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Linux zuverlässiges Rolling Realease ?

johnT / 16 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo,

seit 14 Tagen suche ich ein zuverlässiges Rolling Release Linux Betriebssystem. Es heißt ja immer einmal installieren reicht für die Zukunft aus. Momentan bin ich ansonsten mit Debian 6 und Gnome 2.32 mit Compiz sehr zufrieden. Allerdings sind einige Anwendungen doch leicht angestaubt und bei einem neueren Kernel gibt es Probleme mit meinen älteren liebgewonnenen Programmen. Von daher kommt nur ein Desktop mit Mate in betracht.

Der erste Versuch war mit LMDE. Kernel 3.2 und auch meine Nvidia läuft. Allerdings sind die kleinen Helfer in der Taskleiste je nach Start unterschiedlich vorhanden. Auch hat man nun den Eindruck, dass es nicht rund Rolling ist. Natürlich ist mir klar, dass, wenn es möglichst fehlerfrei laufen soll, man schon abwarten muss, bis Neuerungen kommen. Aber auch der aktuellste Stand wies Fehler auf.

Auf meiner weiteren Suche bin ich dann zu Sabayon gekommen. Wirklich schick mit eine Menge an Software, aber da fehlte mir dann doch das Applet für den Systemmonitor und Mate war nur mit minimallisierten Applets vorhanden. Also noch nicht das gelbe vom Ein, da ich mit alten Gewohnheiten und nützlichen Sachen nicht brechen möchte.

Verblieb noch Manjaro. Sehr schnell beim Start.  Auf Arch basierend und wäre es beinahe geworden. Wenn, ja nun, wenn es mir möglich gewesen wäre eine Mail-Notification, also E-Mail Benachrichtigung bei Posteingang hinzubekommen. Aber da gibt es nichts wie eremove und poptrayminus, nicht einmal die einfachste mail-notification. Also m. E. gehören Helfer zum löschen von E-Mails auf dem Server die zum Standard eines Betriebssystems . Bei den Screenlets gibt es Probleme zwischen Python 2 und  3er Version. Machte mein gewohntes Wettertageapplet zu nichte.

Positiv bei Sabayon und Manjaro ist die Nvidia und Codec Unterstützung auch bei Optimus.

Also mit dem  Suchergebnis bin ich wieder bei Debian 6 für 64System gelandet. Vermutlich ist es nicht allzugut, wenn man sich nur mit Deb-Paketen beschäftigt. Aber ich erhebe auch keinen professionellen Anwenderanspruch, den ich nun mal nicht habe und das Betriebssystem nur für den "Hausgebrauch" benutze.  Allerdings steckt ja über Jahre doch eine Menge Arbeit in er Konfiguration eines Systems, dass man nicht missen möchte.

Nicht unerwähnt möchte ich Ubuntu's qt4-fsarchiver lassen, der mir das Ausprobieren unheimlich durch die Sicherung von Partitionen erleichtert hat. Vielleicht hat ja jemand auch Erahrungen mit Rolling Release Systemen für den "Hausgebrauch".

Gruß

JohnT

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johnT Systemcrasher „Ja, habe ich. Hatte jahrelang mit Arch gearbveitet und war ...“
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Hallo,

eine Rolling Release Distribution hat sicherlich nicht nur Vorteile. Im Moment der frischen Installation wird bei der Nvidia-Grafikkarte auch Optimus problemlos unterstützt. Nun ist es kein Geheimnis, dass einmal erworbene Hardware zwangsläufig altert. Da bleibt dann die Frage nach der weiteren künftigen Unterstützung, wenn die Karawane weiterzieht. An eine ähnliche Situation mit einem Aufschrei kann ich mich unter Ubuntu, also vor Unitiy, noch erinnern, als bekannt wurde, dass die Geforce 4200 Ti nicht mehr unterstützt werden sollte. Oder Canon weigerte sich für den Lide20 Scanner einen 64 Bit-Treiber zur Verfügung zu stellen. So fällt sicherlich auch der Schritt von Gnome 2.3 zu Gnome 3x darunter. Neues ist nicht immer besser, sondern kann auch zu einer Verschlechterung führen. Unter Manjora lassen sich die Screenlets nicht installieren, da ein Pythonkonflikt besteht. Auch ist anfangs etwas Konsolenarbeit nötig, um Pacman zum Arbeiten zu bewegen. Nutzt man unter Debian 6.0 einen 3.2er Kernel muss man auf digikam verzichten usw. usf.. Wie schon geschrieben wurde, ist die Auswahl wohl immer ein Kompromiss. Für mich ist es das erste Mal, dass ich einer Rolling Release Distro folge. Ich bin gespannt, ob meine Zufriedenheit so lange wie bei Debian 6.0 anhält.

Von Arch-Anwender hatte ich lange nichts mehr gehört. Bisher war mir nur Vorteilhaftes von Anwendern zu Ohren gekommen. Das ist aber auch schon einige Jahre her. Ich würde Manjaro nicht mit Gentoo vergleichen sondern eher mit Sabayon. Gentoo scheint mir eher so kompliziert wie Arch. Vielleicht lohnt sich doch einmal ein Versuch tiefer einzusteigen, also unmittelbar bei Arch oder Gentoo.

Gruß JohnT

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