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Mal an die Mathematiker hier: Volkswirtschaftslehre

Tilo Nachdenklich / 7 Antworten / Flachansicht Nickles

Ich bin bei einem Forenbeitrag bei Heise einem Link zu folgendem Dokument gefolgt:
Fehler bei der mathematischen Modellierung in der Volkswirtschaftslehre

Die Senkung der Produktkosten oder der Lohnkosten kann nach diesem Artikel zu so ziemlich jedem Ergebnis führen; mithin wäre der neoliberale Ansatz (keine Eingriffe, auch nicht zugunsten des Arbeitsmarktes) vollständig unbegründet.

Langsam wird ja deutlich wie fatal es ist, dass der Kanzler und die führenden Leute im Kabinett nicht auf eigenständig und kritisch-denkend erworbene Volkswirtschaftskenntnisse (echte wissenschaftliche Arbeit - nicht Glaubensbekenntnisse oder auswendig gelernt) zurückgreifen können. Die Koryphäen der Volkswirtschaftslehre propagieren ja anscheinend Sachverhalte von denen sie wissen müssen, dass sie falsch sind und dann nehmen sie die Aussagen, die ihrem ganz persönlichen Geldbeutel nicht weh tun, auch wenn das Land dabei den Bach runtergeht.

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Tilo Nachdenklich Olaf19 „ Die Senkung der Produktkosten oder Lohnkosten kann nach diesem Artikel zu so...“
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"Genervt" - ich verstehe jeden der das sagt - aber es hilft uns aber nicht diese Zauberlehrlinge los zu werden, denn im Moment beschleunigt sich der Abstieg rapide, die Kurve hat ganz aktuell deutlich mehr Gefälle bekommen. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, trifft es bald alle massiv. Man muss es immer wieder sagen, sie lügen, lügen, lügen, die Journalisten, die Politker, die Wissenschaftler. Sie wissen, dass sie lügen und betrügen. Die Politiker wissen, was sie tun sollten...aber wer bezahlt ihnen dann den nächsten Wahlkampf, wer kauft die Journalisten, die ihr Handeln aufzuwerten haben?

Der PDF-Artikel sagt ganz schlicht, es gibt kein mathematisches Modell für Volkswirtschaften mit industrieller Produktion und der Markt funktioniert NICHT. Das volkswirtschaftliche Ergebnis ist das Ergebnis politischen Handelns und das muss allenthalben einen aus dem Ruder laufenden Markt korrigieren. Die Neolieberale Wirtschaftlehre geht von einem stabilen Gleichgewicht aus, es stellt sich ein (auch für den Arbeitsmarkt), wenn man nichts mutwillig "verzerrt". Der Beitrage des Hamburger Professors Gottlieb, legt indirekt nahe, das Gleichgewicht ist labil. Ich würde folgern, nicht allein auf Marktkräfte setzen, eingreifen!

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