Hi,
eine Bekannte von mir wollte Medizin studieren, hatte aber den benötigten NC nicht gleich dafür - weil sie vielseitig interessiert ist, hatte sie statt dem Studium eine Ausbildung gemacht zur Bürokauffrau. Also kein medizinischer Bereich. Jetzt habe ich ein paarmal schon gelesen, dass die Ausbildung als Wartezeit angerechnet werden kann. Damit würde sie 0,6 Noten besser werden (3 Jahre Ausbildung = 6* 0,1 Note)
Kann sie sich jetzt problemlos für Medizin einschreiben oder wie schaut das wirklcih auch
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Pro Jahr, das zwischen Erwerb der Hochschulreife und dem tatsächlichen Studienbeginn vergangen ist (wichtig: wurde in dieser Zeit ein anderes Fach studiert ("Parkstudium"), zählt dieser Zeitraum nicht zur Berechnung), werden 2 Wartesemester angerechnet. Für den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung kommt noch ein weiteres "Bonuswartesemester" dazu. Insgesamt hat Deine Bekannte also nun (mindestens) 7 Wartesemester.
Die Vergabe der Studienplätze erfolgt teilweise nach Note, teilweise nach Wartezeit, teils nach anderen Kriterien (Herkunft). Dies sind aber 2 bzw. 3 getrennte "Töpfe" bei der Vergabe. D.h., wer wegen "schlechter" Noten nur über die Wartezeit eine Chance hat, muss sich mit anderen Wartezeit-Bewerbern messen. Hierbei ist _nur_ die reine Wartezeit ausschlaggebend. Bei der Berufsberatung des Arbeitsamtes kann man sich die jeweils aktuellen Daten dazu holen. Dort erfährt man z.B., dass für das letzte Wintersemester der NC bei 1,8 (Note) bzw. bei 11 Wartesemestern gelegen hat (fiktive Zahlen!).
Hoffe, das hilft Dir (bzw. der Bekannten) weiter.
Noch ein Tipp: Wenn es sich um ein Studium handelt, das sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester aufgenommen werden kann, stehen die Chancen (wegen geringerer Bewerberzahlen) zum Sommer besser!
