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sind unser "lieben" Politiker schon Millionäre ?

kennmichnichtaus / 13 Antworten / Flachansicht Nickles

1.  wenn JA , sind sie es durch uns geworden ?


2. warum bekommen die Typen incl. der Abgeordneten etc , nicht auch bloß eine Durchschnitts-Gehalt von ,sagen wir 1200 Euros ? 


3. machen wir unseren Job schlechter als die ?


 


kmna


 

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Camino vanGoehs „Hey Camino ! Stimmt schon, irgendwas klingelt bei mir auch, es würde mich nicht...“
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>>>Diese Leute MÜSSEN genug verdienen um möglichst unbestechlich zu bleiben. >>Vom Prinzip her gebe ich dir Recht. Dummerweise kriegen die Leute aber den Hals nicht voll. >Ist das so ? Woher bezieht man denn eigentlich dieses Wissen ? Wird da nicht von einzelnen auf alle geschlossen ?
Wenn man mit den Begriffen "politiker nebentätigkeiten" googelt, kommen u.a. diese Ergebnisse dabei raus:
http://www.netzeitung.de/deutschland/300951.html
http://www.zeit.de/2003/51/Abgeordnete
http://www.kontraste.de/0207/manuskripte/txt_hunzinger.html

>Und nebenbei: Warum gilt ein solches Verhalten in der Wirtschaft als erfolgreich und angebracht ( auch bei den Gewerkschaften ) aber beim Berufsstand des Politikers nicht ?
Korruption ist auch in der Wirtschaft ein Problem, das ist dir aber sicher nicht neu. Wie du jetzt auf "erfolgreich und angebracht" kommst, kann ich nicht recht nachvollziehen.

>Sofern sich dieses Den- Hals Nicht –Vollkriegen im Bereich der Legalität bewegt versteht sich.....
Die so genannten Top-Manager finden sich auch immer wieder in der Kritik wieder, weil sich die Herrschaften durch das gegenseitige Zuschanzen von Aufsichtsratposten (Stichwort: Nebentätigkeit) gegenseitig "kontrollieren". Wobei man immer häufiger den Eindruck hat, dass sdiese Leute den Begriff Kontrolle anders auslegen, als der Normalo.
Ein Politiker wird in erster Linie dafür bezahlt, seinen Job als Volksvertreter durchzuführen und nicht die vom Steuerzahler bezahlte Zeit mit Nebentätigkeit zu verbringen. Denn wenn man unsere Politiker hört oder auch mal Berichte sieht, wo der Tagesablauf beschrieben wird, sind ja 60 Std./Woche keine Seltenheit. Wenn man dann noch Nebentätigkeiten ausübt, kann es doch nur so sein, dass man seinen Job als Abgeorneter schleifen lässt, sonst geht das nämlich nicht. Wenn ich mich recht erinnere, war mal Otto Graf Lambsdorff der Rekordhalter bei der Anzahl der Nebenjobs. Ich meine es wären etwa 20 gewesen.
Btw.: In meinem Arbeitsvertrag steht drin, dass ich nur eine Nebentätigkeit ausüben darf, wenn meine Haupttätigkeit dadurch *nicht* beeinträchtigt wird. Diese Klausel scheint bei unseren Politikern zu fehlen oder es interessiert sich niemand dafür.
Das Lobbyistentum haben wir dabei noch nicht mal berücksichtigt. Und das ist in meinen Augen noch schlimmer, als wenn irgendein Parlamentarier die Hand aufhält.

>Was den durchschnittlichen Bild-Leser aber bereits in Rage bringt. Eigenartig.
Falsch. Ich lese nicht die Bild-Zeitung und rege mich trotzdem darüber auf.

>>Meiner MEinung nach, sollte man die Poliker-Einkommen ruhig an die freie Wirtschaft anpassen, aber nur unter folgenden Voraussetzungen:
- Altersvorsorge selber regeln (Dürfte ja kein Problem sein)
- Verbot jeglicher Nebentätigkeiten
- Volle Verantwortung für Missmanagement >Stimme ich zu, allerdings : wie stellst Du dir das mit der vollen Verantwortung vor ? Das ist doch im Prinzip bereits gegeben. Minister treten zurück, Politiker sind abwählbar. Wo genau liegt da das Problem ?
Richtig, der Minister der Mist baut, wird abgesägt. Und geht mit mit dem berühmten "Goldenen Handschlag" und einer Pension, für die wir jahrhunderte arbeiten müßten. *Das* kann nicht sein. Wenn einer wegen Unfähigkeit fliegt, darf er nicht noch dafür belohnt werden. Wenn ich gefeuert werde, weil ich keine Ahnung habe, erhalte ich garantiert vom AA eine Sperre.

>>Was genau qualifiziert einen Herrn Stolpe zum Verkehrsminister? Welche unschlagbare Qualifikation hat Herr Eichel vorzuweisen, dass er Finanzminister sein kann? Welch grandiosen Background hat Herr Struck, um Verteidigungsminister zu sein? >Tja gute Frage. Damit sollte sich der Bürger vielleicht mal vor, dazwischen und während der Wahl auseinandersetzen. Leider tut er es eher selten bzw. nie. Der Bürger ( ausgedrückt durch sein Wahlverhalten ) ist quasi der Arbeitgeber dieser Politiker. Und wenn der Arbeitgeber auf diese Fragen keine Antwort weiß – Wer dann ?
Hab ich was verpasst? Seit wann hat man als Wähler Einfluss auf die Vergabe der Ministerposten? Den einzigen Job, bei dem man entscheiden darf, ist der des Bundeskanzlers. Aber hat man das wirklich die Wahl? Nach welchen Kriterien macht man denn sein Kreuz auf dem Zettel? Nach dem Aussehen des Kandidaten? Nach dem Parteiprogramm? Oder nach den Wahlversprechen? Ein schlauer Mensch sagte mal: Vor der Wahl, im Krieg und nach der Jagd wird am meisten gelogen.
Wenn man sich bei der Wahl gegen Schröder entscheidet, sucht man ja nach einer Alternative. Stoiber erscheint mir aber auch nicht wirklich qualifiziert. Wen also dann? Könnte das vielleicht ein Teilgrund der Politikverdrossenheit sein? Was macht der Wähler, wenn er wirklich niemanden findet, von dem er glaubt, richtig vertreten zu werden? Vermutlich nichts. Und dann wundern sich unsere Politiker über die geringe Wahlbeteiligung.
Und wenn ich als Wähler quasi der Arbeitgeber bin, wieso kann ich dann einen Herrn Stolpe nicht feuern?
Als Waähler bist du nichts anderes als Verbrauchsmaterial. Mach dein Kreuz auf dem Zettel oder lass es. Wenn du den Zettel nicht ungültig machst, erhalten die auch für die Nicht-Wähler ihre Wahlkampfkostenerstattung.

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