Die Lebensdauer ist insofern kein Argument, als es ziemlich gleich ist, ob ein Prozessor nun 10 Jahre lebt oder nur 7 - danach ist er sowieso hoffnungslos veraltet. Daß ein Hersteller eine CPU z.B. mit 1,8 GHz und nicht mit 2,4 anbietet, heißt: Bis 1800 MHz gibt es eine Funktionsgarantie, die ggfs. reklamiert werden kann, darüber jedoch nicht mehr. Das heißt aber nicht, daß Übertakten schädlich ist oder nicht geht - nur, daß es vom Hersteller nicht mehr supported wird.
Wenn man sich aber schrittweise an die gewünschte Taktfrequenz herantastet, dann kann nicht viel schiefgehen. Bei einem Intel-Proz. mit 1,6 oder 1,8 GHz (Northwood) ist es nicht ungewöhnlich, daß er sich sogar mit dem Boxed-Kühler über den Frontsidebus um ein Drittel übertakten läßt (100 MHz => 133 MHz) - ohne Stabilitätsprobleme. Die Frage ist allerdings, ob der Performancegewinn so bedeutend ist, daß sich dieser Aufwand plus Restrisiko lohnt...
CU
Olaf