Hallo Leute,
ich komme immer wieder in "Schwulitaeten" bei der Frage nach der Wahl.
Viele Kunden wollen genauere Infos zu den Moni\'s. Nur mir fallen eigentlich keine Argumente mehr ein, die einen Röhrenmoni rechtfertigen. Zumindest wenn es sich um 17" dreht.
Der Preis? Wohl kaum. TFT kostet ja nix mehr. 365.-€ für nen Belinea.
Da muß man fast schon einen Noname 17\'\' nehmen um den Preis noch zu unterbieten.
Reaktionszeit? Auch kein Argument mehr.
Irgendwie komme ich mit den Argumenten nur auf Pro TFT. Platz, Gesundheit......
Könnt Ihr mir weiterhefen? Was ist den beim heutigen technischen Stand nun besser? Wer von beiden hat wo seine Vorteile?
Ich selbst habe auch einen TFT, allerdings nen 18,1\'\' und betreibe sogar Actionspiele drauf. Ich kann nicht sagen, das es igrendwie schlierenhaft ist, von wegen zu langer Reaktionszeit.
Solong
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Einen Röhrenmonitor braucht man immer noch für die Bildbearbeitung, wegen der Farbtreue wird gesagt. Außerdem ist das Putzen der Oberfläche eines TFT´s heikel, unvorsichtige Leute machen ihn kaputt. Letztlich kann man auch die Entspiegelung eines Röhrenmonitors mit Terpentin ruinieren.
Ich sitze hier im Keller, das Grundstück ist leicht schräge, die Fenster vom Keller gucken raus. Bei gekippten Fenster ist die Katze gern durch das Fenster getürmt und hat den TFT gern als Sprungbrett benutzt. Ich hatte immer Angst, dass sie mit den Krallen die Monitoroberfläche erwischt.
Neben der Platzersparnis spricht für TFT´s die Tatsache, dass man sie senkrecht stellen kann. Die meisten Monitore sollen inzwischen eine Normhalterung haben (ich glaube es kaum), sodass man sie an einem Arm an der Wand befestigen kann (!) und mit der richtigen Halterung lassen sich auch Monitore senkrecht stellen, die eigentlich nicht dafür vorgesehen sind.
Neben so Geschichten wie Trackball an der Maus ist Pivot die größte denkbare Stressreduktion, etwa beim Surfen im Internet. Man hat einen viel größeren Überblick über die Seiten und die Orientierung verursacht nicht mal den halben Stress, es ist ein unglaublicher Unterschied! Auch schnelles seitenweises Blättern in PDF- oder Worddokumenten, macht erst Überblick beim Arbeiten (und Lesen) so richtig möglich. Ich kann mir Computerbenutzung gar nicht mehr anders vorstellen.
Wenn man mit zehn Fingern tippt, geht das besser mit einer Ergo-Tastatur. Nur, vor einer Ergotastatur (mit Handballenauflage) muss man anders sitzen als bei Normaltastaturen um den Vorteil wirklich zu spüren. Man sitzt tiefer und die Unterarme liegen fast bis zum Ellenbogen auf dem Tisch. Den nötigen Platz hat man auch nur bei einem TFT.
Blöde finde ich die Tendenz - wie beim neuen Word XP - wichtige Infos rechts neben dem Text anzuzeigen, das ist bei senkrechten Bildschirm ja fast das Aus für solche Software.
Mein 15 Zoll TFT ist allerdings ein wenig nervig bis tückisch beim Surfen, denn manchmal werden links oder rechts nicht nur Werbung oder Überschriften abgeschnitten, sondern auch wichtige Hinweise. Das spricht für 19 Zoll senkrecht. Das werden sich im Moment die wenigsten Kunden leisten können. Anderseits, wo sonst gibt für Dich als Verkäufer noch was zu verdienen? Und der Kunde begreift sofort den Mehrwert, anders als bei 2 Gigaherz versus 2,4 Gigaherz. Nach zwei Tagen an so einem Gerät, wird der nie wieder etwas anderes kaufen.
Worauf bei TFT´s zu wenig geachtet wird, ist die Blendung durch strahlendes weiß. Viele TFT´s lassen sich nicht genug herunterregeln. (Ev geht es mit der Gammareglung der Grafikkarte.) Ich weiß wovon ich rede, ich wurde an Grauen Star operiert und jetzt ist wieder gut, aber vorher war es ne schlimme Zeit. Es gibt viele blendempfindliche Menschen. Bei PDF-Dokumenten lässt sich die weiße Hintergrundfarbe nicht abmildern, meiner Meinung nach ein dummer Fehler dieses Formats. Auch für Textverarbeitungen wie Papyrus habe ich noch nicht den Dreh gefunden.
Für Windows Standartfarben und für Word und IE haben ich mir mehrere Farbschemata gebastelt, die ich in diesen Programmen übernehme; es gibt ja Einstellungen dafür. Ein Riesenvorteil der Mikrosoft-Produkte und weitgehend auch unter Linux möglich. Ich benutze meist dunkelgrün mit weißer Schrift, das Weiß etwas nach ockergelb abgedämpft. So sind sehr kleine Schriften möglich.
Interessant ist es, sich ein komplex geschachteltes Dateisystem mit einem Dateimanager wie PowerDesk anzuschauen, wenn der Bildschirm senkrecht steht und die zwei-Fensterdarstellung (untereinander) gewählt ist. Man kann wunderbar aufräumen und behält die Übersicht. Ich denke "Pivot" ist die zweite Revolution nach dem Übergang von Röhren- zu TFT-Monitoren.
Mein TFT produziert nach drei Jahren intensiver Benutzung noch die gleiche Bildqualität wie am ersten Tag.
