Hallo zusammen.
Nach meinem Versuch, einige Programme zu de-installieren, legt Win98 SE ein ziemlich merkwürdiges Verhalten an den Tag. Zunächst einmal sind die bereits de-installierten Programme (Pegasus Mail, Power DVD, Nero) in der Auflistung unter Systemsteuerung > Software nach wie vor sichtbar. Versuche ich sie erneut zu de-installieren, kommt es entweder zu Fehlermeldungen ("Datei xxxxx.xxx nicht gefunden"), oder der Rechner friert ein.
Der Internet Explorer hängt sich jetzt öfter mal auf; Ausschalten kann ich den Rechner nur noch durch Unterbrechng der Stromversorgung. Beim bzw. nach dem Herunterfahren wird nur das Hintergrundbild leicht abgedunkelt, aber der PC geht nicht aus.
Hätte es Sinn, Laufwerk C: plattzumachen und Win 98 SE neu zu installieren, ohne daß vorher alle auf Laufwerk D:, E:, F:, G: installierten Programme sauber entfernt worden sind? Denn die sollen da zum großen Teil später wieder drauf.
Danke schonmal,
Olaf19
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Deine Programme sind nie ordentlich deinstalliert worden. Die einfachste Methode ist, sie noch einmal zu installieren und dann über den vorgeschriebenen Weg zu deinstallieren.
Pegasus zB nur über "Software".
Sollte dieses nicht richtig funktionieren, mußt Du Deine Registry auf Einträge durchsuchen. Dafür gibt es auch Registry-Cleaner.
Wenn Du Laufwerk C: platt machst, dann sind sämtliche Verweise und auch diverse Einstellungen auf Deine anderen Programme ebenfalls platt !
Du kannst davon ausgehen, daß Du dann eine Menge Ärger hast. Eine Neuinstallation von C: zieht eine Neuinstallation des ganzen Systems hinter sich her.
Hallo Kolti,
danke erstmal für Deinen Tip. Ich bin inzwischen einen ziemlich radikalen Weg gegangen: Habe alles an Dateien/Ordnern (keine Programme!), was ich behalten will, auf Laufwerk D: kopiert (war vorher leer) und habe Laufwerk E:, F:, G: formatiert. Jetzt dürfte einer Neu-Installation auf C: nichts mehr im Wege stehen.
Wäre es eine gute Idee, in Zukunft ALLE Programme nur noch auf C: zu installieren? Das ist ja bei jeder Neu-Installation die Default-Einstellung. Oder wird das System dadurch langsamer bzw. instabiler?
CU
Olaf
Ich habe mein Betriebssystem auf C: und alles wichtige wie Firewall, Virenscanner, ISDN- oder DSL-Gerödel und solche Sachen. Dazu genügen 4 GB.
Auf Laufwerk D: (8 GB) habe ich alle Anwendungen, von Winword über Excel bis zu Freeware-Programmen.
Die Daten habe ich auf E: (8 GB).
Dieses ist für mich eine nachvollziehbare logische Trennung, weil ich von meinen Daten täglich eine Systemsicherung mache.
Nun der Vorteil von dem Gerödel auf C: und D:
Nach der Installation habe ich mit Drive Image ein Abbild der Laufwerke gemacht. Dieses Image befindet sich auf Laufwerk F: (8 GB).
(Ich habe noch Laufwerk G:, da befindet sich die Auslagerungsdatei von Windows und ein Download-Verzeichnis, um erstmal abzuladen und zu sondieren.)
Der Vorteil dieser Image-Sicherung ist, daß man ein lauffähiges System im Ärmel hat. Wenn ich jetzt etwas probiere, installiere oder mich im Internet auf böse Seiten wie Nickles rumtreibe, dann haue ich das Image wieder drüber und fertig ist die Laube.
Installieren tue ich auf die Weise manchmal ein Programm dreimal, um die Feinheiten von allen Seiten zu beleuchten.
Wenn ich zum Beispiel eine Neuinstallation behalte, dann schreibe ich das Image von F: auf wiederbeschreibbare CDs. Danach mache ich mir auf F: wieder ein aktuelles Image. Sollte wider Erwarten nach einigen Tagen irgendetwas nicht mehr funktionieren, dann kommt das Image von den CDs wieder zum Einsatz. Läuft die Neuinstallation über einen längeren Zeitraum fehlerfrei, dann ist das Image der nächste Kandidat für die CDs.
Ich kann Dir sagen, daß ich mit meiner Methode noch nie (Klopf auf Holz) Probleme hatte.
Vor drei Tagen lief ein Programm nicht mehr, nachdem ich Defrag gemacht habe. Es war nur mit dem Zurückspielen von Image zu reparieren. Ich hatte vorher eine Neuinstallation dieses Programms versucht, aber durch irgendwelchen Restmüll gings nicht.
Denke mal auf das Geschriebene drauf rum.
cu Kolti
Diese Antwort habe ich mir gerade zu meinen Favoriten gelegt. Kein Scherz! Ich werde es in Zukunft genau so machen.
Bisher hatte ich das gesamte Material "thematisch" geordnet, z.B. Musiksachen auf E:, Internetzeugs auf F:, Grafik und Spiele auf G:. Nachteil: Die Programme haben sich auf alle Partitionen verstreut.
So aber gibt es kein Vertun mehr.
Danke nochmal und CU.
Wenn Du eine ältere Versionen von Nero "total" deinstallierst, geht glaube ich ein wichtige aspi-Datei verloren. Nero schmeißt ev. die Original Windows-Datei raus und aus irgendeinen Grund wird nicht herausgefunden, was zur Reparatur nachzuinstallieren ist und Windows startet höchstens abgesichert. Nero hatte da so ne Macke vor allem im Zusammenhang mit Easy CD-Creator (Konflickte mehrerer Brennprogramme). Bevor Du Nero deinstallierst, mach Dich besser auf der Herstellerseite schlau. Leider erinnere ich mich nicht so genau.
Hallo Tilo,
das mit dem ASPI-Treiber ist vollkommen richtig. Der wurde als fehlend moniert, den hab ich mir gesaugt und nachinstalliert. Hat aber auch nicht geholfen. Irgendwie muß bei dem ganzen Gerödel noch mehr kaputt gegangen sein.
Selbst Programme wie Pegasus - die mit dem ganzen CD/DVD/Brenner-Komplex nichts zu tun haben - ließen sich nicht mehr ordentlich de-installieren.
Was hältst Du von der Idee, in Zukunft alles auf C: zu packen (siehe Posting unten)? Wahrscheinlich nicht so empfehlenswert, oder?
CU
Olaf
Kolti hat seinen Weg gefunden Ärger zu vermeiden und Du musst Deinen Weg finden. Ich habe auch mal versucht alle Programme auf die D-Partition zu packen, aber manche Programme lassen sich da nicht fehlerfrei installieren und noch weniger deinstallieren. Word funktioniert auf der D-Partition, aber einige Plug-Ins für Word funktionieren nicht, wenn sie auf D installiert werden oder wenn Word auf D installiert ist. Wahrscheinlich muss man nur irgendwelche Dateien oder Registry-Einträge korrigieren, aber das artet in Arbeit aus bis man sich schlau gemacht hat und alle Funktionen überprüft sind. Norton-Programme kann man grundsätzlich auf D installieren. DriveImage habe ich auf C gelassen, PartitionMagic ist auf D. Manchmal brauche ich deshalb die Programmdiskette oder muss das Programm direkt von der Partition starten, wenn die Laufwerksbuchstaben zwischenzeitlich durcheinander sind. Wenn nur kurzzeitig eine Backup-Parition sichtbar ist, lohnt es nicht mit DriveMapper die Pfade anzupassen. Na ja das könnte man endlos fortführen und auf Gründe und Entstehungsgeschichte eingehen...lassen wird das.
Aspi-Treiber gehören zum IDE-Controler. IDE unterscheidet sich von SCSI, benutzt aber SCSI-Kommandos und irgendwie ist der aspi-Treiber dafür zuständig. Die Versionen spielen eine Rolle und viele Brenner und Brennprogramme benötigen angepasste aspi-Treiber.
Zur Reparatur der aspi-Treiber - kann ja mal wieder vorkommen - habe ich folgende Seite gefunden:
http://www.maschinenbau.fh-wiesbaden.de/Hilfe/HelpTool/591.htm#o591
Natürlich konnte ich das noch nicht ausprobieren, ich sehe auch keine Veranlassung Nero zu installieren und zu deinstallieren.
Haben die Programme, mit denen Du Trouble hattest, nur eine Abneigung gegen Laufwerk D: oder allgemein gegen jeden anderen Buchstaben als C:?
Dann wäre ja weder die Methode von Kolti brauchbar noch meine bisherige, das gesamte Material thematisch zu gliedern und die Programme auf dem Laufwerk einzuordnen, wo die dazugehörigen Dateien liegen.
CU
Olaf
Also Windows-Programme legen immer (wenige Ausnahmen bei Mini-Tools) Teile der Programme und Daten auf C ab und auch die entsprechenden Infos, die das Betriebssytem braucht, finden sich in der Registry, die auf C residiert. D.h. man bekommt eine "persönliche Ordnung" hin, "installationstechnisch" geht Windows immer seinen eigensinnigen Weg. Die Teile der Programme finden sich hauptsächlich im Ordner Gemeinsame Dateien und im Windows-Ordner. Die Daten meist in: Eigene Dateien und Anwendungsdaten. Letztere kann man - unter Nutzung der Programme verschieben, Anwendungsdaten insgesamt funktioniert wohl aber nicht (ich rede nicht über größeren Aufwand, Tricks). Aber wenn man bei einer Neuinstallation oder Repararturinstallation nicht aufpasst und benutzt nicht die Standartplätze beginnt das Suchen und Synchronisieren und ev. hat man teils auch kein Backup, etwa für Emails.
Manche Programme wollen unbedingt auf C installiert werden; definitiv es muss C sein! Manche Programme werden nur unvollständig deinstalliert, wenn sie nicht auf C residieren. Dagegen hilft Installation unter Überwachung mit Cleansweap.
Man könnte nun auf die Idee kommen, doch Betriebssytem und - der Einfachheit halber - alle Programme auf C zu installieren und lieber mit der Sicherung größeren Aufwand zu betreiben. Wenn man drei Festplatten hat, könnte man ständig Backups auf eine zweite Platte machen (Mit DriveImage "Von Partition zu Partition" und vielleicht wöchentlich die Backup-Festplatte gegen eine 3.-te Platte tauschen (sehr sicher außerhalb des Computers aufbewahrt, man bräuchte Wechselrahmen.) Das Verfahren ist sehr flott und simpel, man könnte die C-Partition täglich sichern (15 Minuten). - Der Nachteil ist, dass Windows ab einer bestimmten Anzahl von DLLs langsam wird; ev. ist es aber doch auf einem schnellen Rechner machbar. Mein alter Rechner wurde erheblich schneller, als ich möglichst viele Programme auf D installiert hatte. (Übrigens gehört der Browser-Cache auf eine kleine extra-FAT-16 Partition, würde ich sagen.)
Andere Buchstaben als D sind auch möglich, nur muss bedacht werden, welche Bewegungen der Lesekopf der Festplatte macht. Es ist schlecht, wenn er immer quer über die Platte hin- und her die Position wechselt. Ich habe also auf D Programme und Daten die häufig ergänzt werden und sichere dauernd beide Partitionen. Wenn ich mit neuen Programmen experimentieren will, wird erst das Backup aktualisiert. Stellen sich Programmfehler erst nach einiger Zeit heraus, kann ich das Backup sichtbar machen (Laufwerksbuchstaben ändern sich, einige Programme funktionieren nicht mehr) und ich bringe meine Daten auf dem Backup auf den neusten Stand. Dafür habe ich eine Liste aller wichtigen Dateien angefertigt. Das geht von Emails über Texte bis hin zu den Cleansweap Installationsüberwachungsdateien. Dann kann ich das aktualisierte Backup einspielen und die störenden Partitionen wieder verstecken, sodass die Laufwerksbuchstaben wieder stimmen. Auch der Umstand mit dem Verstecken von Partitionen lohnt sich. Trotz umfangreicher Sicherungen werden nicht zuviele Daten und Partitionen angezeigt, ein zuviel würde den Rechner ausbremsen.
Hallo Tilo,
an dieser Stelle herzlichen Dank für Deine ausführlichen und aufschlußreichen Antworten. Ich werde es jetzt auch einmal mit Programm-Installationen auf Laufwerk D: versuchen.
Übrigens geht ein Großteil meiner Probleme wohl auf einen Hardware-Defekt meiner Festplatte. Die Seagate-Barracuda hat sich gestern und heute so energisch gegen eine Formatierung gesträubt, daß ich morgen erstmal zum Händler damit muß. Wenn's neue Erkenntnisse gibt, poste ich das mal hier.
CU
Olaf19
Das wäre die erste Barracuda, bei der ich von einen Defekt höre. Ist die Platte zu heiß geworden?
Gar nicht. Sie hatte zwar keinen eigenen Lüfter, aber dafür recht gute Luft-Zirkulation. Die Platte ist beim Formatieren immer an der selben Stelle hängengeblieben und hat andauernd Integritätsprüfungen durchführt, die mittendrin abbrachen und wieder von vorn begannen.
Gestern abend habe ich eine Maxtor-Platte neu gekauft. Der Depp von FDISK hat zwar auch wieder nur 10 GB erkannt, aber später unter Windows waren alle 80 GB da. Die Barracuda ist jetzt erstmal beim Händler. Mal sehen, was der sagt.
