Heute abend (Freitag) war Kino angesagt. Van Helsing. Oh Mann, nach 10 Minuten wäre ich gern gegangen, meine Tochter verdrehte nur noch die Augen, wegen dieses Schwachsinns, mein Mann hat tapfer durchgehalten, und die Drohung "der Film hat Überlange" von der Kartenverkäuferin wurde nach ca. 1,5 Stunden zur echten Qual. Muß ich diesen Schwachsinn echt noch so lange durchhalten? Nach 2 Stunden war zum Glück Schluß, wir haben uns nur noch gewünscht, doch zu Hause geblieben zu sein, und auf Super-RTL "Goofy" geguckt zu haben.
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Zitat aus: http://www.filmstarts.de/kritik/van%20helsing.html
Rating: ***....... (3 aus 10)
"Van H., das neueste Produkt aus den Blockbuster-Laboratorien Hollywoods, ist in jeglicher Hinsicht ein Gruselfilm geworden. Gruselig, weil dieses Paradebeispiel postmoderner Plünderung und Vergewaltigung klassischer Literatur- und Filmstoffe so ziemlich alles falsch macht, was ein Film nur falsch machen kann und einen wirklich traurigen Höhepunkt in der Reihe all jener Streifen darstellt, die einen Mangel an erzählerischem Inhalt mit immer mehr Donnergetöse an Action, Ausstattungsbombast und Special Effects zu kompensieren versuchen. [...]
...kredenzt uns nun der Mumien-Stephen als neuen Negativ-Rekord hirnverbrannter Drehbuch- Nichteinfälle, grottiger Special-Effects und völlig sinnloser Budgetvergeudung den Monster Killer Van Helsing als komplett unverdauliche Mischung aus Blade 2, seinem eigenen Mumien- Sequel und ausgerechnet Len Wisemans prinzipiell gelungenem Werwolf-Opus Underworld. [...]
So weit, so traurig. Doch Van Helsings Aufbruch nach Transsylvanien [...] bildet erst den Auftakt für das nun folgende, insgesamt 131 Minuten andauernde Zuschauer-Martyrium. Wenn es einen Preis für das peinlichste, hirnrissigste und inhaltsleerste Drehbuch gäbe, Stephen Sommers hätte ihn sicher: Was er dem Zuschauer als Story-Kompott mit den drei bekanntesten Ungeheuern aus den Tiefen des Universal-Archivs zumutet, spottet jeglicher noch so wohlwollender Beschreibung. [...]
Da nicht einmal der rudimentäre Ansatz einer auch nur halbwegs zusammenhängenden Handlung (von Logik mal ganz zu schweigen) zu erkennen ist, schwingt Stephen Sommers in noch gnadenloserer Effektehascherei als im Mumien-Sequel den CGI-Hammer, um mit der Vorhersehbarkeit einer ZDF-„Traumschiff“-Episode, der Zuverlässigkeit eines Metronoms und dem Spannungsgehalt einer Partie Sackhüpfen auf einem durchschnittlichen Kindergeburtstag Explosionen, Monster und Mutanten abzuliefern. [...]
Sicher, der Anspruch dieser aus diversen cineastischen Monster-Mythen zusammengeklaubten Horror-Humoreske rangiert ohnehin nur auf dem Niveau einer handelsüblichen RTL-Vorabendserien-Folge. Aber wenigstens ein bisschen zum Lachen oder ein ganz klein wenig unterhaltsam hätte dieser minderbemittelte Clash of Monsters für ganz Arme doch wohl ausfallen können. Stattdessen tötet Stephen Sommers auch den wirklich letzten Rest von Popcorn-Atmosphäre mit einer alles lähmenden Lawine schrecklich künstlich aussehender Digitaltechnik. Alles geht unter in einer atemlosen Aneinanderreihung computergenerierter Tricksequenzen, in denen die Figuren zu reinen Stichwortgebern restlos sinnentleerter Dialogfetzen degradiert werden. [...]
Im Final Showdown wird „Van Helsing” unbeabsichtigt zu einem echten Lehrstück über die Vernichtung der Träume durch das multimediale Bombastkino: Alles zappelt, wabert, explodiert, zersplittert, zerplatzt oder zerfließt in Glibber und endet damit genau dort, wo jeder Versuch enden muss, das Außergewöhnliche der menschlichen Fantasie technisch reproduzieren zu wollen – eine Schreckensvision, die „Van Helsing“ ohne es zu wollen als treffsichere Analyse des eigenen Genres enthüllt.
Na - wenigstens Drehmo hat's gefallen *g*. Wenn ich all das - und die Statements in diesem Thread - so lese, frage ich mich, ob ich mir den Streifen nicht reintun sollte. Scheint mir so'n Fall zu sein, wo man ganz herrlich an den falschen Stellen lachen kann. Obwohl - neulich abend habe ich mir "Die purpurnen Flüsse 2" angeschaut. Damit ist mein Bedarf an unfreiwillig humoristischem Horror-Nonsense eigentlich erstmal gedeckt.
CU
Olaf
Rating: ***....... (3 aus 10)
"Van H., das neueste Produkt aus den Blockbuster-Laboratorien Hollywoods, ist in jeglicher Hinsicht ein Gruselfilm geworden. Gruselig, weil dieses Paradebeispiel postmoderner Plünderung und Vergewaltigung klassischer Literatur- und Filmstoffe so ziemlich alles falsch macht, was ein Film nur falsch machen kann und einen wirklich traurigen Höhepunkt in der Reihe all jener Streifen darstellt, die einen Mangel an erzählerischem Inhalt mit immer mehr Donnergetöse an Action, Ausstattungsbombast und Special Effects zu kompensieren versuchen. [...]
...kredenzt uns nun der Mumien-Stephen als neuen Negativ-Rekord hirnverbrannter Drehbuch- Nichteinfälle, grottiger Special-Effects und völlig sinnloser Budgetvergeudung den Monster Killer Van Helsing als komplett unverdauliche Mischung aus Blade 2, seinem eigenen Mumien- Sequel und ausgerechnet Len Wisemans prinzipiell gelungenem Werwolf-Opus Underworld. [...]
So weit, so traurig. Doch Van Helsings Aufbruch nach Transsylvanien [...] bildet erst den Auftakt für das nun folgende, insgesamt 131 Minuten andauernde Zuschauer-Martyrium. Wenn es einen Preis für das peinlichste, hirnrissigste und inhaltsleerste Drehbuch gäbe, Stephen Sommers hätte ihn sicher: Was er dem Zuschauer als Story-Kompott mit den drei bekanntesten Ungeheuern aus den Tiefen des Universal-Archivs zumutet, spottet jeglicher noch so wohlwollender Beschreibung. [...]
Da nicht einmal der rudimentäre Ansatz einer auch nur halbwegs zusammenhängenden Handlung (von Logik mal ganz zu schweigen) zu erkennen ist, schwingt Stephen Sommers in noch gnadenloserer Effektehascherei als im Mumien-Sequel den CGI-Hammer, um mit der Vorhersehbarkeit einer ZDF-„Traumschiff“-Episode, der Zuverlässigkeit eines Metronoms und dem Spannungsgehalt einer Partie Sackhüpfen auf einem durchschnittlichen Kindergeburtstag Explosionen, Monster und Mutanten abzuliefern. [...]
Sicher, der Anspruch dieser aus diversen cineastischen Monster-Mythen zusammengeklaubten Horror-Humoreske rangiert ohnehin nur auf dem Niveau einer handelsüblichen RTL-Vorabendserien-Folge. Aber wenigstens ein bisschen zum Lachen oder ein ganz klein wenig unterhaltsam hätte dieser minderbemittelte Clash of Monsters für ganz Arme doch wohl ausfallen können. Stattdessen tötet Stephen Sommers auch den wirklich letzten Rest von Popcorn-Atmosphäre mit einer alles lähmenden Lawine schrecklich künstlich aussehender Digitaltechnik. Alles geht unter in einer atemlosen Aneinanderreihung computergenerierter Tricksequenzen, in denen die Figuren zu reinen Stichwortgebern restlos sinnentleerter Dialogfetzen degradiert werden. [...]
Im Final Showdown wird „Van Helsing” unbeabsichtigt zu einem echten Lehrstück über die Vernichtung der Träume durch das multimediale Bombastkino: Alles zappelt, wabert, explodiert, zersplittert, zerplatzt oder zerfließt in Glibber und endet damit genau dort, wo jeder Versuch enden muss, das Außergewöhnliche der menschlichen Fantasie technisch reproduzieren zu wollen – eine Schreckensvision, die „Van Helsing“ ohne es zu wollen als treffsichere Analyse des eigenen Genres enthüllt.
Na - wenigstens Drehmo hat's gefallen *g*. Wenn ich all das - und die Statements in diesem Thread - so lese, frage ich mich, ob ich mir den Streifen nicht reintun sollte. Scheint mir so'n Fall zu sein, wo man ganz herrlich an den falschen Stellen lachen kann. Obwohl - neulich abend habe ich mir "Die purpurnen Flüsse 2" angeschaut. Damit ist mein Bedarf an unfreiwillig humoristischem Horror-Nonsense eigentlich erstmal gedeckt.
CU
Olaf
