt auch noch ein paar Jahrhunderte geben, ihn hübsch tolerant groß werden lassen und mit ihm ringen - ein paar große Kriege mit islamischer Bombe - damit er sich die Hörner auf unsere Kosten abstoßen kann, bis wir ihn endlich bändigen? Bei allen Fehlern, die die Europäer hinter sich haben, eine Perspektive wäre das nicht.
Die Moslems mögen gegen Gewalttaten demonstrieren, spontan oder ferngesteuert, sie sollen sich zeigen, natürlich! - Beruhigt bin ich allerdings erst, wenn sich alle integrieren, beispielsweise türkische Mädchen an Klassenfahrten teilnehmen. Ein Großteil sollte der Religion abschwören, das ist in neutralem Umfeld schlicht eine Frage der Aufklärung und einer intakten Psychologie, dass ein hoher Prozentsatz der Menschen sich nicht mit Religion belastet bzw. entlastet. Der Rest sollte ein wenig demütig die Religion (= die Unlogik) als stille Privatangelegenheit betrachen, wir brauchen keine aufdringlichen stolzen Heiligen.
Ich will keineswegs Moscheen und den Ruf des Muizins verbieten, so meine ich das nicht. Aber das Kopftuch, der terroristische Krawallfeudel muss weg. In dem Augenblick, wo die christliche Nonnentracht zur Terroruniform würde, wäre das ja auch ihr Ende. Diese Sorte Konsequenz muss herrschen, der Islam und auch andere Religionen sind hier nicht der Herr im Hause.
Es ist nicht ne Frage des Wohlfühlens in einer bunten Stadt, sondern wir haben es mit unbelehrbaren Menschen zu tun.
Wow...kann mich Deiner Meinung nur anschließen.
Religionsfreiheit sollte in meinen Augen eine ganz neue Bedeutung bekommen.
Außerdem ist in meinen Augen der Islam zu stark mit Politik verknüpft.
Langsam sollte mal Schluss sein mit den ganzen Sekten. Ich kann/könnte über Religionen nur in einem Punkt etwas Gutes sagen. Und das sind die Werte die sie vermitteln
wollen
. Z.B. Familie. Das kommt mir in unserer Ellbogengesellschaft etwas zu kurz.MfG AsH
PS: Ist der Bibelgürtel die Organisation die jetzt auch in den Irak Missionare entsendet? Hatte mal ne Doku im Ersten gesehen. Da haben die mal solche Psycho-Christen gezeigt. Anscheinend haben die genau wie die Ölmultis auch nicht wenig Geld. Wohl auch nen Grund warum Bush so brav in die Kirche geht.
Der Bibelgürtel ist eine geographische Region, der mittlere Westen der USA. Dort sind die verschiedensten Organisationen recht stark. Was das für Leute sind, wird in dem Hollywood-Spielfilm über Larry Flynn, Hustler-Herausgeber, recht deutlich. Diese Christen sind Tag und Nacht "erweckt" und jauchzen und verlocken. Es sind die Sorte Menschen die Huckleberry Fin (Romanfigur, Mark Twain) sagen lassen, dass er nicht in den Himmel möchte, in der Hölle treffe man sicherlich die interessanteren Menschen.
Tilo ich bin zwar auch Atheist, aber religion perse als schädlich zu verurteilen halt ich für falsch ;)
Religion gibt vielen allein gelassenen oder Leuten die mit einen schweren Schicksal kämpfen Hoffnung. Und Hoffnung ist Lebenskraft, Motivation etc.
Es mag "Opium fürs Volk sein" aber wenn das Opium als Starke "seelische" Stütze mit kaum Nebenwirkungen, ist es doch fasst "medizinisch" sinnvoll ;)
Gut gesagt!
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Ein wenig Philosophie führt den Menschen zum Atheismus hin. Doch die Philosophie in ihrer ganzen Größe führt den Menschen zu Gott.
Francis Bacon
Ist es nicht vermessen, zu glauben, mit dem bischen Wissen, das man hat, eine so ungeheuere Komplexität überschauen zu können, um zu sagen, es sei definitiv keine göttliche Kraft vorhanden?
Hawkins in seiner Jugendzeit ausgenommen, gibt es kaum Atomwissenschaftler von Rang, die nicht gläubig geworden sind. Die also abgekommen sind vom reinen Materialisumus, gerade diejenigen also, die Materie bis ins kleinste erforschen.
Bin aber kein Proselytenmacher, sogar aus der Kirche ausgetreten, mag jeder glauben, wie er will, mir egal. Ich finde es nur überheblich, wenn ein Mensch glaubt, er könne solche Dinge definieren, es ist einfach zu transzendental.
Sowas ähnliches wollt ich eigl. auch mit reeinbringen da Glaube anfängt wo wissen aufhört^^
Und ohne diesen Selbstbeschiss könnte wir gar nicht mit der Informationsflut klarkommen, mit der wir immer konfrontiert sind. Und jede benutzt da halt ein anderes gedankliches Modell
Hi Thilo,
also da könnte man einen halben Roman schreiben, alleine über die verschiedenen Glaubensrichtungen im Islam.
Nicht nur Sunniten (Mehrheit) + Schiiten http://www.evangelium.de/weltmission/religion/islam/minikurs/schiiten.htm
sondern die beiden "großen" Glaubensrichtungen zerfallen nochmal in 20, und auf der anderen Seite in 4-8 Richtungen, die sich teilweise bis aufs Blut bekriegen - schade, daß so ein Islam-Experte wie Peter Scholl-Latour nicht auf Nickles postet und selbst der hat nicht den gesamten Überblick (reicht von matriachatisch eingestellten und in Persien/Iran brutal verfolgten Angehörigen dieser Spielart des Islams bis eben zu der von einer verschwindend geringen Minderheit praktizierenden Mitglieder einer anderen Glaubenrichtung des Islams - z.B. Attentäter aus HH).
Also, wer sich für den Islam wirklich interessiert findet genug über die diversen Such- eher Findemachinen...:-).
Viele wichtiger in diesem Zusammenhang ist für mich - ebenfalls nur kurz angeschnitten - die Sinnfrage jedweder Religion.
Ganz klar dient die Religion der Sublimierung verschiedenster Ängste, besonders aber der Todesangst (die Angst der totalen Auslöschung).
Hilft das den Menschen - und full ack @ Massafagga - ist dagegen nichts einzuwenden. Als Agnostiker habe ich - da wo die Natur dem Menschen besonders feindlich gesinnt ist, scheint die Religion vielen Mut zu geben - bei vielen Alpenbewohnern dieses ganz normale und immer noch übliche Tischgebet genossen, warum nicht etwas demütig/nachdenklich sein und welcher Macht auch immer danken?
Ein anderes Beispiel wäre der von dir als religiöse Intoleranz zu Recht kritisierte Bibelgürtel in den USA - der sich auch wieder um die berühmt/berüchtigte Tornadoallee entwickelt hat! - und inzwischen ist in Texas die Lehre von Darwin an den meisten Schulen verboten, statt dessen wird ein obstruser "Kreativismus" gelehrt (Gott schafft diese Vielfalt, aber anstatt nach Galapagos zu blicken, wo sich nach El Nino innerhalb von 2 Jahren eine völlig neue Vogelart gebildet hat, die der Blutfinken.........würde ebenfalls ausufern, ist aber ein bekannte und spannende Entwicklung in sehr kurzer Zeit).
Das hindert wiederum einen der führenden Geophysiker (Tektonik) - John Baumgardner - nicht daran, diese merkwürdige Glaubensrichtung (Kreativismus) ebenfalls vehement zu vertreten.
Der Fundamentalismus ist eine von fanatischen US-Evangelisten entwickelte Glaubensrichtung und stammt nicht, wie viele meinen, aus dem Koran.
So, bevor es zu sehr ausufert zurück zu Thema....:-)
Zum Islam: ich halte gerade in Deutschland wie auch in Frankreich die Gefahr eines Terroranschlages für relativ gering, aus mehreren Gründen
a.) mögen sich die verschiedenen Muslims/Moslems (Glaubensrichtungen, Nationalitäten und und und) in ihren Organisationen auch spinnefeind sein, in einem sind sie sich einig, diesen Status Quo des relativen Reichtums auf keinen Fall zu gefährden,
b.) die Abgrenzung (Abgrenzung erfolgt fast immer auf Kosten anderer, d.h. andere verachten, klein machen bis hin zum hassen) der Muslims gegenüber Christen nimmt je höher die Bildung ist, kontinuierlich ab. Und viele Muslime der 2 und 3ten Generation verfügen über ausreichend Bildung.
Daß der Islam in sich viel Sprengstoff beherbergt und bei vielen unterprivilegierten diesen Glauben praktizierenden Menschen mit Recht Wut/Zorn und eben teilweise Haß auf den gescheiterten Sozialismus und auf den menschenverachtenden Kapitalismus erzeugt (diese unsägliche Globalisierung) ist unbestritten und ebenso verständlich, daß einige einen dritten Weg suchen.
Nur halte ich das Haßpotential - trotz des extrem dummen Verhaltens der USA und aller Willigen - für nicht groß genug, um die große Mehrheit der Muslime mit den paar "Fehlgeleiteten" in einen Topf zu werfen
(Nebenbei, Mohammed hat sich damals überwiegend mit jüdischen Rechtsgelehrten umgeben - es gab damals in ganz Arabien eine prosperierende jüdische Gemeinde - und wer den Koran schon mal gelesen hat und sich über diese extrem gleichlautenden Glaubenregeln wundert (Essen, Heirat, Beerdigung usw.), findet darauf leicht eine Antwort. Einfach zu merken 600 vor = Buddha, 0 = Christus, 600 nach = Mohammed und letzt genannter hat neben dem erwähnten Judentum auch viel von den andere 2 Religionen übernommen (beten = Buddhismus-ähnlich)
Fazit: wer sich etwas informiert und sich wirklich für die Religion(en) interessiert, wird auf ein faszinierendes, historisch spannendes Gebiet stossen und einen Teufel tun, die von @ Wasp richtig erkannt, fast schon herbeigesehnte Terrorgefahr zu überhöhen oder seine Toleranzgrenze herunter zu fahren.
Wachsamkeit ja, Angst nein!
Gruß
NANÜ
P.S. diese
ZDF Pseudo-Werbung:
der Terror hat soeben D
erreicht, ist schon recht
pervers, so richtig
Kastastrophengeil!
........betr. einiger Aussagen. Der Thread wurde mit der völlig richtigen Aussage gestartet, doch bitte zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. Alle ismen politischer Art sind wahrheitsheischend und extrem intolerant!
Ich sehe keinen Terror in Deutschland. Ich sehe nur eine deutsche Medienlandschaft, die regelrecht TERRORGEIL auf die ersten Anschläge hofft.
Da ich persönlich eine ganze Reihe Muslime kenne, die sich so verhalten wie vor 20 Jahren, habe ich auch keine Angst vor denen und unterstelle dieser Religionsgemeinschaft auch nicht perse Terrorabsichten.
Was bitte soll es bringen, wenn 1.000.000 deutsche Muslime auf die Straße gehen und gegen Terror demonstrieren, wenn die deutschen Medien Amok laufen, nur weil ein paar Heinis nach 4 Jahren Antiterrorarbeit der Behörden mal zufällig als terrorzugehörig verhaftet wurden?
Alles nichts als Panikmache: EBOLA, GIFTGAS, AMALGAM, ISLAM. Die Medien haben einen Knall. Die meisten dieser Journalisten gehören in psychatrische Behandlung! Wenn sich die Leute bei 8000 Verkehrsleichen und 50.000 Schwerverletzten nur zu einem Tausendstel so verhalten würden, würde es für jeden Autofahrer einen Polizisten geben und Tempo 20 eingeführt und an jeder Ampel stünde ein Notarztwagen.
The Wasp!
Na hast Du ein Glück, dass Du für Deine Parolen nicht haften musst. Vergessen, dass die Twin-Tower-Attentäter aus dem bunten idyllischen Hamburg-Harburg kamen?
Wie wär's wenn Du etwas weniger rumknallst?
Hier scheinen einige dem totalen Haftungswahn verfallen. Jeder zweite labert hier nur noch von Anzeige, Polizei, Haftung, Gericht, Beleidigung, Gartenzaun, Knallerbsenstrauch...
Hallo The Wasp!
Nein natürlich meinte ich das mit Haftung nur nicht im Sinne von verklagen, sondern von geistiger Haftung im Sinne einer ernstgemeinten Diskusion. Es geht darum die Realität anzuerkennen - die Twin-Towers-Attentäter kommen aus Hamburg-Harburg - und es geht um Unbelehrbarkeit. Unbelehrbarkeit muss man ernstnehmen. Unbelehrbarkeit ist das gemeinsame Merkmal der "harmlosen" (?) Moslems, die zum Teil ja auch jetzt demonstrieren und der Terroristen. Die einen brauchen die anderen...für Unbelehrbarkeit, Verharren im Status Quo.
Tilo es gibt deutsche die sich als deutsche identifizieren und für diese Identifikation kriminelle taten vollziehen, sind jetzt alle deutschen böse?
Ich halt mich nicht für böse. Du?
Junge du darfts von einzeltätern nicht auf die allgemeinheit schließen.
Egal nach welchen kriterien du menschen Unterteilts ob es nach beruf, hautfarbe, Religion, Nasenform usw. wirst du immer irgendwo deine schwarzen Schafe haben.
Nun ja, ich denke, man sollte schon Obacht geben...
Wenn das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist, nüzt es den Terroropfern recht wenig, wenn man ihnen gegenüber die Fehler eingesteht. "´Tschuldigung, aber wir haben uns doch geirrt, die waren ja gar nicht so harmlos wir wir es uns gedacht haben...) Kontrolle finde ich besser als Vertrauen - erst recht, wenn es schon mehrere Vorfälle dieser Art gegeben hat.
Leider wissen wir in Deutschland doch sogut wie nix von dieser Kultur. Ich denke schon, dass an den Aussagen von Tilo und Wasp was dran ist, aber wo bitteschön will man die Grenzen ziehen? Wer ist überhaupt in der Lage, radikale Islamistem von den nicht radikalen zu unterscheiden? Wer von uns kennt überhaupt den Inhalt des Koran - hat ihn überhaupt gelesen?
Ich gestehe, dass mir schon komisch bei dem Gedanken wird, dass wir hier in Deutschland möglicherweise auf einem köchelnden Pulverfass sitzen könnten, welches durch falsch verstandene "Toleranz" überhaupt erst in diesem Rahmen möglich werden konnte. Ach ja, ich vergass - wir haben ja eine NS-Vergangenheit und genau deshalb heben wir die Fresse zu halten und allen Tür und Tor zu öffnen.
Viele Ausländer sprechen kaum unsere Sprache (lehnen es auch vereinzelt ab), obwohl sie schon einige Jahre hier leben. Eine eigene Art der Kultur innerhalb unseres Landes, von der wir ausgeschlossen sind. Es hat doch niemanden interessiert, wer wie wo integriert wurde (bzw. sich integriert hat). Stimmen die darauf hinwiesen wurden gleich als braunes Gesockse angesehen.
Seitens der Politik sind über viele Jahre hinweg Versäumnisse gemacht worden, und nun bekommen wir alle die Auswirkungen dessen zu spüren - so einfach ist das (oder auch nicht) .
Aus falsch verstandenem Liberalismus den Spielraum für Exrtemisten vergrößern? Das halte ich für genauso falsch, als mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Es gibt auch noch eine Verantwortung gegenüber den redlichen Bundesbürgern, ganz gleich welcher Hautfarbe oder Ursprungsnationalität - das sollte man nicht vergessen.
Franky weißt du was du forderst den totalen überwachungsstaat. Es gibt zig kriminelle Raster in die du rein passen würdest, und das kann ich sagen ohne dich zu kennen.
Es ist genauso plemplem wie zu sagen der Amokläufer hat CS gespielt alle CS spieler sind potenzielle Amokläufer, vielleicht spielts du egoshooter, magst mindestens einen gewaltätigen Film, hörst gar musik mit Gewaltätigen oder diffamierenden Inhalt, spielts Rollenspiele, oder vielleicht bist du ja gar einfach auffällig normal...
Du siehst alle sind potenzielle Gewaltäter und Verbrecher, also müssen alle überwacht werden!
Gott bewahre, ich fordere beileibe keinen Überwachungsstaat. Da hast du mich missverstanden. Aber Tatsachen zu ignorieren und zu hoffen, dass schon nix passieren wird, kann auch nicht richtig sein.
Die Frage ist, wie bekommt man es gebacken, trotz einer vernünftigen, wohl dosierten liberalen Grundeinstellung, den Rest der Bevölkerung vor den Extremisten zu schützen.
Es sollte meiner Auffassung nach selbstverständlich sein, dass man sich hier der deutschen Sprache und Kultur kundig macht wenn man hier als Ausländer leben möchte.
Es ist der nackte Hohn und ein Schlag ins Gesicht eines jeden rechtschaffenden Menschen, dass hier Subjekte oft auf Kosten der Allgemeinheit leben, die alles was mit unsere Art zu leben, sogar Deutscghland an sich, rigoros ablehnen und verachten.
Wenn also in den Augen dieser Menschen Deutschland der letzte Dreck ist, haben sie hier klipp und klar nix zu suchen. Werr hier leben möchte, sollte seinen Teil dazu beitragen ( wie wir als Gastgeber natürlich auch), einander offen zu nähern und die Kulturen miteinander im Einklang zu verbinden. Dazu gehört für mich, dass man eine gemeinsame Sprache spricht, die der andere auch verstehen kann.
Man könnte es durchaus einer Beleidigung gleichsetzen, dass jemand nach mehreren Jahren Aufenthalt in einem Land, dessen Sprache nicht sprechen kann (oder will)...
Im Falle der Extremisten hat man wohl viel zu lange blauäugig weggesehen. Dazu noch dieses elendige Kompetenzgerangel der einzelnen Länder usw.
Menschen, die nix zu verbergen haben, würden eine gewisse Vorsicht durchaus verstehen und tolerieren können, da bin ich sicher.
Das man als Ausländer unsere Sprache sprechen sollte, da stimm ich dir vollkommen zu. Ich würds auch begrüßen wenn von Staat ein gewisser Druck zum Deutschlernen kommt. Aber leider ging der Trend in der näheren vergangenheit eher in die andere Richtung, das gelder bei der Sprachförderung gestrichen wurden, aber das wird ja jetzt wieder besser ;)
Gott bewahre, ich fordere beileibe keinen Überwachungsstaat. Da hast du mich missverstanden. Aber Tatsachen zu ignorieren und zu hoffen, dass schon nix passieren wird, kann auch nicht richtig sein.
Welche tatsachen ? ja es gibt Muslimische Idioten aber es gibt in jeder Volksgruppe idioten! Und es läuft auf einen Überwachungsstaat hinaus, weil du jeden bespitzeln mußt, da jeder ein potentieller Täter ist(ob moslem oder nicht).
Menschen, die nix zu verbergen haben, würden eine gewisse Vorsicht durchaus verstehen und tolerieren können, da bin ich sicher.
Das wär ein ganz schöner schuss in Ofen. Punkt eins du lieferts jeden Ausländer feind eine bestättigung für seine Ansichten("Ausländer sind böse weil sonst würd der Staat nicht so mit ihnen umgehen"). Punkt zwei wär dies ein Vertrauensverlust bei den Ausländischen mitbürgern der ein Integrationshemmis ist. ich habre viele Ausländische Freunde und wenn sie schlechte erfahrungen gemacht haben kann das Vertrauen gestört sein und dann gehst du anders auf die menschen zu. Und es reicht ein Idiot um von hunderten das Vertrauen zu stören, am 11 DSeptember haben es sogaar ganz wenige geschaft das Vertrauen von Millionen zu zerstören.
Und um nochmal auf deine Aussage zurückzukommen, mal ein beispiel:
Du wirst in einen Laden von Dektiv angehalten und Kontrolliert. Das erste mal ist es vielleicht was zum Schmunzeln, aber wenn du das zweite mal in diesen Laden grundlos aufgehalten wirst gehst du wahrscheinlich in einen anderen Laden. Aber wenn du dann doch nochmal hinmußt und du ein 3tes mal kontrolliert wirst, wirst du diesen Laden hassen, wenn freunde da was kaufen wollen wirst du ihnen zur konkurrenz raten. Und es wird dir auch als grundlos erscheinen wenn der Dedektiv es damit rechtfertig, das vermehrt männliche Personen zwischen XY-WZ Jahren unagenehm aufgefallen sind.
...nach verhaltenem Start ist das doch noch ein lebhafter Thread geworden - im Großen und Ganzen auch sachlich, wenngleich solche Themen immer ein gewisses Konfliktpotenzial in sich bergen. Alles in allem bin ich aber zufrieden mit dem Verlauf, danke für die Antworten.
Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass sich solche Diskussionen leicht vom eigentlichen Thema wegbewegen. Es ging in diesem Thread nicht um Deutsche oder Ausländer, Pro oder Kontra multikulturelle Gesellschaft, um Christentum, Islam oder keine Religion, auch nicht darum, ob die Terrorgefahr in Deutschland maßlos überschätzt oder leichtfertig unterschätzt wird. Das ist alles nicht der Punkt.
Die engagierten jungen Leute an der Mahnwache haben in Wort wie in Schrift ein ganz klares Bekenntnis pro Integration in die hiesige Gesellschaft abgegeben. Sie gehören nach wie vor dem Islam an, praktizieren ihn aber nicht anders, als Katholiken und Protestanten in Deutschland das Christentum praktizieren. Sie stehen mit beiden Beinen in dieser Gesellschaft und auf dem Boden ihrer Spielregeln - das zumindest ist die Botschaft, die mir in dieser Begegnung authentisch und überzeugend vermittelt wurde.
Natürlich kann man Vieles anzweifeln. Ob das alles ehrlich gemeint ist oder nur Heuchelei, ob die Bevölkerung damit in Sicherheit gewogen werden soll, ob die friedlichen Moslems in Deutschland sich in Wahrheit als Korrespondenz-Stützpunkt radikaler Islamisten in der Türkei oder im arabischen Raum betätigen - möglich ist alles. Mehr noch: Das ist nicht nur möglich, das wird von Fall zu Fall auch tatsächlich so sein. Die WTC-Attentäter, die von Hamburg-Harburg aus die Anschläge vom 11. September vorbereitet haben, sind ein trauriges Beispiel dafür.
Nur fände ich es ebenso schrecklich, wenn deswegen pauschal alle in Deutschland lebenden Moslems - von denen viele hier geboren und aufgewachsen sind und inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft haben - unter "generellem Tatverdacht" stünden, terroristische Aktivitäten gutzuheißen oder gar zu unterstützen. So weit mag ich nicht gehen. Bei aller gebotenen Wachsamkeit und allem gesunden Misstrauen: Das Prinzip Unschuldsvermutung, wie man es aus dem Strafrecht kennt, muss auch für die Muslime in unserer Gesellschaft gelten.
Wünsche allen hier einen friedvollen Jahresausklang.
THX
Olaf
Dabei kann man es meintwegen stehen lassen ;)
genauso wie die von dir angesprochene Unschuldsvermutung, ich werd mich dazu aber evtl. morgen früh zu äussern .
>>> Nur fände ich es ebenso schrecklich, wenn deswegen pauschal alle in Deutschland lebenden Moslems - von denen viele hier geboren und aufgewachsen sind und inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft haben - unter "generellem Tatverdacht" stünden, terroristische Aktivitäten gutzuheißen oder gar zu unterstützen. So weit mag ich nicht gehen. Bei aller gebotenen Wachsamkeit und allem gesunden Misstrauen: Das Prinzip Unschuldsvermutung, wie man es aus dem Strafrecht kennt, muss auch für die Muslime in unserer Gesellschaft gelten.
Jou, da stimme ich Dir absolut zu, Olaf.
Das Problem der sprachlichen Verständigung macht es möglch, dass theoretisch der pure Hass gegen alles Andersartige offen ausgesprochen werden könnte und kaum einer würde das mitbekommen, weil niemand die Sprache versteht. Und genau darin sehe ich eben das angesprochene Problem.
Bei den Rechtsradikalen versteht man zuindest das Vokabular und kann darauf reagieren.
Von mir aus können hier die exotischsten Menschen leben, insofern sie sich vernüftig integrieren und Teil unserer Gesellschaft werden.
In diesem Sinne...
Zum Schluss noch ein kleiner Denkanstoß:
Wie war es 1933? Da wollte kaum jemand auf die Leute hören, die vor den Nationalsozialisten gewarnt haben. Was dann folgte ist mehr hinreichend bekannt.
Den Bericht über den Koranunterricht habe ich auch gesehen, das war echt hammerhart.
Ihr könnt von mir denken was Ihr wollt, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste. Wenn die Terroranschläge erst stattgefunden haben ist es zu spät.
Wie ich weiter oben schrieb, es wäre absolut falsch mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Gegen die Bank zu spielen halte ich auch für sehr gewagt...
.........da sich der Thread geändert hat und mir diese Thema am Herzen liegt hier ein "Minikurs" betr. Islam........lohnt zu lesen!
http://www.evangelium.de/weltmission/religion/islam/minikurs/minikurs.htm
und hier noch:
der Koran und seine christlichen "Einflüsse"
"Jesus Christus ... geboren von der Jungfrau Maria" - diese Worte des
Apostolischen Glaubensbekenntnisses unterstreicht der Koran in seinen
Aussagen über die Geburt Jesu ganz deutlich.
In Sure 3,45-49 sowie in Sure 19, 16-21 lesen wir, wie der Koran die
Ankündigung der Geburt Jesu darstellt; was er über die Geburt selber zu
sagen weiß, finden wir in Sure 19, 22-35. - In unserer Darstellung
folgen wir Sure 19,16-35.
Sohn der Jungfrau Maria
Maria hat sich von ihrer Familie zurückgezogen; da sendet Gott einen
Engel (wörtlich: "unseren Geist"; in Sure 3,45 sind es mehrere Engel) zu
ihr in Gestalt eines Mannes, der sich ihr als Gesandter Gottes vorstellt
und ihr die Geburt eines "lauteren Jungen" ankündigt. Ähnlich wie im
Neuen Testament fragt Maria: "Wie sollte ich einen Jungen bekommen, wo
mich kein Mann berührt hat?" Sie erhält die Antwort: "Dein Herr sagt: Es
fällt mir leicht" - Wenn Gott etwas beschlossen hat, kann er es auch
ausführen.
Jesus wird im Koran als "Sohn der Maria" bezeichnet, um zu betonen, daß
er keinen menschlichen Vater hat, sondern einem Wunder Gottes sein Leben
verdankt.
Geschöpf Gottes
In Sure 3,47 wird das noch deutlicher ausgedrückt: "Das ist Gottes Art.
Er schafft, was er will. Wenn er eine Sache beschlossen hat, sagt er zu
ihr nur: sei!, dann ist sie." - Durch das Wort des allmächtigen
Schöpfers wird in Maria ein menschliches Wesen geschaffen. Sure 3,59
betont, daß es sich mit Jesus ähnlich verhält wie mit Adam; auch zu
diesem sagte Gott nur: "Sei!" und da war er.
Die Jungfrauengeburt ist nach dem Koran lediglich eine Demonstration der
Macht Gottes. Sie ist nicht ein zeichenhafter Hinweis auf einen
besonderen, für menschliche Sinne nicht wahrnehmbaren Vorgang von
heilsgeschichtlicher Bedeutung: daß das ewige Wort Gottes "Fleisch" wird
(Joh 1,14); daß der Sohn Gottes, der von Ewigkeit her in göttlicher
Gestalt war, menschliche Gestalt annimmt (Phil 2,6+7).
@ Charlie62 nüt schlächt........megarofl..... zur Strafe 10 Jahre *jeden* Tag Eisbein
mit Sauerkraut!......:-)
und nochmal, ich halte den Islam nicht für eine das Christentum + deren Werte gefährdende Religion, sondern für eine - leider eben ein größeres Proletariat vertretende (+ daraus foldende "Neben"erscheinungen) - ganz normale Religion.
Gruß
NANÜ
.......ganz normal = halt mit allen Vorzügen + auch den Abgründen von Lehren, die meinen, die Weisheit für sich gepachtet zu haben..........
Ansonsten halte ich es mit den meisten hier, die eine Bedrohung zwar nicht verneinen, aber ihr Meinung + Lebenseinstellung nicht gegen Andersgläubige ausrichten! Entweder Meinungs- und Religionsfreiheit oder aber halt die Intoleranz der USA-Administration, die um eine Demokratie zu "schützen" diktatorische Züge annimmt.
@NaNÜ: Wohl wahr...
In der Tat, Fr@nky:
Kaum jemand wollte vor 1933 (oder zwischen 1933 und 1938, oder zwischen 1938 und 1945) auf die Leute hören, die vor den Nationalsozialisten warnten. Dafür gab es zuhauf Leute, die auf die „Warnungen“ der Nationalsozialisten vor „dem Juden“ gehört haben.
Du kannst von mir denken, was Du willst, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wenn die allgemeine Hysterie eine Mehrheit erfasst hat, ist es zu spät.
Grüße
alte Tante
@alte Tante:
Natürlich, da liegt eine nicht zu unterschätzende Gefahr - da bin ich absolut konform mit Deiner Aussage. Ich glaube jedoch auch, dass ein wenig Transparenz (damit meine ich keine Bespitzelung) den Ausländergegnern den Wind aus den Segeln nehmen würde. Wie soll sich jemand eine objektive Meinung über etwas bilden, über das er sogut wie nix weiß, dessen Sprache er nicht verstehen kann?
Meine Oma sagte immer, wenn im TV eine Katastrophe oder etwas in dieser Richtung gezeigt wurde "Dat war der Russe...". Bedingt durch ihre Erlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg assoziierte sie alles Böse mit dem Russen. Das Gleiche kann den Islamisten in ähnlicher Form heute auch passieren, wenn man nicht Obacht gibt.
Man sollte bestimmt nicht den Fehler begehen und alle Menschen in einen Topf zu werfen. Es gilt sich an einen runden Tisch zu setzen und allen zugängliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die nach Möglichkeit allen gerecht wird. Das würde den Rechtsextremisten den Nährboden für die Hasstiraden gegenüber Ausländern entziehen und das Gesockse von den anständigen Menschen differenzieren.
