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Ubuntu-Manual

Infos-Lanzarote / 37 Antworten / Flachansicht Nickles

Auf den Seiten von Galileo gibt es das Ubuntuhandbuch zu Ubuntu 9 mit über 1.000 Seiten kostenlos zum Download. Für Anfänger der perfekte Einstieg aber, laut eigener Aussage, auch für den Profi interessant. Hier der Link:

http://openbook.galileocomputing.de/ubuntu/

Ich arbeite es schon seit zwei Tagen ab und bin weder gelangweilt noch überfordert. Es wird alles sehr gut erklärt und ich finde Tipps die ich weder bei Nickles noch bei Ubuntuusers fand.

Einzig und alleine einen Makel habe ich entdeckt: Wieso habe ich noch vor Kurzem knapp 100,-€uro für Windows ausgegeben???

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Jau!!!! Infos-Lanzarote
KarstenW gelöscht_84526 „Wieso sollten Windowsuser und auch Linuxuser Ahnung vom Betriebssystem haben?...“
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"Wieso sollten Windowsuser (und auch Linuxuser) Ahnung vom Betriebssystem haben?"

Damit sie das Betriebsystem konfigurieren können wie sie es möchten. Das trifft aber nur für Unixsysteme zu oder auch für die Linuxdistribution Debian.

Zum besseren Verständniss ließ mal diesen Artikel über die Unix Philosophie durch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Unix-Philosophie

http://sites.inka.de/mips/unix/unixphil.html

Hier ist auch sehr schön erklärt warum man Unix nicht mit grafischen Programmen(-oberflächen) wie bei Windows konfiguriert:

"8. Vermeide Benutzeroberflächen, die den Benutzer gefangen halten

Der Einfachheit halber wird im folgenden für eine solche Oberfläche die englische Abkürzung »CUI« (Captive User Interface) verwendet. Sie ist dadurch charakterisiert, daß eine Applikation eine Interaktion mit dem Benutzer außerhalb des höchsten Befehlsinterpreters erzwingt. Ist die Anwendung einmal gestartet, gehen alle Eingaben des Benutzers an sie und nicht an den Befehlsinterpreter, bis das Programm wieder beendet wird.

CUI-Befehlsparser sind oft groß und häßlich zu schreiben. Der Aufwand für das Gestalten einer kompletten Curses-Oberfläche mit allen Terminaloperationen oder gar für eine Oberfläche unter X11 sind schnell so aufwendig, daß sie die eigentliche Funktion des Programms in den Schatten stellen.

CUIs neigen zu "groß ist schön" im Wiederspruch zu Leitsatz 1. Da der Benutzer in der Oberfläche gefangen ist, hat er keinen direkten Zugriff auf andere Systemfunktionen, weswegen zunehmend Druck entsteht, diese innerhalb der Applikation zu duplizieren.

Programme mit CUI sind schwer mit anderen Programmen zu kombinieren, weil sie auf der Annahme basieren, der Benutzer sei ein Mensch. Die Stärke von Unix liegt aber darin, wie Programme miteinander arbeiten. Programme mit CUI lassen sich gar nicht oder nur sehr schwer in Skripte einbinden, Abläufe nicht automatisieren, sie ziehen keinen Vorteil aus der Software-Hebelwirkung. Da sie nicht mit anderen Werkzeugen kombiniert werden können, müssen deren Funktionen mit eingebaut werden. In einem Teufelskreis gefangen wächst das Programm zu einem immer größeren und schwerfälligeren Monolith.

CUIs skalieren nicht. Ein Programm das z.B. der Reihe nach alle notwendigen Angaben abfragt, die notwendig sind um einen neuen Benutzerzugang auf einem System anzulegen, oder ein entsprechendes Menü anbietet, mag auf den ersten Blick benutzerfreundlich aussehen, aber wenn damit tausend Benutzer einzutragen sind, dann wird das nichts.


Es sei an dieser Stelle angemerkt, gerade weil
sich der LinuxTag auch an Umsteiger von MS-Windows wendet, daß die Arbeit in der PC-Welt, von den Tagen von MS-DOS bis zum heutigen MS-Windows (NT), durch CUIs bestimmt ist, mit weitreichenden Konsequenzen."


Wenn du das alles durchgelesen hast , dann hast du eventuell verstanden warum man sich bei Unix und GNU/Linux sich etwas genauer mit dem Betriebsystem beschäftigen sollte, auch als normaler Anwender.

PS: Wenn du kein Unix als Betriebsystem willst, dann bist du bei bei der Linuxdistribution Debian völlig verkehrt. Du kannst ja mal SUSE probieren und die Konfiguration mit yast testen.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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