Hi,
vor ca 2 Monaten hatte ich meine Probleme mit NFS gepostet. Ich hab es nunmehr weitesgehend hinbekommen. Wahrscheinlich hat es damals schon funktioniert. Ich hatte allerdings versucht Windows-Partitionen zu exportieren bzw. an einem entfernten Rechner zu mounten. Linux-Verzeichnisse funktionieren aber Windows-Verzeichnisse das funktioniert immer noch nicht: reasen given by server - permission denied. Ich hab aber auf Windows-Partitionen meine Dateien liegen, da ich diese von beiden System bearbeiten etc. wollte. Liegt dies an den Formatierungen FAT/NTFS - wer hat die Lösung.
Gruss Olaf
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NFS ist das Network Filesystem von Sun Microsystems, also ein Dateisystem für Netzwerke. Das Dateisystem auf der Festplatte ist völlig egal.
Wenn du die SFU 3.5 unter Windows installiert hast, dann kannst du auch auf NTFS Partitionen von Linux aus schreiben.
Welchen NFS Server Client hast du unter Windows installliert ?
Ich muß gestehen das ich unter Windows nur die SFU 3.5 installiert habe und nur den NFS Client nutze.
Kannst du das mal genauer erklären ?
Es gibt von Exeed Hummingbird NFS Server/Clients:
http://connectivity.hummingbird.com/products/nc/exceed/index.html
http://technet.microsoft.com/de-de/interopmigration/bb380242.aspx
Die SFU 3.5 unterstützt nur NFS Version 2 und 3. Wenn du NFS Version 4 nutzen willst, dann kannst du die SFU 3.5 nicht nutzen.
Wenn du dir einen Linuxkernel übersetzt,kannst du selbst entscheiden welche Version von NFS unterstützt werden soll.
Der Linuxkernel unterstützt derzeit (Version >= 2.6.18) NFS Version 3 und 4.
Welche Version von NFS nutzt du ?
Warum installierst du dir denn nicht den Samba Server ?
Ich habe auch mehrere Rechner im Netzwerk (5) mit Linux und Windows mit ext3 und NTFS als
Dateisystem und kann zugreifen von wo auch immer und auf was auch immer von jeden Rechner
aus. Samba ist immer die beste Lösung.
Funktioniert bei dir Samba ? Ich hatte früher mit SUSE und Samba nur Probleme.
NFS wurde von Sun Microsystem gut dokumentiert. Deshalb können dir Linuxprogrammierer auch gute NFS Server und Clients programmieren.
Microsoft hatte lange Zeit die Spezifikationen von dem SMB- und dem CIFS- Protokoll unter Verschluß gehalten. Das Samba Projekt hat erst vor kurzer Zeit die Spezifikationen des Windows Netzwerkprotokolls gegen die Zahlung von viel Geld erhalten.
Vielleicht läuft Samba 4 in Zukunft stabiler.
Ich finde die Lösung mit der SFU 3.5 ist unter Windows derzeit die stabilste Lösung. SFU 3.5 ist auch kostenlos und relativ einfach zu konfigurieren.
Hallo Karsten, Samba funktioniert bei mir einwandfrei.
Habe mich allerdings erst unter Debian damit befaßt, so daß ich zu Samba unter Suse nichts sagen kann.
Direkte Infos dazu findest du unter:
http://www.unifix.de/tutorial/samba/DE-Samba-HOWTO.html
http://de.samba.org/samba/docs/
http://gertranssmb3.berlios.de/output/
http://www.linuxfaqs.de/howto/samba.php
Zu NFS habe ich auch paar Links:
http://mysite.verizon.net/res0yizl/id12.html
http://www.tldp.org/HOWTO/NFS-HOWTO/index.html
SFU3.5 habe ich noch nie ausprobiert da bisher keine Veranlassung bestand,
da ja mit Samba alles gut funktioniert.
Da habe ich mich damals wahrscheinlich zu blöd angestellt.
Aber man muß auch bedenken wie die Sambaprogrammierer überhaupt das Netzwerkprotokoll von Windows herausbekommen haben.
Die haben mit Snifferprogrammen die Datenpakete im Windowsnetzwerk analysiert, weil Microsoft lange Zeit nicht bereit war die Spezifikation ihrer Netzwerkprotokolle SMB und CIFS herauszurücken.
Das sind schon echte Hacker und nicht solche Scrptkiddies wie ich ;-).
Na mach mal Halblang, du bist doch auch ganz gut und alles kann man
doch sowieso nicht wissen. Man muß auch bedenken das sich alles mit rasender Geschwindigkeit
weiterentwickelt. Denke nur an Debian als du mit der ersten Distribution angefangen hast und schau dir heute
die Version 4.0 XXX an. Da hat sich doch eine ganze Menge geändert und so wird es immer
weiter gehen. Ich bin überzeugt das eines Tages viele Anwendungen auch viel leichter und schneller zu
konfigurieren sind als heut zu Tage. Mich stört oft auch sehr das man sich bei vielen Dingen richtig und
oft auch sehr lange Einlesen muß um dann den richtigen Weg zu finden.
Seit ich mich intesiv mit Debian beschäftige habe ich auch erkannt das ich eigentlich überhaupt nur sehr wenig weis.
Doch zum Glück gibt es viele gute Bücher und andere Quellen wo man sein Wissen aufbessern kann.
Leider benötigt man dafür aber eben sehr viel Zeit doch man kann am Ende immer wieder sagen:
"Jetzt haben wir wieder etwas dazugelernt "
Anstandslos. Läuft hier als Domänencontroller, Anmeldeserver und Fileserver im Uni-Network. LDAP als Backend, Debian Etch als Basis. Lediglich Drucken über CUPS funktioniert seit irgend einem Patch für Windows XP nicht mehr richtig (ungepatchtes XP mit SP2 tut problemlos).
NFS
NFS kannst du aber auch nur in einem absolut vertrauenswürdigen Netz gebrauchen, da die Authentifizierungsmöglichkeiten entweder ultraschwach (Location-Based, sprich per IP oder Hostname) oder unglaublich komplex zu implementieren (Kerberos) sind.
Vielleicht läuft Samba 4 in Zukunft stabiler.
In sehr ferner Zukunft...
Für einfaches Kopieren kannst du auch sshfs nehmen. Das ist sogar übers Internet eine taugliche Alternative und wesentlich einfacher aufzusetzen als NFS. Ein SSH-Server genügt :-)
Was für Zugriffsrechte sind denn für die Windows-Partitionen gesetzt?
Hi ich bedanke mich erst einmal für die Resonanz,
es sind also 2 Rechner mit dual-boot (XP und SuSe10.2) meistens wird Linux gefahren. Daher will ich auch mit Linux auf die WinPartition des jeweils anderen Rechner zugreifen. Ich bin froh, dass ich NFS halbwegs installieren konnte (fest im Kernel eingebacken). Mit Samba kenne ich mich noch! nicht aus. Ich lerne seit einiger Zeit Linux autodidaktisch kennen.
Mich wundert nur, dass ich auf die Linux-Verzeichnisse des jeweils anderen Rechner mit NFS zugreifen kann - aber auf die FAT und NTFS-Verzeichnisse nicht. Auf beiden Rechnern ist fuse und ntfs-3g (funktioniert lokal sehr gut) installiert.
Vielleicht muss ich fat oder ntfs als argument exportieren oder 'mounten' oder so etwas.
Gruss und Dank Olaf
Windowsnetzwerke nutzen ein anderes Protokoll für ihre Netzwerke als Linux. Das Protokoll heißt bei Windows 98 SMB und ab Windows 2000 wird CIFS verwendet.
NFS wurde in den 80er Jahren von Sun Microsystems für ihr Unix SunOS (heißt heute Solaris) entwickelt.
Im Gegensatz zu Microsoft hat Sun Microsystems das NFS Protokoll sehr gut dokumentiert. Deshalb hat sich NFS für einfache Fileserver bei Unix zum Standard entwickelt. Linux ist sehr Unix-ähnlich und da wurde auch das NFS Protokoll von Sun Microsystems übernommen.
Ich habe testweise im Homebereich die SFU 3.5 installiert und habe festgestellt das es mit Windows 2000 und Windows XP sehr gut funktioniert. Um auf Windowspartitionen zugreifen zu können mußt du bei der SFU 3.5 den NFS Server konfigurieren. Ich weiß jetzt aber nicht so genau wie das geht, weil ich nur den NFS Client unter Windows nutze.
Bei allen Unixderivaten (so weit mir bekannt) wird eine Datei /etc/exports für die Netzwerkfreigaben genutzt, so auch bei Linux.
Die ist in der Konfiguration sehr einfach.
Beispiel Debian etch unter Linux. Ich nutze NFS 3:
cat /etc/exports
# /etc/exports: the access control list for filesystems which may be exported
# to NFS clients. See exports(5).
#
# Example for NFSv2 and NFSv3:
# /srv/homes hostname1(rw,sync) hostname2(ro,sync)
#
# Example for NFSv4:
# /srv/nfs4 gss/krb5i(rw,sync,fsid=0,crossmnt)
# /srv/nfs4/homes gss/krb5i(rw,sync)
#
/home Winkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check) Winkler4(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check) ThWinkler(ro,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check)
/root Winkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check) Winkler4(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtree_check)
/home/karsten/exports ThWinkler(rw,nohide,sync,no_root_squash,subtr
So ein ähnliche Datei wirst du auch bei der SFU 3.5 unter Windows konfigurieren müssen.
Für die Authentifizierung kann man einen NIS Server unter Linux konfigurieren oder einfach die Dateien /etc/passwd und /etc/group nach Windows kopieren.
Wenn du unter Windows eine Linuxfreigabe mounten willst geht das auch ganz einfach:
mount 192.168.0.3:/home h:
Die Linuxfreigabe /home vom Rechner 192.168.0.3 wird unter Windows der Laufwerksbuchstabe h: zugeordnet. Du kannst dann mit dem Windowsexplorer auf h: wechseln und auf das Linuxverzeichnis /home zugreifen.
Ist für mich einfacher als Samba, aber ohne gute Authentifizierung wie the_mic schon gesagt hat.
PS: Das komische daran ist auch, wenn man die SFU 3.5 unter Windows installiert, kann man Windows als Unix-ähnlich bezeichnen.
Die SFU 3.5 macht Windows zu einem älteren POSIX Standard kompatibel. Da gibt es dann die ganzen Unixdienstprogramme und auch eine C-Shell und eine Kornshell werden unter Windows installiert .
Windows ist mit der SFU 3.5 eine Art von Unix , genau wie Linux ;-).
