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Programme "wehren" sich gegen De-Installation

Olaf19 / 13 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo zusammen.

Nach meinem Versuch, einige Programme zu de-installieren, legt Win98 SE ein ziemlich merkwürdiges Verhalten an den Tag. Zunächst einmal sind die bereits de-installierten Programme (Pegasus Mail, Power DVD, Nero) in der Auflistung unter Systemsteuerung > Software nach wie vor sichtbar. Versuche ich sie erneut zu de-installieren, kommt es entweder zu Fehlermeldungen ("Datei xxxxx.xxx nicht gefunden"), oder der Rechner friert ein.

Der Internet Explorer hängt sich jetzt öfter mal auf; Ausschalten kann ich den Rechner nur noch durch Unterbrechng der Stromversorgung. Beim bzw. nach dem Herunterfahren wird nur das Hintergrundbild leicht abgedunkelt, aber der PC geht nicht aus.

Hätte es Sinn, Laufwerk C: plattzumachen und Win 98 SE neu zu installieren, ohne daß vorher alle auf Laufwerk D:, E:, F:, G: installierten Programme sauber entfernt worden sind? Denn die sollen da zum großen Teil später wieder drauf.

Danke schonmal,
Olaf19

Danke Kolti! Olaf19
heiße Spur! Olaf19
Ergänzung Tilo Nachdenklich
Eine Verständnisfrage: Olaf19
Tilo Nachdenklich Olaf19 „Programme "wehren" sich gegen De-Installation“
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Also Windows-Programme legen immer (wenige Ausnahmen bei Mini-Tools) Teile der Programme und Daten auf C ab und auch die entsprechenden Infos, die das Betriebssytem braucht, finden sich in der Registry, die auf C residiert. D.h. man bekommt eine "persönliche Ordnung" hin, "installationstechnisch" geht Windows immer seinen eigensinnigen Weg. Die Teile der Programme finden sich hauptsächlich im Ordner Gemeinsame Dateien und im Windows-Ordner. Die Daten meist in: Eigene Dateien und Anwendungsdaten. Letztere kann man - unter Nutzung der Programme verschieben, Anwendungsdaten insgesamt funktioniert wohl aber nicht (ich rede nicht über größeren Aufwand, Tricks). Aber wenn man bei einer Neuinstallation oder Repararturinstallation nicht aufpasst und benutzt nicht die Standartplätze beginnt das Suchen und Synchronisieren und ev. hat man teils auch kein Backup, etwa für Emails.

Manche Programme wollen unbedingt auf C installiert werden; definitiv es muss C sein! Manche Programme werden nur unvollständig deinstalliert, wenn sie nicht auf C residieren. Dagegen hilft Installation unter Überwachung mit Cleansweap.

Man könnte nun auf die Idee kommen, doch Betriebssytem und - der Einfachheit halber - alle Programme auf C zu installieren und lieber mit der Sicherung größeren Aufwand zu betreiben. Wenn man drei Festplatten hat, könnte man ständig Backups auf eine zweite Platte machen (Mit DriveImage "Von Partition zu Partition" und vielleicht wöchentlich die Backup-Festplatte gegen eine 3.-te Platte tauschen (sehr sicher außerhalb des Computers aufbewahrt, man bräuchte Wechselrahmen.) Das Verfahren ist sehr flott und simpel, man könnte die C-Partition täglich sichern (15 Minuten). - Der Nachteil ist, dass Windows ab einer bestimmten Anzahl von DLLs langsam wird; ev. ist es aber doch auf einem schnellen Rechner machbar. Mein alter Rechner wurde erheblich schneller, als ich möglichst viele Programme auf D installiert hatte. (Übrigens gehört der Browser-Cache auf eine kleine extra-FAT-16 Partition, würde ich sagen.)

Andere Buchstaben als D sind auch möglich, nur muss bedacht werden, welche Bewegungen der Lesekopf der Festplatte macht. Es ist schlecht, wenn er immer quer über die Platte hin- und her die Position wechselt. Ich habe also auf D Programme und Daten die häufig ergänzt werden und sichere dauernd beide Partitionen. Wenn ich mit neuen Programmen experimentieren will, wird erst das Backup aktualisiert. Stellen sich Programmfehler erst nach einiger Zeit heraus, kann ich das Backup sichtbar machen (Laufwerksbuchstaben ändern sich, einige Programme funktionieren nicht mehr) und ich bringe meine Daten auf dem Backup auf den neusten Stand. Dafür habe ich eine Liste aller wichtigen Dateien angefertigt. Das geht von Emails über Texte bis hin zu den Cleansweap Installationsüberwachungsdateien. Dann kann ich das aktualisierte Backup einspielen und die störenden Partitionen wieder verstecken, sodass die Laufwerksbuchstaben wieder stimmen. Auch der Umstand mit dem Verstecken von Partitionen lohnt sich. Trotz umfangreicher Sicherungen werden nicht zuviele Daten und Partitionen angezeigt, ein zuviel würde den Rechner ausbremsen.

Danke! Olaf19
Danke! Tilo Nachdenklich
Danke! Olaf19