Sei's drum! Aber eines kann ich bestätigen, nämlich: Dass unsere asiatischen Freunde in Sachen Tierschutz etwas anders gepolt sind, als wir.
Beispiele:
Die o.a. "Handelsklasse" ist mir aus Korea als "little bit alive" für Hunde bekannt. Den armen Viechern wird auf dem Markt so gekonnt ein Knüppel über den Brägen gezogen, dass sie noch nicht ganz hinüber sind, dann in einem Sack geschnürt, dass dieser Effekt des Sterbens durch Luftabschnürung möglichst lange während des Transportes nach Hause vorhält, wo sie dann endlich von ihren Leiden erlöst werden. Durch die Ausschüttung von Streßhormonen scheinen sie also anders (in der landesüblich leibreizenden Sicht der Dinge)zu schmecken.
Am Schlachthof in HongKong werden Schlachtschweine, die nach ewigen Bahntransporten aus dem Reich der Mitte OHNE FUTTER UND WASSER geschweige denn Ruhepausen mit Fleischerhaken ausgeladen und zwar nicht, indem man sie damit etwa brutalerweise zum Auftreiben irgendwo pieken würde, sondern indem man den Tieren bei lebendigem Leib und vollem Bewußtsein die angeschliffenen Fleischerhaken durch den Unterkiefer und die Zähne schlägt und an diesen hängend und schreiend aus den Waggons wie Säcke zerrt. Unglaublich!
Vergessen wir auch nicht, dass unser aisatischen Freunde wirklich alles zu Ständerpillen verarbeiten, egal, ob es sich nun um bedrohte Tierarten zu Lande, zu Wasser oder in der Luft handelt.
Sollen wir uns da nun edelmenschmässig politisch korrekt raushalten, weil wir vielleicht sonst diese armen Kerlchen eurozentrisch-kulturell dominieren würden? Ganz klar NEIN. Wer mit Tieren so umgeht, hat auch für seine Mitmenschen enstprechendes übrig.(Der Tierschutz in Europa kam übrigens mit den hochintegrativen Formen des Zusammenlebens zu Beginn der industriellen Revolution auf. Ziel: Reduktion und Ächtung physischer Gewalt gegen Mitmenschen und auch Tiere. Grund: Die Arbeistkarft angelernter und damit schwerlich schnell zu ersetzender Mitarbeiter war zu wertvoll, um sie durch Gewalttaten in einer latent gewalttätigen Gesellschaft zu gefährden). Ausserdem: Ausrottung von Tierarten hat globale Auswirkungen und geht uns alle an. Wer also in internationalen Gremien gleichberechtigt mitarbeiten bzw. die Unterstützung der Staatengemeinschaft in Anspruch nehmen möchte, muss auch ethische Mindeststandards beachten. In unserem Kulturkreis lief diesbezüglich auch eine Menge schief, doch denke ich, haben wir daraus gelernt. Es müssen ja nicht immer alle die gleichen Fehler wiederholen.