Jetzt komme ich erst heute abend zum Lesen dieser neuen Posts, denn das Pfahl-Betonieren hat mich so lange aufgehalten! Dauert alles immer viel länger, als man zunächst glaubt.
Ohne vorher Teletoms Post gelesen zu haben, wollte es der Zufall, kaum glaublich, daß ich, als wichtigste Zutat zum Betonieren, ebenfalls an ausreichende Flesch Bier gedacht habe. Also Telepathie mit Teletom.
Eigentlich hatte ich nur zwei Zusatzpfosten zu einem bestehenden Zaun einsetzen müssen, da dieser zu weit gespannt war und die Kinder ihn immer überstiegen (und dadurch der Hund abhauen konnte).
Außerdem habe ich noch 4 Stangen, bestehend aus selbst geschlagenen jungen Bäumen, ca. 6,5 m hoch, im Quadrat einbetoniert. Hieran werde ich Kletterrosen hochziehen.
Da ich weder Dacklack noch Bitumen etc. im Hause hatte und ich Niedrighaltung der Kosten (ohne Geiz) als Tugend betrachte, habe ich die Enden der Bäume, bis ca. 10 cm über OK Erde, 1. 4 x mit Holz-Klarlack gestrichen (hatte ich mal geschenkt bekommen), 2. mit dicker Plastiktüte umwickelt, 3. mit dickem Klebeband umwickelt, 4. Punkt 2 und 3 noch 2 mal, also 3 Lagen Plastiktüte, die letzte schwarz aus optischen Gründen.
Dann habe ich in jedes Loch eine Sektflasche gesteckt und diese einbetoniert. Nach Aushärten die Wandung, bis auf den Boden, zerklopft und die Stangen reingestellt und nochmal Beton drübergegossen.
Natürlich ist dies keine Profilösung, aber bei den Stangen einiger anderen Rosen ist nach 7 Jahren erst eine abgefault (diese hatte ich damals direkt in die Erde gesteckt).
Ursprünglich wollte ich ja auch nur wissen, wie Beton hergestellt wird, und jetzt komme ich mir fast ein wenig schofel vor, daß ich das so primitiv gelöst habe, nachdem ich so gut beraten wurde.
Übrigens sieht das mit den Stangen im Garten garnicht schlecht aus, wenn diese über und über mit duftenden Rosen beklettert sind. Die Rosen kosten mich auch nichts, da ich sie mit Steckhölzern vermehre. Wenn sich jemand dafür interessiert, kann er mich gerne fragen.
Zu dem Beton oder Pseudobeton der Römer: Wie gesagt, hatte ich mal, ich glaube im Spiegel, gelesen, daß das Colosseum und einige andere Römerbauten heute noch stünden, weil man damals eine Beton/Ziegelmischung verwendet hätte, die ungeheure Festigkeit aufwiese. Die Rezeptur sei jedoch verloren gegangen. Das ist, was ich las, mehr kann ich dazu nicht sagen. - Leuchtet aber ein, daß ein Kiesel höhere Festigkeit hat.
Jedenfalls nochmal Dank an Alle, hat Spaß gemacht!