Moin Sascha,
Wie weit geht es mit robustheit zu, zw HP und OKI Laser. Weil mittlerweile habe ich auch mehr im Laser bereich von OKI des oefteren gehoert.
Nun ja, die Color LaserJet 2840, die wir in den letzten beiden Jahren verkauft haben, waren fast alle kaputt, alle mit unterschiedlichen Macken. Defekte Platinenserien, die das Gerät immer wieder aus- und einschalteten, Scannerfehler, Schiefeinzug, das ganze Programm. Die von Canon stammenden Druckwerke sind in der Regel die robustesten Teile (der LaserJet 2420 ist da die unrühmliche Ausnahme, der vorgenannte Schiefeinzug ist auch Canons Verantwortungsbereich), die Teile, die von HP stammen (Scannereinheiten, Hauptplatinen) sind da die empfindlichsten Teile.
Das Schöne an OKI: Kennt man ein Gerät, kennt man alle Geräte, da sie alle gleich aufgebaut sind. Sie werden mal schneller, bekommen andere Tonerpatronen, um den Herstellern von kompatiblen Produkten das Leben nicht zu einfach zu machen, aber im Prinzip sind alle Geräte gleich - und auch sehr robust, deswegen rechnen sie die hierzulande üblichen 3 Jahre Herstellergarantie trotzdem.
Im A4-Color-Bereich bei Business-Kunden ist OKI in Deutschland mittlerweile auf den zweiten Platz gerutscht, im A3-Color-Bereich auf Platz 1 und hat HP damit vom Thron gestoßen - kein Wunder, wenn ich mir überlege, daß der Preis eines OKI C8600N etwa nur die Hälfte eines Color LaserJet 5550 beträgt.
HP sitzt leider auf einem zu hohen Roß: Wir sind die Marktführer, wir können uns schlampigen Vor-Ort-Service leisten, wie können unsere Kunden 2 Wochen auf einen Techniker warten lassen, weil angeblich irgendwelche Teile nicht lieferbar sind, wir können es uns erlauben, einem Kunden zu sagen, daß er damit leben müsste, daß sein einer LaserJet 4250 bei dickem Papier über 30 Seiten in der Minute einzieht, der zweite Drucker jedoch nur ein Drittel, weil unsere Techniker eben nicht mehr wissen, was sie noch tun sollen. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen der letzten Jahre. Unser Gebrauchtgerätegeschäft läuft da zuverlässiger. Da sind wir für die Gewährleistung zuständig, wenn etwas nicht klappt, findet man immer eine Möglichkeit und die Ausfallrate ist ohnehin deutlich geringer als bei Neuprodukten, da Fehler meistens schon auffallen, wenn man die Geräte bekommt.
Man kommt nur schlecht an HP vorbei, bei Gebrauchten sind die meisten anderen Marken ohnehin wertlos und als Canon-Händler kennen wir die meisten Druckwerke ohnehin, da sie ja fast alle von Canon stammen. Passt für uns ganz gut.
Ach, einen Vorteil hat OKI übrigens auch noch: Gerade in Umgebungen, bei denen ein erhöhtes Schmutzaufkommen herrscht, sind diese Drucker im Vorteil. OKI setzt ja im Gegensatz zu den anderen Marken auf LED-Drucker, nicht auf Laser. Lasereinheiten verschmutzen ganz gerne mal, was sich nach einiger Zeit durchaus negativ auf die Qualität auswirken kann. Im Büro weniger, in der Produktionshalle dagegen durchaus. Da muß dann ein Techniker ran und die Lasereinheiten ausbauen und reinigen. Bei einem Color LaserJet 4600 zum Beispiel kann das bei 4 Lasereinheiten durchaus mal ein bis 2 Stunden dauern. Mit entsprechenden Kosten, versteht sich. Bei OKI sind die 4 LED-Zeilen vom Anwender in insgesamt maximal 30 Sekunden(!) selbst gereinigt.
So, das war's erstmal, was mir spontan eingefallen ist.
Gruß
Jürgen