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Eigener Webserver - als Hoster

Christoph Maus / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Hi,
wir (ich und ein Bekannter) wollen uns als Hoster selbstandig machen - mit nem eigenem Server. Der soll bei ihm zu Hause stehen und über ne 1Mbit-Standleitung angebunden werden. So viel ist schon klar.


Nur Hard- und Softwareseitig sind wir uns noch nicht ganz sicher! Ich hab so was von nem C3 um 800 MHz und 256MB RAM im Kopf. So dann kommt die Frage RAID oder nicht RAID - wenn, dann Level 1.
HDDs sollen 40er sein + eine 10er für's System. Was meint ihr?


Software
Soll als OS SuSe Linux 8.0 mit Apache werden. Als Kundeninterface kommt wohl ViSAS zum Einsatz. Rest: unklar - was meint ihr?



Der Server soll alles Leiten können was man sich wünschen kann - PHP/MySQL, CGI/Pearl, etc.


Soll auch nicht allzu teuer werden - 500 € maximal für die Hardware (ohne den überflüssigen Kram wie Monito, Tastatur, etc.)


thx!!!


cm

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Dumistvieh Christoph Maus „Eigener Webserver - als Hoster“
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Okay, ich gehe mal davon aus, daß ihr plant nur einige Kunden zu hosten. Mehr dürfte mit der "Mühle" nicht möglich sein. Sorry, ist aber so. Oder meinst Du alle größeren Hoster haben da HomePCs mit VIA-CPU stehen? :)

- MoBo: Ein stabiles Teil mit Intel-Chip. Sonst nix. Oder aber ihr nehmt so nette Sun Server. Allerdings gibts die net für 500 Eier *g*

- CPU: Nimm unbedingt Intel oder AMD. VIA-Chips sind lahm und nicht besonders gut unterstützt. Im gleichen Denkzug könntet Ihr auch über ein Multiprozessor-System nachdenken. Bei wenigen Kunden aber nicht nötig. Wobei ich eher zu Intel tendiere. AMD-Jünger schreien jetzt zwar auf, aber AMD ist (leider) noch nix für Server. Könnt es aber trotzdem probieren, da es ja kein 100%erreichbar-highend-server sein soll.

- RAM: Davon kannst Du nie genug haben! 256 MB sind hier absolutes Minimum. Am besten ist 1 GB und aufwärts, da Linux mit ordentlich Disc-Cache erst so richtig rennt (erst recht beim Serverbetrieb).

- RAID: Hmm, wenn schon dann SCSI. IDE-RAID ist Augenwischerei und außerdem nicht für 24/7-Betrieb gedacht. Oder sagt Ihr "Webseite erreichbar von 9-21 Uhr werktags und 9-13 Uhr am Wochenende"?

- Kundeninterface: Also, ich kann nur Confixx empfehlen. Teuer aber dafür saumäßig gut. Als Ersatz kommen auch eigene Skripte in Frage. Bei wenigen Kunden kann man den Support selber gut abwickeln.

- Linux: Schonmal gute Wahl. Abba diese Distris haben eine Menge Schrott an Bord, wie X11 und sowas. Nehmt eine Minimalstinstallation und sorgt immer für aktuelle Patches (die also einzuspielen)! Auf dieser Ebene müßt Ihr für Sicherheit sorgen. Aber die Tipps hierfür gibt es ellenlang im Netz und natürlich, wenn man sich einen Unix-Guru als Supportmensch einstellt ;) (hmm. Supportmensch. Wer hast dieses Wort nur erfunden?)

Naja, am Besten wär natürlich so eine richtige Serverdistri, die man selber zusammenbaut. Vom Kernel bis zum letzten Programm. Abba dafür braucht man sehr, sehr viel Erfahrung. Ansonsten ist RedHat auch net schlecht. Die sind wesentlich schneller mit Securityfixes.

- Anwalt: Ja, auch den braucht man. Es sei denn Dein Kumpel ist einer. AGBs machen, schönes Impressum etc.

PS: macht ihr "freehosting" oder "payhosting"?

gruß
dumistvieh

--- wie immer: ALLE ANGABEN OHNE GEWEHR ÄH GEWÄHR!
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