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Retrotastatur überrascht als Maus

Andreas42 / 10 Antworten / Flachansicht Nickles

Gerade hat mich meine uralte - quasi dampfgetriebene - Tastatur überrascht. Die wurde mit meinem ersten PC geliefert: einem Vobis DRDOS-PC mit 80286 CPU.

Die Tastatur hat noch einen DIN-Stecker. Da heute kein Rechner mehr diesen Anschluss kennt, habe ich mir mal vor Jahren einen Adapter auf PS2-Stecker geleistet. Der funktioniert auch heute noch an meinem - auch nicht mehr ganz taufrischem - Gigabyte MA78G-DS3H Board.

Gestern hab ich einen Blick in meinen Rechner geworfen um mal abzuchecken, ob und wo sich da noch Updates lohnen. Da wären z.B. noch zwei DIMM-Sockel frei. Da könnte man also die installierten 4Gbyte noch aufrüsten. Der CPU-Lüfter sah auch noch recht gut aus - weniger Staub als erwartet.

Jedenfalls musste ich dazu alles abkabeln um ihn dann oben auf dem Tisch zu öffnen. Nach der Inspektion ging es wieder unter den Tisch ankabeln.

Nun, das klappt eigentlich immer ganz gut, nur ist mir diesmal ein kleiner Fehler unterlaufen: das Adapterkabel der Tastatur landete in der falschen PS2-Buchse. Dort wo eigentlich die Maus hingehört.

Gestört hat das Xubuntu 14.04 nur wenig. irgendwie hat das dann Treiber gestartet, die die Tastatur auch am Mausstecker erkannten und unterstützen.

Nur das BIOS war etwas unwillig und daran habe ich es dann auch gemerkt: Grub der Bootmanager reagierte nicht auf die Tastatur. Ich dachte dann, dass sich was im BIOS verstellt hat, evtl. hat die Pufferbatterie einen Schlag weg.

Nö, die als Maus angeschlossene Tastatur wollte nicht früher. Nach einem kurzen Umstecken, klappte wieder alles wie gewohnt, auch in Grub. Sachen gibts, die sind ganz schön retro&verrückt. Zwinkernd

Hat auch schon jemand erlebt, dass uralte Hardware mehr kann, als man denkt?

Bis dann
Andreas

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Andreas42 Michael Nickles „Das sieht mir nach einer sehr sauberen brauchbaren Tastatur ...“
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Hi!

Die "Ersatzkappen" nenn ich nur so. Zwinkernd

Das sind schon echte Tastenkappen für die Tastatur, nur weiß ich nicht welchen Zweck sie hatten. Ich hab sie jetzt nach deiner Frage zum ersten Mal ausgepackt und auf der Tastatur platziert (wo sie vermutlich hingehören).
Ich dachte ursprünglich mal, die wären für eine US-Tastenbelegung, aber das stimmt nicht, ich hatte schon vor Jahren das "Ü" in der Tüte entdeckt. Hier mal ein Bild:

Ersatzkappen auf der Tastatur

Das ist irgendwie eine andere deutsche Tastaturbelegung, würde ich sagen. Es fehlen fast alle "Alt GR" Kombinationen, bis auf die beiden eckigen Klammern. Das @ liegt auf der 2.
Vorallem die Kappe ohne Druck, ist etwas merkwürdig, zumal sie nicht überall zu passen scheint.

Ich hab bei Wikipedia nichts gefunden, was passen würde: http://de.wikipedia.org/wiki/Tastaturbelegung

Es scheint irgendwie mit der schweizer Belegung verwandt zu sein, passt aber nicht komplett.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee, was das genau sein soll?

Das sieht mir nach einer sehr sauberen brauchbaren Tastatur aus

Öh, hust! Man kann an den hellen "Ersatzkappen" erkennen, wie die Tasten nachgegraut sind. Ansonsten habe ich die Tastatur vor ca. drei Jahren zerlegt und die Tastenkappen in der Waschmaschine gewaschen, das Gehäuseoberteil kam in die Spülmaschine...

Ja, das kann man wirklich machen: http://de.comp.hardware.misc.narkive.com/G0NPVsFw/ibm-model-m-1391403

Ich hab erst recht spät angefangen nachzuschauen, was ich da eigentlich für ein Teil habe. Es scheint sich um einen Nachbau des IBM Model 5 aus Taiwan zu handeln (Model FK-2002).

Ich hab die Rechnung noch, dummerweise ist die Tastatur (genau wie der damalige RAM-Speicher) nicht aufgeführt.

Rechnung 1990

Oha! Nächstes Jahr wird sie 25....

Bis dann
Andreas

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