Habe ich doch bei einer Bekannten ein neues Gerät in deren Audio- Anlage eingefügt. Resultat: gewaltiges Gebrumm. Erdschleife. Über die Antennenleitung. Kein Problem, eine Masseleitung (nicht den Schutzleiter!) gekappt - alles paletti. Dabei fiel mir etwas anderes ein.
Ich hab an meinem PC doch auch eine Reihe Geräte angeschlossen, bzw kann sie anschließen. Geräte, die teilweise ebenfalls über ihren Schutzleiter geerdet sind. Naja, und die Leitung zum Internet bringt ja auch ein Erdpotential mit. Die Antenne für meine Happauge ebenfalls...
Habt Ihr da schon mal schädliche Einstreuungen beobachtet?
Würde mich mal echt interessieren, ab da schon negative Einflüsse beobachtet wurden! Wenns im Audio brummt. kann ich mir vorstellen, kann es auch im Datenstrom mal "brummen".
Eure Meinung?
Jürgen
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Wenn die Brummschleife "brummt" wird dort eine niederfrequentes Signal (z. B. 50 Hz) eingekoppelt. Das ist größtenteils durch das elektromagnetische Feld von Stromleitungen oder Ausgleichsströme bedingt.
Bei Ausgleichsströmen gibt es praktisch keinen höherfrequenten Anteil, bei Brummeinstreuungen gibt es oft noch einen relativ hohen höherfrequenten bzw. sogar HF-Anteil - dieser kann für die Daten(-leitung) "gefährlich" werden.
Wenn du neben dem Brummen noch "Radio" hören kannst, wird es irgendwann kritisch. Das reine niederfrequente Brummen ist zwar störend, aber in diesem Bereich werden meist keine Daten übertragen (außer Audio).
Wenn Audiogeräte verbunden werden, hift es manchmal die Signalmassen einseitig über z. B. 50 oder 100 Ohm-Widerstände anzuschließen. Damit wird die Brummschleife mittelohmig, es fließt viel weniger (Brumm-)Strom und das Brummen wird deutlich weniger.
