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Kernel unter Lizenz - und Programme?

mike_2006 / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo,
ich hatte über foglendes nachgedacht:

Der Linux-kernel (CMDLine) ist ja unter einer Lizenz (GNU?).
De verbietet es - so weit ich weiß - den Kernel für Geld zu
publizieren.
Es gibt ja SuSe, die im laden einiges kostet, aber frei herunterladbar ist.
Sind die Kosten für das Material?

Kann ein Programmierer ein Linux-Programm schreiben,
und es mit dem Kernel und dem Setup zusammen verkaufen,
wobei er dabei schreibt, dass für den kernel keine Kosten erhoben werden? Wäre das legal oder würde das Krach geben?

Mfg,
Michael

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KarstenW mike_2006 „Kernel unter Lizenz - und Programme?“
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Wenn du Geld mit deinen Programmen verdienen willst, dann mußt du dir eine andere Lizenz heraussuchen.
Wenn du dein Programm unter die GNU Lizenz stellst, dann bist du verpflichtet den Programmcode mitzugeben und mit dem Geld weiß ich nicht. In der GNU Lizenz steht das die Programme kostenlos sein müssen. Es darf nur eine geringe Kopiergebühr verlangt werden.

Eins weiß ich mit Sicherheit, man darf bei kommerziellen Programmen die Programme nicht statisch gegen die GNU Bibliothek verlinken sondern nur dynamisch.
Auf jeden Fall muß bei Verwendung der GNU Lizenz der Programmcode dabei sein.
Der Begriff freie Software steht nicht für kostenlose Software, sondern für die Verfügbarkeit des Programmcodes.

Es gibt aber noch andere Lizenzen, die ich nicht kenne.

Persöhnlich finde ich es nicht richtig das alle Programme kostenlos sein müssen, da man mit dem Verkauf der Programme die Gehälter der Programmierer bezahlt.
Zumindest sollte Geld bezahlt werden wenn Linux und seine Programme in kommerziellen Umgebungen eingesetzt wird.
Wer will schon ständig nur in der Freizeit am Wochenende an einem Programm arbeiten. Da wird ja nichts fertig.
Zur Verfügbarkeit des Programmcodes stehe ich, weil dadurch Programmierfehler schneller entdeckt werden und das Programm schneller weiterentwickelt werden kann.

"Kann ein Programmierer ein Linux-Programm schreiben,
und es mit dem Kernelbild und dem Setup zusammen verkaufen,
wobei er dabei schreibt, dass für den kernel keine Kosten erhoben werden?"

Ich würde meinen das geht O.K, wenn du den Programmcode des Kernels mit dazugibst und dein Programm nicht statisch gegen die GNU Bibliothek verlinkst.
Aber ich bin kein Anwalt.
Firmen die Router anbieten (mit Linux als Firmware) verstoßen ständig gegen die GNU Lizenz, weil sie den Programmcode ihrer Firmware nicht rausrücken wollen.
Da gibt es ständig Zoff.
Wenn man ein Programm nutzt welches unter der GNU Lizenz steht, den Programmcode weiterentwickelt, dann muß man auch alle Veränderungen am Programmcode weitergeben.
Das ist ganz wichtig, weil dadurch GNU Programme ständig weiterentwickelt werden und der Programmcode verbessert wird.

PS: Das war früher bei Unix allgemein üblich, bis in den 80er Jahren einige bescheuerte Manager auf die Idee kamen Unix verkaufen zu wollen.
Die haben die Preise drastisch erhöht und gaben den Programmcode von Unix nicht mehr dazu. Die Folge davon ist , das es so viele verschiedene Unices (Plural von Unix) gibt . Und leider fehlen wichtige Standards im Desktopbereich. Dadurch hat sich Unix im Desktopbereich auch nie richtig durchsetzen können.
Firmen wie Novell und SCO und andere Anbieter haben sich ihr Geschäft damit selbst kaputt gemacht. Kaum jemand nimmt Unix im Desktopbereich weil eine standardisierte Laufzeitumgebung wie bei Linux fehlt.
Und jetzt springen Firmen wie Novell auf den Open Source Zug von Linux auf.

Richard Stallman hat deshalb das GNU Betriebsystem entwickelt. Es lief mit einem Microkernel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Stallman

http://www.stallman.org/












Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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