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NFS-Server /-Client

Olaf Runge / 10 Antworten / Flachansicht Nickles

Hi,
vor ca 2 Monaten hatte ich meine Probleme mit NFS gepostet. Ich hab es nunmehr weitesgehend hinbekommen. Wahrscheinlich hat es damals schon funktioniert. Ich hatte allerdings versucht Windows-Partitionen zu exportieren bzw. an einem entfernten Rechner zu mounten. Linux-Verzeichnisse funktionieren aber Windows-Verzeichnisse das funktioniert immer noch nicht: reasen given by server - permission denied. Ich hab aber auf Windows-Partitionen meine Dateien liegen, da ich diese von beiden System bearbeiten etc. wollte. Liegt dies an den Formatierungen FAT/NTFS - wer hat die Lösung.
Gruss Olaf

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KarstenW Olaf Runge „Hi ich bedanke mich erst einmal für die Resonanz, es sind also 2 Rechner mit...“
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Windowsnetzwerke nutzen ein anderes Protokoll für ihre Netzwerke als Linux. Das Protokoll heißt bei Windows 98 SMB und ab Windows 2000 wird CIFS verwendet.
NFS wurde in den 80er Jahren von Sun Microsystems für ihr Unix SunOS (heißt heute Solaris) entwickelt.
Im Gegensatz zu Microsoft hat Sun Microsystems das NFS Protokoll sehr gut dokumentiert. Deshalb hat sich NFS für einfache Fileserver bei Unix zum Standard entwickelt. Linux ist sehr Unix-ähnlich und da wurde auch das NFS Protokoll von Sun Microsystems übernommen.

Ich habe testweise im Homebereich die SFU 3.5 installiert und habe festgestellt das es mit Windows 2000 und Windows XP sehr gut funktioniert. Um auf Windowspartitionen zugreifen zu können mußt du bei der SFU 3.5 den NFS Server konfigurieren. Ich weiß jetzt aber nicht so genau wie das geht, weil ich nur den NFS Client unter Windows nutze.
Bei allen Unixderivaten (so weit mir bekannt) wird eine Datei /etc/exports für die Netzwerkfreigaben genutzt, so auch bei Linux.
Die ist in der Konfiguration sehr einfach.

Beispiel Debian etch unter Linux. Ich nutze NFS 3:

cat /etc/exports


# /etc/exports: the access control list for filesystems which may be exported
# to NFS clients. See exports(5).
#
# Example for NFSv2 and NFSv3:
# /srv/homes hostname1(rw,sync) hostname2(ro,sync)
#
# Example for NFSv4:
# /srv/nfs4 gss/krb5i(rw,sync,fsid=0,crossmnt)
# /srv/nfs4/homes gss/krb5i(rw,sync)
#
/home Winkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check) Winkler4(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check) ThWinkler(ro,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check)
/root Winkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check) Winkler4(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check)
/home/karsten/exports ThWinkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtr


So ein ähnliche Datei wirst du auch bei der SFU 3.5 unter Windows konfigurieren müssen.
Für die Authentifizierung kann man einen NIS Server unter Linux konfigurieren oder einfach die Dateien /etc/passwd und /etc/group nach Windows kopieren.

Wenn du unter Windows eine Linuxfreigabe mounten willst geht das auch ganz einfach:


mount 192.168.0.3:/home h:

Die Linuxfreigabe /home vom Rechner 192.168.0.3 wird unter Windows der Laufwerksbuchstabe h: zugeordnet. Du kannst dann mit dem Windowsexplorer auf h: wechseln und auf das Linuxverzeichnis /home zugreifen.
Ist für mich einfacher als Samba, aber ohne gute Authentifizierung wie the_mic schon gesagt hat.

PS: Das komische daran ist auch, wenn man die SFU 3.5 unter Windows installiert, kann man Windows als Unix-ähnlich bezeichnen.
Die SFU 3.5 macht Windows zu einem älteren POSIX Standard kompatibel. Da gibt es dann die ganzen Unixdienstprogramme und auch eine C-Shell und eine Kornshell werden unter Windows installiert .
Windows ist mit der SFU 3.5 eine Art von Unix , genau wie Linux ;-).










Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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