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SuSE Linux auf RAID-Controller installiert...

AH966 / 12 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo!

Ich bin absoluter Linux-Neuling, und habe die SuSE 10.0 bereits in einer VM unter Windows getestet.
Jetzt wollte ich den PC komplett für Linux nutzen und wollte es direkt darauf installieren.

Der PC hat 2 Festplatten á 80 GB, die über einen Onboard-RAID-Controller (HPT 370/372) zu einem RAID-0-Stripeset zusammengeschlossen sind.
Linux kommt damit nicht klar, also habe ich das Stripeset aufgelöst und wollte per Software-RAID installieren.

Ich habe die Platten folgendermaßen eingeteilt:
- ca. 100 MB direkt als Linux native für /boot
- 150 GB als Linux RAID für /
- 2 GB als Linux RAID für swap

Die Installation erfolgte recht schnell und ohne Probleme. Allerdings startet Linux nicht von der Platte, sondern macht andauernd Neustarts, obwohl die Boot-Geschichte ja nicht im Software-RAID liegt.

Hat Linux ein Problem mit dem Onboard-Controller??
Oder sollte ich statt GRUB besser LILO verwenden? Habe allerdings gelesen, daß mittlerweile auch GRUB mit Software-RAID klarkommt.

Hat jemand einen Tip für mich? Wie teilt Ihr Eure Platten ein?

Gruß,AndreasDer Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit den Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer...
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KarstenW AH966 „Hallo! Ich habe das Gefühl, daß SUSE nicht mit der Platte am RAID-Controller...“
Optionen

Diesen Chipsatz kenne ich nicht. Ich habe mal einen 2.6.12er Kern von meinem Debian testing probeweise konfiguriert. In der Online-Hilfe habe ich folgenden Hinweis gefunden:

HPT36X/37X chipset support

│ CONFIG_BLK_DEV_HPT366: │
│ │
│ HPT366 is an Ultra DMA chipset for ATA-66. │
│ HPT368 is an Ultra DMA chipset for ATA-66 RAID Based. │
│ HPT370 is an Ultra DMA chipset for ATA-100. │
│ HPT372 is an Ultra DMA chipset for ATA-100. │
│ HPT374 is an Ultra DMA chipset for ATA-100. │
│ │
│ This driver adds up to 4 more EIDE devices sharing a single │
│ interrupt. │
│ │
│ The HPT366 chipset in its current form is bootable. One solution │
│ for this problem are special LILO commands for redirecting the │
│ reference to device 0x80. The other solution is to say Y to "Boot │
│ off-board chipsets first support" (CONFIG_BLK_DEV_OFFBOARD) unless │
│ your mother board has the chipset natively mounted. Regardless one │
│ should use the fore mentioned option and call at LILO or include │
│ "ide=reverse" in LILO's append-line. │
│ │
│ This driver requires dynamic tuning of the chipset during the │
│ ide-probe at boot. It is reported to support DVD II drives, by the │
│ manufacturer.

Du sieht also , das dieser Treiber nur den DMA-Modus der Festplatte aktiviert. Das bedeutet auch einen Performancegewinn, da dann die CPU entlastet wird und der Datentransfer von speziellen Chipsätzen erledigt wird, anstelle von der CPU.
Ich nehme an das dieser Treiber schon im Standardkern ist und du den DMA-Modus mit "hdparm -d1 /dev/hdx" einschalten kannst. Du kannst mit "hdparm -d /dev/hdx" kontrollieren , ob schon der DMA-Modus deiner Festplatte eingeschaltet ist

hdparm -d /dev/hda

/dev/hda:
using_dma = 1 (on)

/dev/hda ist die erste Festplatte am IDE0.
Ich glaube nicht das dieser Onboard-Controller mit RAID unterstützt wird. Es wird besser sein, nur den DMA-Modus deiner festplatten zu aktivieren oder eben Software-RAID wie im Howto beschrieben zu nutzen.

Wenn du dir selbst einen Kern kompilieren willst, dann kannst du die Kerneloption

Use PCI DMA by default when available

│ CONFIG_IDEDMA_PCI_AUTO: │
│ │
│ Prior to kernel version 2.1.112, Linux used to automatically use │
│ DMA for IDE drives and chipsets which support it. Due to concerns │
│ about a couple of cases where buggy hardware may have caused damage, │
│ the default is now to NOT use DMA automatically. To revert to the │
│ previous behaviour, say Y to this question. │
│ │
│ If you suspect your hardware is at all flakey, say N here. │
│ Do NOT email the IDE kernel people regarding this issue! │
│ │
│ It is normally safe to answer Y to this question unless your │
│ motherboard uses a VIA VP2 chipset, in which case you should say N.

nutzen. Dann wird der DMA-Modus schon beim booten aktiviert und du kannst dir die Konfiguration mit hdparm sparen. Probier aber erst mal ob der DMA-Modus auch funktioniert. Es gibt manchmal Probleme bei schlechten Kabelverbindungen mit dem DMA-Modus.

PS: Alle Treiber, die man braucht um auf die Root-Partition zuzugreifen, müssen monolitisch im Kern sein. Um ein Kernelmodul zu laden , müssen Programme (modprobe oder insmod) im userspace (Speicherbereich wo normale Programm laufen) ausgeführt werden. Das kann aber erst funktionieren , nachdem die root-Partition gemoutet ist.
Die anderen Treiber können als Modul übersetzt werden und werden dann zur Laufzeit in den Kern geladen.

[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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