Hallo zusammen,
habe mir eine 320er externe USB-Platte gegönnt. Die war wohl vorformatiert mit NTFS. Jedenfalls habe ich sie unter XP-Home-SP2 einfach angestöpselt und Daten ausgelagert. Soweit so gut.
Nun möchte ich mir Linux auf dieser ext. Platte inst. Dachte dabei an (K)Ubuntu oder Knoppix. Was würdet ihr und warum empfehlen?
Abgesehen davon- Muß die Platte vorher partitioniert werden und/oder in ein anderes Format konvertiert werden?
Würde jetzt so vorgehen:
Live-CD starten und USB-Platte als Installationsmedium wählen. Das booten über USB sollte an sich gehen. Was aber ist mit den bereits archivierten Daten auf der Platte? Gehen die dabei verloren? Wie läuft das ab? Was ist, wenn ich nachher von WIN aus auf diese Daten zugreifen möchte?
Randfrage: Bei externen wird ja auch immer mit Cache und UPM geworben. Schön, aber das muß doch alles noch durch den USB 2.0...? Ist der nicht zu langsam?
Danke & Gruß
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Man muß sich als Anfänger mal genauer mit der Linux Verzeichnishierachie beschäftigen.
Diese Verzeichnisse sind sehr funktionell.
Bei Windows werden die Konfigurationsdateien, Bibliotheken und Programmdateien in ein gemeinsames Unterverzeichnis in C:\Programme... installiert.
Das ist bei Linux anders.
Es gibt Verzeichnisse für die Konfigurationsdateien -->/etc Verzeichnis,
es gibt Verzeichnisse für Programmdateien -> /bin/ usr/bin /usr/X11/bin
und es gibt Verzeichnisse für Bibliotheken welche von den Programmen benötigt werden --> lib Verzeichnisse
Der Vorteil davon ist auch das man immer verschiedene Verzeichnisse auf eine eigene Partition legen kann. Dann ist dieses Unterverzeichnis ein Mountpoint.
Durch die Partitionierung soll verhindert werden das die Fragmentierung bis in die root-Partition geht, die Festplatte mit Logdateien und temporären Dateien (im Serverbereich) volläuft und der Rechner sich daraufhin aufhängt.
Außerdem sollen Backups vereinfacht werden.
Man muß keine Programmdateien mit sichern da man Programme jederzeit nachinstallieren kann.
Man kann aber auch alles in eine rootPartition installieren.
Dann sind diese Unterverzeichnisse ganz normale Verzeichnisse in der root-Partition (Wurzelverzeichnis).
Anstelle von einer Auslagerungsdatei wird bei Unix/Linux eine Auslagerungspartition verwendet. Eine Auslagerungspartition ist schneller als eine Auslagerungsdatei.
Du kannst also immer selbst entscheiden , welches Verzeichnis auf eine eigene Partition gelegt wird. Der Pfad zu den Dateien bleibt immer gleich, egal ob es ein Mountpoint für eine Partition ist oder ein normales Unterverzeihnis in /.
Beispielsweise kannst du /home auf eine eigene Partition legen oder /home als normales Unterverzeichnis in / anlegen
.Das gleiche gilt für /var, /usr u.s.w.
Die Größen der einzelnen Partitionen sind Erfahrungswerte.
Das beste ist immer sich vorher zu informieren welche Art von Dateien im jeweiligen Verzeichnis abgespeichert wird.
Die Verzeichnishierachie ist von einem Unix AT&T System V übernommen worden (glaube ich) und hat sich bewährt.
Das ist besser als bei Windows mit den Laufwerksbuchstaben, vor allem im Serverbereich.
