Richard Stallman arbeitet an einer Überarbeitung der GNU General Public License.
"Unser Ziel muss es sein, DRM als soziale Praxis abzuschaffen."
"Das Konzept des Computers als universell programmierbare Maschine sei bedroht, sagte Richard Stallman vergangenes Wochenende auf dem Free and Open Source Software Developers' European Meeting in Brüssel."
"...da nur die von den offiziellen Software-Ausrüstern für kryptographisch signierten und unveränderten Programme auf den kastrierten Rechnern laufen würden."
Stallman verlangt die Herausgabe der "...fürs Signieren und Dechiffrieren der Programme erforderlichen Schlüssel..."
www.nzz.ch/2006/03/03/em/articleDMNA0.html
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Es ist eben nicht egal, was die Kommerzfirmen machen. Hier gehts um DRM und implizit damit auch um den Zugriff der Industrie auf *deinen* Rechner. Wenn DRM im Linux-Kernel fest verbaut wird, dann war's das in Sachen Freiheit. Daher auch Stallmans Spruch, dass der PC (so wie wir ihn jetzt kennen) mit DRM Geschichte ist.
Deine Befürchtung, dass immer weniger Open-Source-SW geschrieben werden wird, kann ich nur teilweise nachvollziehen. Sofern der DRM-Quatsch nur als Option im Userland geboten wird, sehe ich kein Problem. Allerdings werden die Trivial-Patente ziemlich unangenehm werden.
Wenn jemand sein geistiges Eigentum schützen möchte und die GPL für sein Projekt nicht reicht: na und? Es gibt zig andere Lizenzen für OSS. Eine passende wird schon dabei sein.
Herrn Ude kenne ich nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn er Linux/OSS nicht verstanden hätte. Dass es dabei um _frei benutzbare und veränderbare_ SW geht und nicht um 'kostenlos und ohne Kenntnisse nutzbar', kapieren die meisten Anwender nicht mal.
Evtl. hast du die Diskussionen um die stabilen Kernel-APIs (zu. auf heise) mitbekommen?!? Dort konnte man das schön mitverfolgen: Von DAU-Seite "Haupsache meine Grabbeltisch-HW funktioniert", von den Kommerz-Entwicklern "Warum hat mir keiner gesagt, dass ich vorher die GPL verstanden haben muss".
Die Leute kapieren nicht, dass Linux ein Entwicklungssystem ist für Entwickler und Anwender, die gerne 'frickeln'. Ob Unternehmen mit Programmierung auf Basis von OSS Geschäfte machen wollen, ist nebensächlich. Linux/OSS ist von privaten Anwendern für private Anwender. Wer die SW anders einsetzt, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
In diesem Sinne: Stallman go!
usernull
