Zeitreisen, ja und nein. Nach physikalischer Theorie gibt es Zeitreisen bereits und zwar in Form überlichtscneller Teilchen, sogenannter Tachyonen, welche laut Theorie in der Zeit rückwärts reisen.
Mit Hilfe von Gravitation ist praktisch sogar auch eine Zeitreise möglich, allerdings nur in die Zukunft durch dehnung der Raumzeit innerhalb eines geschlossenen Inertialsystems, also ein System, welches in sich geschloßen ist und nicht mit dem Außensystem interagiert.
Daß es jedoch einmal Reisen in die Vergangenheit geben könnte, zumindest in der Form wie man sich das denkt, scheint ausgeschlossen aus mehreren Gründen:
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- Seit dem Urknall arbeitet unser Universum nach dem System Ursache -> Wirkung im Makrokosmos, einzig in der Quantentheorie kann die Wirkung vor der Ursache liegen (zumindest nach meinem bescheidenen Wissensstand)
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- Der pragmatische Gegenbeweis gegen Zeitreisen in die Vergangenheit ist das bisherige nicht in Erscheinung treten von Zeitreisenden. Würde es irgendwann Zeitreisen in die Vergangenheit geben, so hätte jemand schon einmal eine Reise in die Vergangenheit angetreten. Was dann passieren würde kommt gleich als weiterer Punkt
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Zeitreisen in die Vergangenheit würden für Paradoxen in Massen sorgen, die teilweise mit dem Ursache / Wirkungsprinzip und teilweise mit Wahrscheinlichkeit zusammen hängen, wie anerkannt die folgenden Theorien sind weiß ich allerdings nicht.
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Der Ablauf von Geschichte ist eigentlich ein extrem verästelter Baum, bei dem sich an einem Knoten immer nur ein Zweig weiterentwickelt, zumindest wenn man nicht zu den Vertretern der viator mundi These gehört, also den Mensch nur als Wanderer in der Welt sieht, der verdammt ist auf dem vorgezeichneten Weg zu gehen, also einer Vorbestimmungsthese. Was nun passiert, wenn ein Mensch in der Zeit zurückreisen würde wäre folgendes, die Geschichte würde ja mindestens ab dem Zeitpunkt seiner Ankunft in der Vergangenheit noch einmal ablaufen, jeder Geschichtsknoten würde noch einmal erreicht und es würde von minimalen Faktoren abhängen, ob dieser Knoten sich wieder genauso entwickeln würde, wie der Zeitreisende es aus seinen Geschichtskenntnissen kennt. Allein seine Anwesenheit würde minimal das Jetzt, in welchem er sich befindet, ändern und ihm die Möglichkeit geben einen anderen Weg einzuschlagen, und dies an Milliarden Knotenpunkten.
Angenommen ein Urahn von ihm hat einen schweren Unfall nur überlebt, weil an diesem Tag gutes Wetter war und der Rettungshubschrauber in der Nähe landen konnte, wer sagt, daß bei einem weiteren Durchlauf der Geschichte das Wetter an diesem Tag wieder gut wäre? Wenn man die Chaostheorie anschaut, so können sich minimale Änderungen in großen Folgen aufsummieren. Auch die Quantentheorie zeigt, daß viele Zustände in der Natur nciht vorherbestimmbar und unentschieden sind, also zu jeder Zeit so oder so ausfallen können. Einstein als (anfangs) Gegener der Quantentheorie meinte einmal "Gott würfelt nicht", allerdings scheint so, als würde Gott ständig würfeln, und die Wahrscheinlichkeit, daß Milliarden Würfe wieder identisch ausfallen würden ist sehr gering. Der Zeitreisende würde also wahrscheinlich allein durch seine Reise die Möglichkeit einer alternativen Geschichte schaffen und hätte somit nie die Chance in seine eigene Zukunft zurück zu kommen.
Das Ganze lässt sich noch paradoxer weiterspinnen. Angenommen in der alternativen Geschichte, welche er geschaffen hat entwickelt sich alles so, daß niemals eine Zeitmaschine erfunden wird, so hätte er nie in der Zeit zurückreisen können.
Lösen lässt sich das Ganze nur, indem man postuliert, daß alle möglichen Verläufe der Geschichte parallel existieren, somit wären Zeitreisen von dem Paradoxon befreit, allerdings wären sie auch nutzlos, da man nie wüsste, in welchem alternativen Pfad man landet und in welchen alternativen Pfad man zurückkehren würde.
So viel Worte, und eigentlich wollte ich nur sagen: Nein, ich glaube, daß Zeitreisen in die Vergangenheit nie möglich sein werden für Menschen.