Hallo,
ich habe mir kürzlich eine dritte Festplatte 80GB für meinen Windows 98 Rechner gekauft. Somit nutze ich die Kleinste für Onlinebanking, die Mittlere für Linux, und die Neue für alles, was sonst noch so anfällt.
Zu dem was jetzt kommt, sollten die Experten bitte ein wenig Milde walten lassen und das Stirnrunzeln auf ein Minimum beschränken ;-)
Ich werde, je nach Anwendung, beim Systemstart kurz ins Bios gehen und alle Platten, die ich nicht benötige auf "none" setzen, klappt auch soweit ganz gut. Beim Hochfahren wird dann auch nur eine Platte angezeigt. Bei ersten Versuchen hatte ich nur das Primary-IDE-Kabel angeschlossen. Hier funktionierte es ohne Probleme. D.h. unter "Arbeitsplatz" wurde auch nur eine Platte angezeigt. Als ich jedoch das Secondary Kabel mit angeschlossen habe, tauchte bei allen Varianten die 80 GB unter Arbeitsplatz als Laufwerk D auf, obwohl ich es im Bios deaktiviert habe.
Ich habe, nebenbei gesagt, einen Tipp aus einem Nicklesbuch umgesetzt und für meine Zwecke ein wenig Zweckentfremdet. Jede Platte für sich angeschlossen, Windows drauf gezogen, wieder abgeklemmt und das gleiche mit den anderen beiden Platten. Jetzt habe ich folgende Anordnung:
Primarykabel--> zwei Platten (Master und Slave). Secondarykabel--> eine Platte (Master) und einen CD-Brenner (Slave)
Gibt es eine Möglichkeit, mit Windows(Bios) Bordmitteln, dass die Secondaryplatte nicht unter Arbeitsplatz erscheint?
Grüße
warsteiner
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.602 Themen, 110.581 Beiträge
1. Du brauchst für jede Platte eine aktuelle Sicherung der Partitionstabelle (stets die aktuelle Partitionierung)
Partitionstabellen der Festplatten sichern mit ped.exe, zu finden auf dieser Internetseite (Programmsammlung):
http://home.t-online.de/home/SigiBader/download.html
Das ped.exe-Programm spielt man am besten auf eine Win98 bzw. DOS-Startdiskette auf (soviel Platz ist da noch).
Achtung bei der Reparatur, erst fdisk /mbr (bzw. entsprechendes Tool für WinXP) durchführen, dann die Sicherung aufspielen.
Entgegen anderen früheren Infos speichert und überschreibt ped.exe auch die Partitionstabelle einer zweiten eingebauten Festplatte...habe ich leidvoll feststellen müssen. Ich vermute das DOS-Tool ist nicht für Festplatten über 127 GB geeignet.
Also ped.exe "erledigt" immer auch ein Plattenpärchen.
Wenn die Partitionstabellen von Platten einzeln gesichert werden soll, ist PTEdit nützlich. Das Programm war bis vor kurzem frei downloadbar...aber PowerQuest ist von Symantec übernommen worden und nun kommt man in den Genuss des typischen Symantec-Nicht-Supports. Wenn jemand PartitionMagic hat (es genügt ne ältere freie Version), dann wird man für gewöhnlich PTEdit im Programmverzeichnis finden. In einer DOS-Version und in einer 32-Bit-Version. Mit der 32-Bit-Version lässt Du Dir die Partitionierung anzeigen und machst einen Screenshot davon und lässt den ausdrucken.
Fürs Ersetzen einer beschädigten Partitionstabelle (Hauptgrund für Nicht-Start nach Plattentausch mit Wechselrahmen, schlechter Sitz, Kontakte) braucht man eine Win98-Startdiskette und dann eine Diskette mit der DOS-Version. Da trägt man dann die Werte ein die man abgeheftet hat. Wenn man vorher noch ne PartitionMagic Notfalldiskette gestartet hatte und wieder schließt, dann befindet sich ein Maustreiber im RAM-Drive, dann kann man in PTEdit-DOS mit der Maus navigieren.
Ich benutze ped.exe UND PTEdit! Beides ist sicherer. Und bei intensivem Backup und Computerbasteln kann es passieren, dass Du diese Programme mehrmals pro Jahr einsetzen musst.
Die andere Geschichte ist es, es möglichst nicht so weit kommen zu lassen, dass die Partitionstabelle beschädigt wird. Nicht immer, aber gelegentlich passiert das, wenn der Computer nicht richtig stromlos ist beim Plattentausch. Abschalten reicht nicht, der Netzstecker ist zu ziehen oder ein Schalter an einer Steckerleiste ist zu betätigen. Und dann nochmal den Startknopf drücken, dann entlädt sich die Restelektrizität in den Elkos.
Wenn Festplatten nach Absturz logisch angeschlagen sind, dann werden sie hin und wieder den Computerstart verweigern, ev. beim zweiten oder dritten Versuch noch starten und dann gar nicht mehr starten. Direkt nach dem Einsatz von Ped.exe (oder PTEdit) wird der Computer zumeist wieder starten, oft ist aber jedesmal die Diskette nochtwendig. Aber gut für die Datenrettung.
Datenrettung von angeschlagenen Festplatten nicht mit einem Imager erledigen, der überträgt die Logischen Fehler sonst auf die Backuppartition. Nimm dafür lieber MS-Backup.
