ich habe noch einige Objektive von analogen Kameras (z.B Sigma, Tokina) .
Nun erwäge ich den Kauf einer Spiegelreflex oder System Kamera, wo ich eines dieser Objektive eventuell mit Adapter verwenden kann.
Wahrscheinlich sind diese Objektive nicht besonders lichtstark.
Lohnt sich das überhaupt und würde das funktionieren ?
Jetzt fehlt nur noch die Kamera, falls das klappt.
Eventuell als Einsteigerkamera die Canon EOS R100.
Beim Sigma Objektiv steht noch drauf “for Canon”.
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Diese Idee hatte ich vor ein paar Jahren auch. Meine alte CONTAX RTS war eine fantastische Kamera und die edlen Zeiss-Objektive viel zu schade, um im Schrank zu verstauben oder gar weggeworfen zu werden.
Nach intensiver Recherche erfuhr ich, dass damals vor allem die spiegellosen SONY Alpha 7-Kameras ein kurzes Auflagemaß boten. Dadurch konnte man sie über einen mechanischen Adapter ohne zusätzliche Korrekturlinse nutzen. Nur so bleiben die echte Abbildungsqualität und der unverwechselbare Charakter der Zeiss-Linsen ohne optische Einbußen erhalten. Also kaufte ich mir die Alpha 7 und war anfangs absolut baff, was diese analogen Schätze an dem modernen Digitalsensor leisteten. Der ganz besondere, fast malerische Look dieser Gläser funktionierte tatsächlich noch.
So weit, so schön. Im fotografischen Alltag holte mich jedoch schnell die Realität der Adaption ein. Elektronische Datenübertragung gibt es nicht. Man arbeitet ausschließlich mit Arbeitsblendenmessung in der Zeitautomatik oder komplett manuell. Der Blendenring muss von Hand bedient werden, der Fokus verlangt trotz digitaler Hilfsmittel wie Fokus-Peaking viel Geduld.
Mit der Zeit zogen dann verständlicherweise moderne Sony + Tamron-Objektive bei mir ein, um das volle Potenzial des Autofokus und der Kameraelektronik auszuschöpfen.Dabei kam leider auch die schmerzliche Einsicht: So charmant die alten Gläser sind und so sehr sie mir den finanziellen Einstieg in den Vollformat-Sektor erleichtert haben – die moderne Linsentechnologie ist in Sachen Schärfe, Kontrast und Geschwindigkeit einfach in einer anderen Liga. Die Symbiose aus modernem Gehäuse und modernem Objektiv bringt so viele unbestreitbare Vorteile, dass ich mich letztendlich – schweren Herzens und zu einem halbwegs verträglichen Preis – von meinem geliebten Altglas getrennt habe. Eine Ära ging damit für mich endgültig zu Ende.
Die Moral von der Geschichte? Ja, das Experiment kann man definitiv wagen. Aber ehrlicherweise muss man sagen: Wenn du nicht ganz gezielt nach diesem einen, speziellen Vintage-Look suchst oder die Entschleunigung beim manuellen Fokussieren als Kunstform feierst, spart man sich den Aufwand im Alltag leider besser.
Die Zeit dreht sich eben nicht zurück.
