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umstellung von win auf linux

pete000 / 13 Antworten / Flachansicht Nickles

hallo leute!


ich möchte jetzt auf linux umsteigen (bin dazu noch linux-anfänger), aber das problem ist folgendes:
ich habe schon vor einem jahr versucht auf linux umzusteigen, aber irgendwie funkt die
 tv-karte (findet die karte, aber keine sender),
 on-board soundkarte (findet er überhaupt nicht),
 das internet (egal ob über dail-in modem oder standardgateway, ich komme nicht mal ins netz)
 und grafikkarte (kann die auflösung nicht richtig einstellen)
nicht recht.


vielleicht noch zur hardware:
P4 - 2,66GHz, MSI Mainboard (sound on-board, lan onboard, ...), herkules 4500 agp-grafik, pinnacle pctv-karte


und bei der software habe momentan windows-programme laufen (autocad, proe)
gibts da vielleicht ein script zum einbinden der windows-programme?


ich bin für jede hilfe dankbar, damit ich von dem (scheiss)-windows wegkomme


peter

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the_mic pete000 „umstellung von win auf linux“
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@newbie
modem: wenns ein analogmodem ist, dann ersteigere dir auf ebay für 1€ ein serielles, externes modem. das macht keinen ärger.
wenn die netzwerkkarte (und auch viele sonstige pci-geräte - auch onboard-karten sind meist per pci angebunden) nicht funktionieren, solltest du mal acpi deaktivieren. viele mainboard-hersteller pfuschen nämlich bei der implementierung von acpi, wodurch die sache unter linux eher schlecht als recht läuft. für windows stellen sie wenigstens einen treiber zur verfügung, der die scheisse korrigieren kann.

grafikkarte: läuft mit xfree 4.3 hervorragend. allerdings läuft der proprietäre treiber (3d-beschleunigung) nur unter kernel 2.4 und unterstützt den tv-out nicht. alle aktuellen distributionen verwenden allerdings standardmässig den kernel 2.6.
mit dem framebuffer-treiber läuft die karte zwar einwandfrei, allerdings gänzlich ohne beschleunigung. entsprechend gross ist die cpu-last, vor allem bei filmen.
*heul* unter windows wars mal so eine tolle karte :-(

tv-karte: was für ein chip ist da drauf?

einige windows-programme kannst du mit wine (frei), winex/cedega oder crossoveroffice (die beiden letzteren sind kostenpflichtig) versuchen zum laufen zu bekommen. erhoffe dir nicht zuviel davon. windowsprogramme sind nunmal dazu gedacht unter windows ausgeführt zu werden. unter linux gibt es linux-programme.

ach ja, ganz wichtig: welche linux-distribution willst du nutzen/nutzt du? wenn du suse hast und du grosse hardwareprobleme hast, dann eigne dir damit mal die grundlagen zu linux an und wechsle anschliessend auf eine distribution, welche dir mehr spielraum zum rumfummeln lässt. suse ist nämlich recht prüde und lässt sich nicht gerne unter den rock fassen. bei meinem gentoo habe ich hingegen permanent eine hand im höschen und eine im bh :-D


@karsten:
normalerweise ist in den standardkerneln der grossen distros alles aktiviert, was man nur aktivieren kann. selbstkompilieren bringt vor allem was für performancegewinn oder wenn man eigene patches einspielen will. ansonsten ist das eigentlich ziemlich unnötig.
das mit den treibern ist ein fehler, den du immer wieder erzählst (ist nicht persönlich gemeint, du bist ein netter kerl und hilfst gerne, aber leider ist das schlichtwegs falsch). man kann auch treiber installieren, welche nicht mit dem kernel ausgeliefert werden. so wird z.b. bei der installation der proprietären nvidia oder ati treiber ein kernelmodul hinzugefügt. diese treiber werden binär ausgeliefert, nur das interface liegt als source vor und wird bei der installation gegen die aktuellen kernelheader kompiliert, wodurch es sich perfekt einpasst. der treiber kann sogar unabhängig vom kernel aktualisiert werden. lediglich bei einem kernelupdate muss auch der externe treiber neu installiert werden.

cat /dev/brain > /dev/null
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