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xafford Turbo Lover „Etwas älterer Artikel, aber recht interessantes Thema“
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Na nimm endlich mal einen der Browser von der guten Seite und entsage der dunklen Macht ;o)...

Ich würde übrigens schon zwischen Getrolle und überkochenden Emotionen unterscheiden, da die Leute, welche mit Genuß trollen dies vornehmlich im Internet tun und sich im realen Leben brav zurück halten. Ich vermute einmal, daß die Mehrheit das Trollen im Internet schlicht als Ausgleich, als Frustventil oder schlichtweg als Jux sehen und sich amüsieren, über die Menschen, die jedes mal aufs Neue auf die Flamewars einsteigen mit Feuereifer. Das bringt mich direkt zu der zweiten Kategorie, den engagiert Emotionellen. Diese Leute sind mit wesentlich suspekter, da ich vermute, sie sind im realen Leben ebenso neurotisch, sie scheinen nämlich meist aus Überzeugung zu handeln.
Ich halte es zwar per sé nicht für schlecht von etwas überzeugt zu sein, doch leider nimmt es in unserer Gesellschaft meist die Ausprägung an, daß die Überzeugten nicht mehr diskussionsfähig sind und eine grundlegende Debatte über das Thema ihrer Überzeugung sofort auf eine emotionale oder diffamierende Ebene ziehen. Hier sehe ich auch noch einmal twei Kategorien. Diejenigen, die Emotional wirklich so echauffiert sind, daß sie gar nicht anders können als emotional und subjektiv zu argumentieren und jede, die dies als probates Mittel in einer Diskussion einsetzen mit Berechnung um den Diskussionspartner in eine argumentatorische Sackgasse zu führen.
Vom Schmea her arbeiten aber beide Kategorien mit ähnlicher Vorgehensweise. Oftmals fängt es an mit: "Ich kenne jemanden", "Ich habe gelesen, weiß aber nicht mehr wo" oder "Ich habe gehört von". Die nächste Stufe ist dann den anderen in eine moralische Ecke zu schieben, in der er argumentatorisch nicht mehr Punkten kann. Als kleines Beipiel: "Wer gegen den virteullen Pranger für Sexualstraftäter ist hat wohl selbst solche Neigungen", "Wer gegen Überwachung ist hat wohl etwas zu verbergen", "Wer so eine Menung vertritt ist wohl auch für XYZ". Spätestens dann wir dder Diskussionspartner zum Diskussionsgegener.
Da ich jetzt mal wieder abgeschweift bin: Back on topic... Trolle find ich meist amüsant und unterhaltsam, und ich denke daß sie meist ganz genau wissen, wie sie auf der Klaviatur der Emotionen und berechenbarkeit der meisten Menschen spielen müssen, die "Gutmenschen" egal welcher Kulör hingegen sind in meinen Augen Überzeugungstäter und das sind Menschen, vor denen ich wirklich Angst habe, da sie meist bereit sind für ihre Überzeugungen Menschen zu opfern für ihre vermeintlich richtige Überzeugung, die durchaus auch richtig sein kann, aber eine richtige Sache kann in meinen Augen durch die Art ihrer Folgen falsch werden. Für mich sind die Trolle die "Hans Werner Olms" und die Engagierten die "George W. Bushs". Beide sind amüsant, aber die letzteren nur so lange, wie man sie weit von sich hat ;O)...

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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