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Wie stelle ich Beton her?

DannyCoburg / 35 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi, eigentlich wollte ich einige Holzpfähle mit dem Vorschlaghammer direkt in den Gartenboden rammen, jemand sagte mir aber, ich solle die Pfähle einbetonieren, da sie dadurch weniger schnell verrotten würden.


Jetzt habe ich einen Freund gefragt, der mir als richtige Betonmischung Zement, Sand und Kieselsteine angab, ein anderer Freund meinte, ich solle bloß keinen Sand nehmen, sondern nur Zement und Steinchen in unterschiedlichen Größen.


Nun hatte ich mal gelesen, daß die alten Römer das Colosseum mit einer Betonmischung so bombenfest hingekommen hätten, weil sie zerkleinerte Ziegel beigemischt hätten.


Jetzt frage ich mich ob ich 1) den Sand weglassen soll 2) statt der Kieselsteine zerkleinerte Ziegel nehmen soll.


Wer kennt sich mit Beton aus und kann mir die richtige Mischung, in welchem Verhältnis etwa, benennen? Ich denke mir noch, evtl. Tonscherben waagrecht -als Stütze gegen das Erdreich- in Schichten einzubetonieren, ob das was ist?

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Emily22 DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Zu den korrekten Mischungen und Materialien fragste am besten im Baumarkt, im Prinzip kann man da aber alles rein schütten für den Hausgebrauch, Ziegel, Kiesel, sonstige zerkloppte Steine usw.
Ich würde da aber gar kein grossen Aufwand machen, Pfähle rein hauen und fertig. Denn irgendwann verrotten die Pfähle sowieso auch im Beton, und dann haste die Betonklumpen da in der Erde herumliegen.
Oder dann gleich Metallpfähle nehmen und richtig betonieren, dann haste ein Leben lang Ruhe

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triker Emily22 „Zu den korrekten Mischungen und Materialien fragste am besten im Baumarkt, im...“
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----------verrotten die Pfähle sowieso auch im Beton-----------


Die Pfähle vorher mit Pech oder Bitumen streichen. (Bis in die Höhe des zements und etwas drüber-------> das der Pechimprägnierte Pfosten oberhalb des Betons noch ca 5 cm "Pechtgetränkt" ist.)

Halten so ca 30 Jahre.
Besser ist es ein Fundament zu giessen.
Trocknen lassen,
dann ein U-Frofil auf dem Beton verschrauben.
Dieses Profil nimmt dann den Pfosten auf und hält "ewig".
Gruß
triker

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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Emily22 triker „----------verrotten die Pfähle sowieso auch im Beton----------- Die Pfähle...“
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Wie auch cbuddeweg hier schreibt, bin auch ich natürlich davon ausgegangen, dass man im Gartenbereich absolut keinerlei chemische Mittel einsetzt.
Wobei der Aufwand dann für imprägniertes Holz und Beton und was noch sowieso teurer kommt als ein paar neue Holzpfosten um ein paar Euro, wenn die dann eben nach ein paar Jahren mal kaputt sind !

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amigo456 DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Sand im Beton ist wichtig um die nötige Druckfestigkeit zu erhalten.Die Feinanteile im Sand sorgen dafür das sich kleine Zwischenräume füllen.Ich würde mir Estrichbeton als Sackware im Baumarkt kaufen.Da brauchst Du noch Wasser zugeben und fertig.

amigo

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spiderjens DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Nun gut, ist zwar schon 25 Jahre her, wo ich das gelernt habe, aber es gilt wohl auch heute noch. Für die Pfähle reicht es, wenn du gewaschenen Kies 0-2mm nimmst. Kiesel brauchst du dabei gar nicht. Die finden nur Vrwendung im Profibau, bei Häusern, Brücken etc. Diesen Kies mischt du im Verhältniss 3 Schaufeln Kies, 1 Schaufel Zement, das ganze sämig bis fest angerührt. Optimal ist es, das ganze in Eimern zu füllen, den Pfahl reinstecken, aushärten lassen, fertig. Aus eigener Erfahrung weiss ich aber, das die Pfähle direkt über dem Beton abfaulen in ein par Jahren. Ich bevorzuge verzinkte Bodenhülsen, die in die Erde geschlagen werden. Pfahl rein, festschrauben und gut. Sollte der Pfahl mal faulig werden, abschrauben, neuen rein und wieder fertig.
Dann mal viel Erfolg:-)

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weissnix DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Trikers Tip ist zwar etwas aufwändiger, aber am zweckmäßigsten. So habe ich es vor 25 Jahren mit unserer Holz-Pergola auch gemacht, und die steht bis heute wie 'ne Eins: Löcher etwa in Wischeimergröße graben, mit Beton bis auf ebenerdige Höhe (minus 5 cm, falls da später Erde bzw. Rasen drauf soll) auffüllen und verzinkte Stahlblech-Halter (gibt's im Baumarkt in den verschiedensten Ausführungen) so einsetzen, dass das Unterteil etwas über Bodenniveau steht (damit die Pfähle später unten nicht im Matsch stehen und abfaulen). Dann die Pfähle sauber ausrichten und mit verzinkten Schrauben in den Halterungen befestigen. Das hält ewig und drei Tage!

Wie Du den Beton machst, ist egal; ich habe damals Betonkies (=Grobsand und Kies) und Zement im Verhältnis 3(Kies) zu 1(Zement) gemischt. Wenn Du nur wenige Pfähle (oder kein Speissfass) hast, stehst Du Dich mit Fertigbeton besser, den kann man im Eimer anrühren. Viel Spaß beim Buddeln!

.........und tschüssss!!!!!!!!!!!!
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triker weissnix „Trikers Tip ist zwar etwas aufwändiger, aber am zweckmäßigsten. So habe ich...“
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so sieht ein Pfostenanker zum Betonieren aus!
gruß
triker
Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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triker Nachtrag zu: „so sieht ein Pfostenanker zum Betonieren aus!“
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Viel spaß beim lesen.
Geuß
triker
Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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peter1960 DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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...ich würd das Pfahlende über Nacht in nen Eimer voll mit Dachlack ziehen lassen
und ohne Beton direkt in den Boden Schlagen die alten Oberleitungsmasten wurden
früher ähnlich vorbehandelt und würden wohl heute noch da stehen
wenn hier nicht alles ebenplaniert worden wäre.

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cbuddeweg peter1960 „...ich würd das Pfahlende über Nacht in nen Eimer voll mit Dachlack ziehen...“
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Fachliche Anmerkung zu peter1960
Holzmasten für Freileitungen sind früher mit Steinkohleteer getränkt worden, inzwischen nicht mehr zulässig, weil Teerbestandteile in den Boden abgegeben werden. Zusätzlich eine Teerbinde ca. 30 cm im Boden und ca. 20 cm darüber, weil dies der verottungsgefährdete Bereich durch die Bodenfeuchtigkeit mit den aktiven Mikroorganismen ist. Die Teerbinden wurden so ca. alle 7-10 Jahre im Rahmen der Instandhaltung ersetzt. Abbau und Entsorgung bedeuten heute Sondermüll.
Inzwischen gibt es nur noch Masten, die mit Kupfersulfat druckimprägniert sind. Bei der Entsorgung auch Sondermüll.
Masten werden im Neubau eher als Betonmasten oder Holzmasten mit Betonfüßen ausgeführt. Letzteres ist ist wieder die Lösung von triker - Betomfüße einbuddeln und den Mast an den Füßen 30 cm über der Erde anschrauben. So trocknet das Holz immer wieder ab und hält solange bis der Beton der Füße zerbröselt oder in Waldgebieten die Spechte den Mast zerlöchern. Bei triker müßte sich dann die verzinkte "Fußhalterung" auflösen oder als guter triker hat er vielleicht welche aus echten Chrom eingesetzt und poliert jedes Wochenende;-).

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triker cbuddeweg „Fachliche Anmerkung zu peter1960 Holzmasten für Freileitungen sind früher mit...“
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---- triker hat er vielleicht welche aus echten Chrom eingesetzt und poliert jedes Wochenende;-).------------------------

Chromblitzende Pfostenhalter?
Jau das Isses!!!
Dann kann man sich ja gleich ne gediegende Pergola an die Kiste schrauben und die Achsen werden mitsamt Rädern gegen Diebstahl einbetoniert! (Geistesblitz!)

Aber wir kommen vom Thema ab..... ;-)
triker

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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cbuddeweg DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Gröhl !

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DannyCoburg Nachtrag zu: „Wie stelle ich Beton her?“
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Danke!

Jetzt muß es einfach klappen, morgen geht es los.

Mal schauen, wenn ich das mit den Pfählen erledigt habe, was ich sonst noch alles so ein bischen betonieren könnte. Die Schlaglöcher in meiner Einfahrt - genau!

Nett, mir so vielfach und ausführlich zu helfen.

c ya Danny









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triker DannyCoburg „Danke! Jetzt muß es einfach klappen, morgen geht es los. Mal schauen, wenn ich...“
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---was ich sonst noch alles so ein bischen betonieren könnte----

geheimtip:
Der schwiegermutter erzählen du wolltest ne Gußform ihrer Zierlichen Füße machen.
Die Schwiegermama mit den Füßen in die Speissbütte.
Beton (Schnellzement ist in 3 Minuten hart!) einfüllen und dann den nächsten weg zum Baggersee einschlagen......

Mit hinterhältigem grinsen....
triker

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Emily22 triker „Tip zum: was ich sonst noch betonieren könnte...“
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dass man an den Seen kaum noch angeln kann und massenweise Leine und Ausrüstung verliert, weil da drinne das Zeugs herum steht...

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triker Emily22 „Kein Wunder...“
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----weil da drinne das Zeugs herum steht... ----

Ja und ganz Umweltfreundlich entsorgt!
Ohne Chemie!
und die Aale haben auch was zu beissen.
(in Flüssen natürlich)

triker

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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Emily22 triker „Kein Wunder...“
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wieso in Flüssen natürlich ? Die fetten Aale leben genauso auch in Seen ;-)
Dazu fällt mir aber nun die berühmte Aal-Szene aus dem Film Die Blechtrommel ein *g*

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triker Emily22 „Öhmmm...“
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---Die fetten Aale leben genauso auch in Seen ;-) ----

Meines Wissens aber nur wenn sie in seen ausgesetzt werden.
(Aalwanderung Glasaal.......)

Blechtrommel?
Ja mazzerat nocheinmal...
Das war eklig!

Zum Thema Aal:
http://www.angeltreff.org/fische/raubfische/aal/aal_tipp_3/aal_tipp_3.html
gruß triker

(Aber nun hat das ganze schon lange nix mehr mit Beton zu tun......)

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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Sesselpuppser DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Ich denke, am zweckmäßigstens wäre wohl die von Triker empfohlenen Balkenschuhe!

Die verrotten nicht! Sollte der Pfahl verrotten, kannst du ihn einfach ersetzen!
Was hast du denn vor? Nur mal so aus neuGIER!

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triker Sesselpuppser „Ich denke, am zweckmäßigstens wäre wohl die von Triker empfohlenen...“
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Das ist nur für ambitionierte Freiluft-hobby-tischler:
Das könnte sein "Bauvorhaben" sein?


triker

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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Sesselpuppser triker „Vielleicht will er das Basteln?“
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*rofl*

Nix für mich! Überhaupt, mit mehr als 35kg sollte man datt nicht benutzen! Ansosnsten landet man noch da, wo die .... hinläuft!

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gold96 DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Pfostenträger für Sichtzaun einbetonieren und montieren

Schritt 1:
Zunächst müssen Sie sich etwas körperlich betätigen und ein Loch ausgraben. Einen halben Meter breit und einen halben Meter tief sollte die Grube etwa sein.


Schritt 2:
Besorgen Sie sich im Baumarkt einen schweren Betonanker in H-Form. Diesen gibt es in mehreren Größen. Die Größe hängt von den Abmessungen des Pfostens ab. Damit Sie den Betonanker nicht immer festhalten müssen, fixieren Sie ihn mit Hilfe einer Leiste.


Schritt 3:
Geben Sie nun Fertigbeton in einen Bottich. Wie Sie sehen, kann das eine ganz schön staubige Angelegenheit sein. Ihre Sonntagskleidung sollte also im Schrank bleiben.


Schritt 4:
Durch Zugabe von Wasser entsteht eine homogene Masse. Rühren Sie so lange, bis ein dickflüssiger Brei entstanden ist.


Schritt 5:
Füllen Sie den Beton in das ausgegrabene Loch. Der Betonanker bleibt weiterhin mit der Leiste fixiert.


Schritt 6:
Mit einer Maurerkelle streichen Sie den Beton glatt. Haben Sie keine Maurerkelle zur Hand, funktioniert es auch mit einem großen Spachtel.


Schritt 7:
Damit sich der Pfosten auch wirklich kerzengerade in den Himmel reckt, richten Sie den Betonanker mit der Wasserwaage aus.


Schritt 8:
Nachdem der Beton ausgehärtet ist, setzen Sie den Pfosten ein. Stellen sie den Pfosten auf ein zwei bis drei Zentimeter dickes Holzstück. Das Holzstück dient als Abstandhalter zwischen Pfosten und Metall - damit Feuchtigkeit abtrocknet und das Holz nicht angegriffen wird.


Schritt 9:
Falls Sie alleine arbeiten, fixieren Sie den Pfosten mit einer Schraubzwinge.


Schritt 10:
Nochmals wird alles mit einer Wasserwaage kontrolliert. Es soll doch wirklich alles ganz genau passen.


Schritt11:
Bohren Sie zunächst durch die oberen Löcher des Betonankers. Machen Sie das von beiden Seiten, so daß ein durchgängiges Loch entsteht.


Schritt12:
Schlagen Sie nun eine Maschinenschraube (M 10) vorsichtig durch die Öffnung des Betonankers in das Holz, bis sie auf der anderen Seite austritt.


Schritt 13:
Führen Sie jetzt die untere Bohrung durch. Kontrollieren Sie zuvor aber nochmals mit der Wasserwaage die senkrechte Stellung des Pfostens.


Schritt 14:
Schlagen Sie analog Schritt 12 nun die untere Schraube ein.


Schritt 15:
Befestigen Sie zum Abschluß die Muttern auf beiden Seiten mit einem Sechskantschlüssel.


Schritt 16:
Das war's. So sieht der einbetonierte Pfostenträger für Ihren Sichtzaun nach der Fertigstellung aus.


Gefunden auf
Anleitung ganz unten in der Mitte

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xafford DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Also vorweg:

Normales Holz und Beton zusammen vertragen sich auf Dauer schlecht, der Tipp deines Bekannten war also ein Märchen. 1. Hat es Holz an sich zu Quellen und zu Schrumpfen, 2. ist es stark saugend und weiterhin sondert es für Beton schädliche Stoffe ab.
Wenn Du also einfach Holzpflöcke einbetonierst, so werden diese 1. nicht fest, da Beton schrumpft, die Löcher sich also vergrößern und 2. der Beton um das Holz herum nciht richtig abbindet und niedrigere Festigkeiten erhält.
Zudem werden Dir die Pflöcke in ein paar Jahren wegfaulen wo sie aus dem Betonklotz herausragen.
Entweder also die mit Bitumen/Teerpech imprägnierten Pflöcke, wie Triker sie erwähnt hat (schlechtere Wahl), oder die hochdruckimprägnierten Pflöcke, die cbuddeweg angesprochen hat, oder so, wie es die Normen vorschreiben eine Aufständerung (wie von Triker vorgeschlagen).

Was die Betonrezeptur angeht so nimmst Du am Besten einen ganz normalen Fertigkies aus dem Baumarkt, die 08/15 Mischung für Beton für den Hausgebrauch ist 3:1:0.5....
3 Teile Zuschlag (Kies/Split)
1 Teil Zement
0.5 Teile Wasser
Das ist ausreichend für einen normalen unbewehrten Stampfbeton, paß aber auf, daß Du nicht zu viel Wasser nimmst, zwar verarbeitet sich der Beton mit viel Wasser besser, er reißt Dir aber beim abbinden kurz und klein. Die Mischung sollte "erdfeucht" sein und nicht fließfähig. Nicht vergessen das Ganze gut fest zu stampfen.

Und jetzt noch was zu den Römern: OPUS CAEMENTITIUM, der römische Vorläfer des Beton war in dem Sinne kein echter Beton und er ist auch verglichen mit heutigen Betonmischungen alles andere als fest. Die Römer arbeiteten nur mit massiver Überdimensionierung und der Beton dienste mehr dem Ausfüllen und verkleben als der Lastabtragung.
Ziegelscherben im Beton sind auch eher kontraproduktiv. Der Zuschlag im Beton hat die primäre Aufgabe des Lastabtrags. Demnach sollte der Zuschlag so hart wie möglich sein, Ziegel ist eher das Gegenteil, zumal ein gebrochenes Korn noch andere Nachteile für einen Beton hat, weswegen im normalen Bauwesen nur runde Kiese und Sande Verwendung finden, wegen der idealeren Kornform.

Letztendlich muß ich dazu noch sagen, daß z.B. ein schwerer, bindiger Boden absolut ausreicht, wenn Du die Pfähle tief genug einrammst, um einen normalen Zaun auf Jahre zu halten.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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Teletom DannyCoburg „Wie stelle ich Beton her?“
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Also,

das Vorhaben kannst Du am besten bewältigen, wenn Du noch andere Personen hinzuziehst.

Optimal ist noch eine weitere Person, dann brauchst Du neben Kies (ca. 2 mm Körnung) und Zement noch günstigerweise einen Mischer oder mindestens einen Elektroquirl.

Darüber hinaus ist noch pro zusätzlicher Person ein Kasten Bier nötig. Darum solltest Du nie mehr als eine zusätzliche Person verwenden, denn mehr kann ganz schön teuer werden.

Löcher kannst Du innerhalb der TrimmDich- Bewegung ausheben, pro Holzpfahl ein Loch ca. 20% der Holzpfahllänge tief und ca. 40-50 cm Durchmesser.

Dann geht's los mit der Mischung (3 Teile Kies zu 1 Teil Zement und natürlich etwas Wasser). Am besten eine Schippe verwenden. Die zusätzliche Person bringt neun Schippen voll Sand und drei Schippen Zement in den Mischbehälter und das Ganze wird gemischt. Dann öffnest Du die erste Flasche Bier, achte bitte darauf, dass Du zunächst kein Bier trinkst, denn Du musst ja zählen!!!

Alternativ kannst Du fertige Mischungen aus dem Baumarkt kaufen z.B. Betonestrich. Dann kannst Du natürlich Zeit sparen, dadurch erhöht sich natürlich die Biertrinktaktzahl also Vorsicht!!!

Günstig sind die von triker angeführten Pfostenanker. Achte jedoch darauf, wenn Du die Pfostenanker verchromen lässt, dass diese nur von innen verchromt werden. Du weißt doch, dass auch Chrom oxidiert und das wäre von außen nicht sehr schön anzusehen.

Pfostenanker oder pechgetränkten Holzpfahl in das Loch reinhalten und die schlammige Betommasse reinschippen. Das Bier austrinken. Denke dran auch Menschen müssen erbrachte Arbeit durch Energieaufnahme ausgleichen.

Viel Spaß
Teletom

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DannyCoburg Nachtrag zu: „Wie stelle ich Beton her?“
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Jetzt komme ich erst heute abend zum Lesen dieser neuen Posts, denn das Pfahl-Betonieren hat mich so lange aufgehalten! Dauert alles immer viel länger, als man zunächst glaubt.

Ohne vorher Teletoms Post gelesen zu haben, wollte es der Zufall, kaum glaublich, daß ich, als wichtigste Zutat zum Betonieren, ebenfalls an ausreichende Flesch Bier gedacht habe. Also Telepathie mit Teletom.

Eigentlich hatte ich nur zwei Zusatzpfosten zu einem bestehenden Zaun einsetzen müssen, da dieser zu weit gespannt war und die Kinder ihn immer überstiegen (und dadurch der Hund abhauen konnte).

Außerdem habe ich noch 4 Stangen, bestehend aus selbst geschlagenen jungen Bäumen, ca. 6,5 m hoch, im Quadrat einbetoniert. Hieran werde ich Kletterrosen hochziehen.
Da ich weder Dacklack noch Bitumen etc. im Hause hatte und ich Niedrighaltung der Kosten (ohne Geiz) als Tugend betrachte, habe ich die Enden der Bäume, bis ca. 10 cm über OK Erde, 1. 4 x mit Holz-Klarlack gestrichen (hatte ich mal geschenkt bekommen), 2. mit dicker Plastiktüte umwickelt, 3. mit dickem Klebeband umwickelt, 4. Punkt 2 und 3 noch 2 mal, also 3 Lagen Plastiktüte, die letzte schwarz aus optischen Gründen.

Dann habe ich in jedes Loch eine Sektflasche gesteckt und diese einbetoniert. Nach Aushärten die Wandung, bis auf den Boden, zerklopft und die Stangen reingestellt und nochmal Beton drübergegossen.

Natürlich ist dies keine Profilösung, aber bei den Stangen einiger anderen Rosen ist nach 7 Jahren erst eine abgefault (diese hatte ich damals direkt in die Erde gesteckt).

Ursprünglich wollte ich ja auch nur wissen, wie Beton hergestellt wird, und jetzt komme ich mir fast ein wenig schofel vor, daß ich das so primitiv gelöst habe, nachdem ich so gut beraten wurde.

Übrigens sieht das mit den Stangen im Garten garnicht schlecht aus, wenn diese über und über mit duftenden Rosen beklettert sind. Die Rosen kosten mich auch nichts, da ich sie mit Steckhölzern vermehre. Wenn sich jemand dafür interessiert, kann er mich gerne fragen.

Zu dem Beton oder Pseudobeton der Römer: Wie gesagt, hatte ich mal, ich glaube im Spiegel, gelesen, daß das Colosseum und einige andere Römerbauten heute noch stünden, weil man damals eine Beton/Ziegelmischung verwendet hätte, die ungeheure Festigkeit aufwiese. Die Rezeptur sei jedoch verloren gegangen. Das ist, was ich las, mehr kann ich dazu nicht sagen. - Leuchtet aber ein, daß ein Kiesel höhere Festigkeit hat.

Jedenfalls nochmal Dank an Alle, hat Spaß gemacht!


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xafford DannyCoburg „Jetzt komme ich erst heute abend zum Lesen dieser neuen Posts, denn das...“
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bezüglich Beton der Römer:
Naja, Spiegel schreibt viel und nicht alles stimmt ;o)

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DannyCoburg xafford „bezüglich Beton der Römer: Naja, Spiegel schreibt viel und nicht alles stimmt o “
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Was ja "selbst" in Foren vorkommt - wobei m. E. der Spiegel eher noch der einäugige König der Blinden ist.

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xafford DannyCoburg „Was ja selbst in Foren vorkommt - wobei m. E. der Spiegel eher noch der...“
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Stimmt, aber leider ist er in meinen Augen mittlerweile auf dem Niveau, das früher mal der Stern inne hatte, bevor der zu einem Boulevardblatt wurde....
Falls Du dich um mein Hintergrundwissen bezüglich Beton sorgst..ich bin Bauingenieur und wir lernen auch antike Bautechniken ;o)

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DannyCoburg xafford „Stimmt, aber leider ist er in meinen Augen mittlerweile auf dem Niveau, das...“
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Nene, ich zweifele nicht an deiner Kompetenz und wußte aus älteren Beiträgen, daß du Bauing. bist! Ebensowenig würde ich Fetzen´s Wissen im Fotobereich in Frage stellen wollen. Also, ich habe mich nicht eine Sekunde gesorgt.

Bist du nicht zu hart, wenn du dem Spiegel attestierst, er sei auf das frühere Stern-Niveau herabgesunken? Er ist vielleicht ein wenig greller, aber seit nicht wenigen Jahren dafür ausgewogenerer geworden, hat noch der alte Augstein dafür gesorgt. Während der Stern stets plump und tendenziös in die eine Richtung marschiert ist.

Es ist nicht zu unterschätzen, daß man selbst ja meistens mit den Jahren abgeklärter und weniger begeisterungsfähig wird. Als Kind hat mir z. B. der Stern noch gefallen und ich habe alles geglaubt, was ich darin las.

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xafford DannyCoburg „Nene, ich zweifele nicht an deiner Kompetenz und wußte aus älteren Beiträgen,...“
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Mir ginge es ähnlich, ich mochte den Stern früher auch, aber ich denke es ist nicht nur eine Änderung der Auffassung, Stern hatte früher auch sehr viele investigative Berichte, in denen happige Dinge aufgedeckt wurden, es war nicht auf jedem Cover eine leicht bekleidete Dame, es wurden nicht die üblichen Sommerloch-Mainstreamthemen ausgeschlachtet und die politischen Artikel überwogen die Zahl der Artikel über blaublütige Halodris und ihre Freizeitbeschäftigungen.
Mittlerweile glänzt nun auch der Spiegel mit mehr Widerrufen als Neuigkeiten. Die Aufmacher werden schreiender und regenbogenfarbiger...wohl auch Dank des Mitbewerbers Focus, der Bildzeitung für Akademiker.

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Emily22 DannyCoburg „Jetzt komme ich erst heute abend zum Lesen dieser neuen Posts, denn das...“
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Also das würde mich wirklich interessieren, wie man Rosen weiter ziehen könnte.
Ich habe noch zwei alte wunderschöne Rosensträucher, einer ist magenta/grauweiss und der andere feuerrot/gold und wechselt aber nach ein paar Tagen nach lila/gold.
Ich kenne nur die aufwendige Methode, dass man die Hölzer auf einen vorhandenen Rosenstock aufsetzt.
Und nochmal zu Bauwerken: Die ollen Chinesen haben ihre Mauer sogar mit Reismehl zusammen gepappt und das Teil steht ja bis heute auch noch *g*

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hundevatta Emily22 „Rosen Steckhölzer“
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@emily22: Wer einmal versucht hat, verkrusteten Reis aus einem Topf zu bekommen weiss warum die Mauer noch hält...

Zum Betonieren: Das kann süchtig machen. Der Vorgang, wie aus quasi flüssigem Werkstoff ein ultrahartes Etwas entsteht ist faszinierend. Nachdem ich im Garten das erstemal Pflöcke einbetoniert hatte war ich besessen. An der Beseitigung dieser Anfälle sitze ich teilweise noch heute, weil ich damals meinte, das Gemisch für einen Zaunpfahl braucht mindestens einen halben Sack Zement - damals noch zu 50 Kilo! Gewackelt haben die nie - das ausbuddeln in späteren Jahren aber...
Jetzt bin ich auf Entzug und setze auf Einschlaghülsen.

- Boh glaupse ey! -
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DannyCoburg Emily22 „Rosen Steckhölzer“
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Es ist eine tolle Sache, aus einem Stückchen Holz einen herrlichen Rosenbusch oder eine riesige Kletterose zu ziehen. Alsdann:

- Das Steckholz sollte fest (nicht ganz jung und biegsam), aber noch nicht verholzt sein.
- Schneide den Stengel einer verwelkten (geht auch mit blühenden) Rose bis ca. 30 cm von Rose ab.
- Entferne die Rose mitsamt dem obersten Blattpaar und schneide ab bis zum 2. Blattpaar (über Blattpaar ca. 15-20 mm stehen lassen). Der Schnitt sollte gerade sein = geringe Angriffsfläche.
- Das Steckholz sollte jetzt so 15-20 cm haben (rauf und runter halb so wild, aber länger = meistens besser).
- Entferne alle anderen Blätter und lasse nur das oberste Blattpaar stehen.
- Schneide den unteren Teil des Holzes schräg ab (= größere Bewurzelungsfläche).
- Nehme großen Blumentopf (oder Baumarkt-Eimer und bohre in den Boden einige Abflußlöcher. Die Löcher mit Tonscherben o. ä. abdecken.
- Du kannst natürlich die teuere Anzuchterde kaufen, aber ich nehme billige Blumenerde, vermische sie mit 1/3 Perlite, oder einem ähnlich guten Mittel, das bewirkt: 1. die Erde verklumpt nicht, die feinen Wurzeln können sich durchschlängeln, 2. Wasser wird gespeichert. Perlite gibt es im Baumarkt, großer Sack ca. 9,-, wird normal zur Dachdämmung genommen. Darauf achten, daß "Perlite natürlich" draufsteht, nicht das mit Bitumen! Perlite ist bei 1000 Grad aufgepuffertes Aluminiumsilikat, daß viele Kapillaren hat und dadurch Feuchtigkeit speichert. Ideal zum Anpflanzen!
Falls du keine Lust auf Perlite hast, nimm wenigstens Sand.
- Fülle den Eimer locker mit Erde, mache mit Finger oder Stecken ca. 10 cm tiefe Löcher und stecke die Hölzer ca. 7 cm rein. Drücke von oben die Erde ein wenig an, sodaß sie stehen bleiben.
- Stecke in alle Himmelsrichtungen vier Stecken, die höher als die Steckhölzer sind.
- Gieße den Topf gut ein, damit die Erde vollkommen naß wird und korrigiere danach schrägstehende Hölzer.
- Nimm einen normalen Müllbeutel (milchig-durchsichtig)und ziehe ihn vorsichtig über die Stecken, damit das Plastik nicht zerreißt.
- Umwickle den Müllbeutel im Topfbereich straff mit Tesafilm oder Paketband, damit der Beutel luftdicht wird. Dadurch erreichst du "gespannte Luft" und einen geschlossenen Kreislauf.
- Stelle den Topf in den Halbschatten und lasse ihn 4-6 Wochen stehen, bei nicht zu heißen Sommern eher 6.
- Öffne danach den Topf/Eimer und hebe die Hölzer vorsichtig heraus. Meistens sind schon lange Wurzeln daran, falls nicht, eine knollenartige Verdickung (Meristem), das ist auch OK.
- Vereinzele die Hölzer in separate Töpfe/Eimer und vergiß ab sofort das Gießen nicht. Oder pflanze sie gleich an den gewünschten Ort. Besser aber nach meinen Erfahrungen:
- Falls du die Möglichkeit hast, die Töpfe in der Frostzeit in den Keller oder die Scheune zu stellen, in die Nähe eines Fensters, lasse sie dort überwintern und stelle sie nach Brechen des Frostes wieder raus.
Zur Topfgröße: So groß wie ein 10l-Eimer mindestens, am besten gleich Eimer!
So, das waren die ersten Schritte, falls du jetzt oder später mehr Info benötigst, gebe ich gerne Auskunft.
Falls Du in deinem Ort einen Rosengarten kennst, kannst du an einem regnerischen Tag ja mal dort spazierengehen, bevor die Gärtner alles wegschneiden.
Ich mache jedes Jahr zig tolle Töpfe, selbst wenn ich in meinem Garten kaum noch Platz habe, es ist ein individuelles Geschenk, das bestens ankommt.
Noch ein Tip zum späteren Pflanzen: Je größer das Pflanzloch, desto besser. 40 cm tief, 30 breit - auch hier 1/3 Perlite, Kompost, Erde.
Viel Spaß!
Danny

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Emily22 DannyCoburg „Rosen Steckhölzer“
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Danke für den tollen Tipp, werde ich denn mal gleich ausdrucken und demnächst probieren.
Sand habe ich gerade sogar da, hab mir letzte Woche ein paar Säcke gekauft, Aufzuchterde (für meine Datura) ebenfalls noch einen Sack voll.
Na denn, auf dass es grünt und blüht ;-)

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DannyCoburg Nachtrag zu: „Rosen Steckhölzer“
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NACHTRAG: Durch die unterschiedlichen Blattstände der Rosen muß es nicht unbedingt 30 cm sein, die du abschneidest, sondern vom 2. Blatt bis zum schrägen Ende sollten es so 15-20 cm sein.

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