Damit können schon Cryptoschlüssel identifiziert werden. Also auch ne schlechte Nachricht für TCPA/Palladium.
http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,299488,00.html
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Adi Shamir ist der Mitentwickler von RSA, also kein Feld-Wald-Wiesenwissenschaflter. Dieser Mann hat einen Ruf zu verlieren. Außerdem geht es auch gar nicht darum Millionen von Transistoren zu belauschen, das Pronzip ist eigentlich viel banaler.
Gewisse Operationen in einer CPU (add,mul,noop) erzeugen spezifische spektrale Wellenverteilungen, es ist also eine Art akkustisches Debugging eines Prozesses und somit gar nicht so weit hergeholt. Dabei geht es auch nicht einmal um das wirkliche Entschlüsseln ganzer Sequenzen, es geht nur darum gewisse Sequenzen für eine Timing-Attacke auf die Pseudozufallszahlen zu bekommen mit welchen Verschlüsselungen heutzutage realisiert werden.
Im Übrigen wurde das "Abhören" von Monitorbildern auch oft in das Reich der Urban-Legends gesteckt und auch das funktioniert und ist eigentlich schon lange bekannt.
Im Endeffekt ist dieses aber wie Du richtig erwähnst nur ein Proff of Concept, der aber eine grundlegende Schwäche heutiger Verschlüsselungen zeigt: Ein Computer kann keine "echten" Zufallszahlen erzeugen und wenn man hinter die Sequenz seiner Erzeugung kommt sind potentiell viele Verschlüsselungen unsicher.
