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XP-"Zwangsaktivierung"

gelöscht_84526 / 18 Antworten / Flachansicht Nickles

Moin!

Auf dem WinXP-Brett wurde heute die Frage gestellt, wie man die "Zwangsaktivierung" umgehen kann. Na ja, es wurden natürlich mal wieder ein paar Antworten gegeben, in denen das Wort "illegal" eine große Rolle spielt. Das aber nur am Rande. Meine Frage bzw. meine Überlegungen gehen nun in die folgende Richtung:

Wie sieht es eigentlich mit der Aktivierung in 10 Jahren aus? Immerhin gibt es ja auch heute noch Leute, die mit Win95 arbeiten. Der Support für dieses alte System wurde aber mittlerweile eingestellt, für Win98 wird das auch wohl in nicht allzuferner Zukunft der Fall sein. Wenn nun in 5 oder 6 Jahren - oder eben in 10 Jahren - der Support für WinXP vollständig eingestellt wird, kann man dann mit dem System überhaupt nicht mehr und unter gar keinen Umständen arbeiten, weil MS sich einfach weigert, die Aktivierung durchzuführen? Oder werden die dann einen "Generalschlüssel" herausbringen, mit dem man die Aktivierung dann ganz einfach umgehen kann? Oder wie stellen die sich das vor. Wäre ja eigentlich schade, wenn man das System dann einfach so wegwerfen müsste, obwohl es doch für eine Menge Anwendungen und für ältere Rechner noch ausreichen würde. Oder wenn man es aus Nostalgiegründen mal wieder installieren möchte (gibt ja auch heute noch Leute, die z.B. einen Commodore laufen haben oder auf alten 386er-Rechnern Windows 3.1 laufen haben....)

Schreibt mal eure Meinung, was ihr so denkt, wie es in Zukunft mit der Aktivierung von WinXP (und auch weiteren, neueren Betriebssystemen, welche man in Zukunft aktivieren muss, denn von dieser "Politik" wird MS ja wohl vorerst nicht abweichen) so stehen wird. Würde mich mal interessieren.

Gruß

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Sag ich doch.... weissnix
Andreas42 gelöscht_84526 „XP-"Zwangsaktivierung"“
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Hi!

Die Frage mit der Aktivierung kann man natürlich erst beantworten, wenn die 10 Jahre um sind. ;-)
Im Moment denke ich allerdings nicht, dass man eine halbwegs brauchbare Aussage machen kann, wie es sich entwickeln wird. Ich denke die Sache ist offen.

Was man jetzt schon sagen kann, ist zumindest folgendes. Entgegen allen Vermutungen kann man sogar DOS 6.2 und Win3.1 noch offiziell bei MS bekommen (es wird im Rahmen eines entsprechenden MSDN-Abos noch ganz normal zum Download angeboten), das gleiche gilt auch für Win95 und WinNT (ich müsste jetzt erst nachschauen, welche Versionen genau man dort bekommt).

Für Win95 benötigt man ja einen Lizenzcode (ja, ich wiess, dass der ganz einfach berechnet werden kann). MS gibt hier ganz offiziell einen "Generalschlüssel" an, den man als MSDN-Abonent nutzen kann. Ich denke, dass wird dann in vergleichbarer Form laufen, wenn es WinXP schon seit Jahren nicht mehr gibt. (Warscheinlich wird es dann einen zusätzlichen Patch geben müssen, der die Aktivierung umgeht bzw. deaktiviert.)

Bleibt nur die Frage, was passiert, wenn es MS nicht mehr gibt und sich auch die Firmen bereits Geschichte sind, die MS übernommen bzw. abgelöst haben. Es ist IMHO bei der Markrbedeutung von MS nicht vorstellbar, dass bei einer Pleite oder Übernahme niemand die Kundenstämme und Produkte übernehmen würde - zumindest solange sich unseren politischen Systeme nicht soweit ändern sollten, dass man als Staatsfeind betrachtet wird, wenn man MS-Produkte einsetzt oder man als MS-User gegen die dann herrschende Staatsreligion verstösst. ;-)

Auf der anderen Seite ist das bewusste Einstellen der Aktivierungsdienste für WindowsXP&Co durch MS natürlich DAS Mittel um ein Zwangsupdate durchzuführen. Sollte also irgendwann der Umsatz wegbrechen und MS weiterhin ein Monopol auf Betriebssysteme haben, dann wird man das des lieben Geldes wegen einsetzen.
Vergleichbare "Updateerpressungen" versucht man ja schon seit ca. 2 Jahren am Markt durchzudrücken. Dabei wird auf Abos gesetzt, die im Rahmen von Support-Verträgen abgeschlossen werden. Der Betroffene bzw. die Zielgruppe ist hier allerdings nicht der kleine Otto Normaluser, sondern dessen Arbeitgeber.

Vielleicht gibt's aber auch einfach in 20 Jahren einen OpenSource "local Wintel-PC with Internet"-Emulator, der einfach die komplette Windows-Aktivierung übers Internet (plus etwa 10.000 komplette, vor 20 Jahren sehr beliebte, Internetserver) lokal auf den dann von jeder Person genutzten Vodafone AIR-Box (Auto-Information-Receiver) emuliert - wer weiss? ;-)

Bis dann
Andreas

Gott2 wird noch richten, ob diese Antwort zielfuehrend ist oder nicht.
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