Habe ich doch bei einer Bekannten ein neues Gerät in deren Audio- Anlage eingefügt. Resultat: gewaltiges Gebrumm. Erdschleife. Über die Antennenleitung. Kein Problem, eine Masseleitung (nicht den Schutzleiter!) gekappt - alles paletti. Dabei fiel mir etwas anderes ein.
Ich hab an meinem PC doch auch eine Reihe Geräte angeschlossen, bzw kann sie anschließen. Geräte, die teilweise ebenfalls über ihren Schutzleiter geerdet sind. Naja, und die Leitung zum Internet bringt ja auch ein Erdpotential mit. Die Antenne für meine Happauge ebenfalls...
Habt Ihr da schon mal schädliche Einstreuungen beobachtet?
Würde mich mal echt interessieren, ab da schon negative Einflüsse beobachtet wurden! Wenns im Audio brummt. kann ich mir vorstellen, kann es auch im Datenstrom mal "brummen".
Eure Meinung?
Jürgen
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So etwas regelt man normalweise über einen Mantelstromfilter, der einfach zwischen den Antennenstecker kommt!
Gruß
luttyy
Mache ich auch so - wenns brummt. Und keine Erdleitung gefahrlos zu trennen ist.
Was mich interessiert: Sind schon mal Datenfehler bekannt geworden, deren Ursache in solchen Erdschleifen zu suchen ist?
Weil ja nicht nur Antennenleitungen eine "störende Erde" mitbringen. Sondern eben auch andere Geräte - oder das Internet! Und bei Letzterem hilft wohl kaum ein Mantelstromfilter.
Jürgen
Brummschleifen sind tatsächlich weit verbreitet, in der Hf Technik z.b. werden die bloß anders bezeichnet, unter andern dort als unkontrollierbare wilde Schwingungen.
Wie und ob sich Brummschleifen auch im Datenstrom störend auswirken, ist mir nichts drüber bekant, wohl aber das die PC Technik selber Störstrahlungen aussendet, die ohne weiteres eine Soundkarte zum "Singen" bringen kann selbst wenn da am Rechner keine Exteren Leitungen außer Netz/Maus/Tastatur angeschloßen wurden.
Mag gut sein das diverse PC Hardware Probleme einfach durch Erdschleifen im Platienenlayout der Hardware begründet sind. Unerklärliche Bauteilerwärmung ist nicht selten ein Indiz für wilde Hf Schwingung welche durch solche Erdschleife hervorgerufen worden sein kann.
Und wenn dann gleich mehrere diesbezüglich wackeliege Komponenten zum Einsatz kommen solte ein sich besser gar nicht mehr wundern wenn wieder mal was wunderliches passiert.
Weniger Komponenten im PC sind auch darum mitunter mehr, das ist nun meine Meinung dazu.
Gruß Peter
Hi jüki!
Sorry, gehört nicht direkt zum Thema.
Was ist denn ein Happauge?
Das habe ich auch schon in Deiner VK gelesen.
Oder meinst Du vielleicht sowas Klick?
Danke für Aufklärung. :)
MfG Nasser
Och Mööönsch - wenn einem nicht mal ein klein wenig künstlerische Freiheit gestattet wird... ;-)
Danke. Dauerfehler meinerseits - und flugs geändert.
Brummproblem habe ich wenn ich meine Videos vom PC auf dem Fernseher anschauen will. Außerdem laufen Streifen durchs Bild. Abhilfe: Antennenanschluß zum Kabelnetz abziehen.
fbe
Hi,
wird der Brumm durch ungünstige Erdungsverhältnisse der Antenne verursacht, so schafft ein Mantelstromfilter Abhilfe. Dieses ist nichts anderes als ein HF-Trenntransformator. Auch in anderen, wirklich hartnäckigen Fällen hilft dieses Prinzip. So kann man z.B. in Audio-Leitungen den Holmco Sound-Connector einschleifen. Und ganz zuletzt bliebe noch die Möglichkeit, das eine oder andere Gerät über Netztrenntrafo anzuschließen.
cu
Dr. Hook
- Mich wundert es eben nur, das ich persönlich sowohl bei mir, als auch bei anderen noch nie Störungen im Datenverkehr bemerkt habe.
Sind anscheinend recht niedrige Potentiale, die zwar das Brummen und Wellenlinien verursachen, nicht aber den (niederohmigen) Datenverkehr beeinflussen.
Muß ich noch mal sagen: Die gestern im Chat genannte Firma (Relaisplatine) scheint einsame Spitze zu sein. Hat ein einfaches und wirklich ideales Tool dabei - damit kann man seine Frontplatten selbst gestalten. Das wird, sozusagen gleich aus dem Programm heraus als Datei hingeschickt und dort gleich direkt in die CNC eingegeben.
Da kann man sich zB die erzeugte Frontplatte auf dem Drucker 1:1 ausdrucken - und optisch oder auch mechanische Änderungen einfließen lassen. Sieht dann ausgedruckt so aus: Klick!
Werde mir gleich noch die dazugehörige Frontplatte dort bauen lassen - mit eingrafierter Beschriftung. Zusammen 35 Euro - nicht billig, aber anscheinend sehr sauber! Danke noch mal für diesen Tipp!
Jürgen
Hi,
ja, - die Adresse ist Gold wert. Ich werde da auch demnächst eine Frontplatte in Arbeit geben, und in absehbarer Zeit dann auf jeden Fall noch eine Zweite. Die Beschriftung kostet allerdings richtig Geld. Vor allem dann, wenn man die ausgefrästen Buchstaben mit Farben ausgefüllt haben will. Nochmals teurer wird es dann, wenn man zwischendurch noch die Schriftfarbe wechselt. - Aber was soll's?
cu
Dr. Hook
- wird Dir sicher selber klar sein, wie so was geht - ich hab, was die (teure) Beschriftung angeht, mal was ausprobiert.
Immerhin macht bei der von mir geplanten FP der Preisunterschied 19 Euro aus!
Ist ja auch so, sollte man später die Tastenbelegung zB mal ändern, die Gravur mit häßlichen Schildchen überklebt.
Ich hab mir die erzeugte Frontblende ohne Beschriftung auf dem Monitor mit SnagIt fotografiert. Dann die Grautöne mit dem Auffüllwerkzeug weiß ausgefüllt und mit dem Beschriftwerkzeug Textfelder erzeugt und ausgefüllt. Das Ganze dann auf Fotopapier als Foto ausgedruckt - kann nun Paßgerecht auf die Frontplatte aufgelegt werden. Sieht "fast" industriell aus!
Jürgen
Wenn die Brummschleife "brummt" wird dort eine niederfrequentes Signal (z. B. 50 Hz) eingekoppelt. Das ist größtenteils durch das elektromagnetische Feld von Stromleitungen oder Ausgleichsströme bedingt.
Bei Ausgleichsströmen gibt es praktisch keinen höherfrequenten Anteil, bei Brummeinstreuungen gibt es oft noch einen relativ hohen höherfrequenten bzw. sogar HF-Anteil - dieser kann für die Daten(-leitung) "gefährlich" werden.
Wenn du neben dem Brummen noch "Radio" hören kannst, wird es irgendwann kritisch. Das reine niederfrequente Brummen ist zwar störend, aber in diesem Bereich werden meist keine Daten übertragen (außer Audio).
Wenn Audiogeräte verbunden werden, hift es manchmal die Signalmassen einseitig über z. B. 50 oder 100 Ohm-Widerstände anzuschließen. Damit wird die Brummschleife mittelohmig, es fließt viel weniger (Brumm-)Strom und das Brummen wird deutlich weniger.
Brummen ist 50 Hz + vielleicht ein paar Oberwellen, die irgendwie entstehen. Daten spielen inzwischen eher im MHz-Bereich. Wenn der Dateneingang niedrige Frequenzen ausfiltert war es dass.
Hallo,
eine Brummschleife handelt man sich immer dann ein, wenn Schutzleiter unterschiedlicher Herkunft miteinander verbunden werden. Ganz extrem wirkt es sich bei der Abschirmung vom Kabelfernsehn aus. Stellenweise ist zwischen dem heimischen Schutzleiter und der Abschirmung vom Kabelfernsehn ein Potential vom 60 Volt!!! zu messen.
Abhilfe: Einen HF-Transformator/Übertrager in die Leitung schalten.
MfG. Hexagon
